artists & participants

Marina AbramovicCarla AccardiVito AcconciFranz AckermannDoug AitkenEric AllowayPawel Althamer Anonymous ArcagrupZerynthia Association For Contemporary Art Asymptote ArchitectureYuri AvvakumovZeigam AzizovZeigam Azizov / Stuart HallAgnès B.John BaldessariMatthew BarneyThomas BayrleDara BirnbaumJohn BockChristian BoltanskiInaki BonillasEcke BonkIngrid BookIngrid Book & Carina HedenLouise BourgeoisAngela Bulloch Bureau d´étudesPash BuzariJanet CardiffJay ChungSantiago CirugedaHenry ClancyTacita DeanLuc DeleuJeremy DellerAmicale Des TemoinsWilson DiazWilson Diaz / Marco Moretti Diller & ScofidioThea DjordjadzeNico DockxTrisha DonnellyIngar DragsetJimmie DurhamLeif ElggrenLeif Elggren / Carl Michael von HausswolffOlafur EliassonOlafur Eliasson/ Israel RosenfieldMichael ElmgreenCerith Wyn EvansJan FabreDidier Fiuza FaustinoHans-Peter FeldmannPeter Fend Fischli / WeissVadim FishkinAlicia FramisYona FriedmanIsa GenzkenMatteo GhidoniLiam GillickJohn GiornoLeon GolubTomislav GotovacJoseph Grigely Gruppo A12Henrik HåkanssonMathew HaleInitiative Haubrich-ForumCarl Michael von HausswolffCarina HedenNikolaus HirschNikolaus Hirsch / Markus WeisbeckThomas HirschhornKarl HolmqvistWong Hoy CheongMarine HugonnierPierre HuygheArata Isozaki Jay Chung & Q Takeki MaedaLoo Jia Wen / Wong Hoy CheongWang Jian-WeiSture JohannessonJohn M. JohansenIsaac JulienJean-Paul JungmannIlya & Emilia KabakovEmilia KabakovGülsün KaramustafaJakob KoldingJulius KollerHarmony KorineGyula KosiceLucien KrollElke KrystufekGabriel KuriBertrand LavierKamin LertchaiprasertSimon LeungSimon Leung / Lincoln TobierAtelier van Lieshout M/M ParisTakeki MaedaJanus MagzineEnzo MariBruce MauBruce Mau DesignDamon McCarthySteve McQueenJonas MekasAnnette MessagerGustav Metzger Michael Elmgreen & Ingar DragsetGeorge Bures MillerAyumi MinemuraJonathan MonkMarco Moretti MultiplicityDeimantas NarkeviciusCarsten NicolaiNils NormanHenrik OlesenHenrik Olesen / Kirsten Pieroth Oliver Payne & Nick RelphOlof OlssonRoman OndákYoko OnoAnatoli OsmolovskiLygia PapeClaude ParentPhilippe ParrenoOliver PayneAvanguardie PermanentiManfred PerniceElizabeth PeytonKirsten PierothMichelangelo PistolettoPaola PiviBettina PousttchiFlorian PumhöslMa Qingyun Radek CommunityEdi Rama Raqs Media CollectiveTobias RehbergerNick RelphRor Revolutions On RequestPedro ReyesDavid RobbinsFrancois RocheFernando RomeroPia RönickeMartha RoslerMartha Rosler / Fleas CollectiveEd RuschaNatascha Sadr HaghighianAnri SalaTomas SaracenoMarkus SchinwaldChristoph SchlingensiefCarolee SchneemannAllan SekulaThasnai Sethaseree ShimabukuAndreas SlominskiPatti SmithSean SnyderNedko SolakovYutaka SoneYutaka Sone / Damon MccarthyNancy SperoUtopia StationLuc Steels Superflex SupermodernoFuture SystemsQ Takeki MaedaJavier TéllezLincoln TobierBuilding TransmissionsRosemarie TrockelRosemarie Trockel / Thea Djordjadze / Bettina Pousttchi UglycuteAgnes VardaAnton VidokleJacques VillegleLuca VitoneImmanuel WallensteinClemens von WedemeyerLawrence WeinerMarkus WeisbeckEyal WeizmanFranz WestPae WhiteStephen WillatsInstitute Without Boundaries Yang FudongAre You Meaning CompanyCarey Young Yung Ho ChangTamas ZankoAndrea Zittel 

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Utopia Station ist keine Ausstellung im üblichen Sinn. Das Zentrum von Utopia Station in München ist das Haus der Kunst mit einer Installation von Rirkrit Tiravanija. Dort finden, konzentriert an vier Wochenenden, Veranstaltungen unter dem Motto 'Auf dem Weg nach Porto Alegre' in Form von Aufführungen, Klanginstallationen, Vorträgen und Diskussionen statt. Utopia Station ist ein interdisziplinäres und von Kooperationen getragenes Ausstellungsprojekt. Zusammen mit der Akademie der Bildenden Künste München, dem Bayerischen Rundfunk / Hörspiel und Medienkunst, intermedium, dem Bayerischen Staatsschauspiel, der Buchhandlung Walther König, der Burda Akademie zum Dritten Jahrtausend / Iconic Turn, dance 2004, dem Filmmuseum München und den Münchener Kammerspielen sind Co-Produktionen und eigene Arbeiten zum Thema Utopie entstanden. Diese Programme und Veranstaltungen werden an unterschiedlichen Orten geboten.

Seit Jahrhunderten gilt Utopia als Bild für die bestmögliche aller Welten. Diese Idee — geprägt durch eine lange Geschichte starrer Ideologien — wird in Mobilität versetzt und soll nunmehr, abgelöst von vorgefertigten Begriffen, als Katalysator dienen. Sie wird dort wieder lebendig, wo sie in Aktion tritt und zur praktischen Anwendung gebracht wird. Utopia Station ist eine Zwischenstation auf der Durchreise, ein Ort zum Rasten, zum Schauen, Reden, auf dem Weg zu einer besseren Welt.

Utopia Station, kuratiert von Molly Nesbit, Hans Ulrich Obrist und Rirkrit Tiravanija, macht in München Halt. Andere Stationen gingen voraus; einige waren Zusammenkünfte, einige fanden an virtuellen Orten statt, andere wurden als Ausstellungen realisiert. Über zweihundert Künstler, Architekten, Schriftsteller, Musiker und Performer tragen zur Definition von Utopia Station bei; die einzelnen Beiträge variieren, ebenso wie sich die Kontur des Projektes dehnt und wendet.

Die bekannteste Utopia Station war eine erste große Ausstellung, die im Rahmen der Biennale in Venedig 2003 stattfand. Bereits im September 2003 wurde im Haus der Kunst München das Utopia Station Poster Project als Vorankündigung der diesjährigen Utopia Station eröffnet. Die neue Utopia Station in München wurde speziell im Hinblick auf die ehemalige Ehrenhalle im Haus der Kunst entworfen: draußen, an einem ehemaligen Fahnenmast der Nationalsozialisten, flattert ein Banner, entworfen von Leon Golub, einem jüngst verstorbenen Utopia Station Gefährten.

Die ehemalige Ehrenhalle im Haus der Kunst hat bekanntlich mehrere Vergangenheiten. Die erste ist berüchtigt: die Halle wurde als Plattform für Propagandareden der Nationalsozialisten entworfen. Die jetzige Direktion des Haus der Kunst hat sich zur Priorität gesetzt, das Haus und die Halle zu rekonstruieren, um ihre Vergangenheit sichtbar zu machen, Tabula Rasa, und um dieser eine neue, ebenfalls mächtige Nutzung der Räume entgegenzusetzen. Utopia Station will ihren Teil beitragen, indem sie das Mikrophon übernimmt und den Raum mit einem Turm und einem Weg auflädt. Nennen wir ihn einen Rednerturm; der Weg führt nach Porto Alegre.

Turm

Der Turm ist aus dem Holz der horizontal gestreckten Architektur erbaut, die in Venedig zu sehen war, nun in drei Teile geteilt und aufgeschichtet. Ein Treppenhaus, das an den Außenwänden des Turms entlang führt, ist mit Statements tapeziert. Die Statements — graphisch gestaltet von m/m — wurden von Utopia Station Künstlern und Künstlerinnen begleitend zu ihren jeweiligen Postern verfasst. Beides, Statements und Poster entstanden im Frühjahr 2003, als der Irakkrieg begann und heftig diskutiert wurde.

Im Turm haben ein Kino und kleinere Ausstellungsräume Platz. Darin sind Arbeiten von Hans-Peter Feldmann, Jonas Mekas, Nils Norman, Yoko Ono sowie Manfred Pernice und Sean Snyder ausgestellt, die teils bereits in Venedig zu sehen waren. Außerdem wird im Turm ein Filmprogramm gezeigt mit werken von agnès b., Pash Buzari, Natasha Sadr Haghighian, Marine Hugonnier, Pierre Huyghe, Isaac Julien, Deimantas Narkevicius, Yoko Ono, Philippe Parreno, Oliver Payne und Nick Relph, Martha Rosler, Anri Sala und Edi Rama, Allan Sekula, Agnès Varda, Anton Vidokle, Clemens v. Wedemeyer, Lawrence Weiner und Yang Fudong. Um den Turm herum befinden sich weitere Arbeiten aus Venedig, wie das "sonic house" von Uglycute, das "billboard house" von Alicia Framis und der von Martha Rosler und ihrem Kollektiv errichtete: "Oleanna Pavillon“. Die Struktur der Münchner Station wurde von dem Künstlerteam Rirkrit Tiravanija, Liam Gillick, Pierre Huyghe, Philippe Parreno und den Designern m/m ausgearbeitet. Akustisch zusammengehalten wird die Station von einer Soundarchitektur, die von building transmissions entworfen und aus neuen Werken und aus dem Soundarchiv von Utopia Station gesampelt ist. Der Sound wird wie zufällig, gesteuert von einem Computerprogramm, aus diversen Lautsprechern tönen. Audioarbeiten von Christian Boltanski, Janet Cardiff und George Bures Miller vervollständigen die Soundlandschaft (zu jeder Eintrittskarte wird eine CD mit Christian Boltanskis Projekt verteilt).

Mit anderen Worten: der Turm dehnt sich aus. Sounds, Videos und strukturierende Momente der Stille füllen einen ganzen Tag. Dazu wird an vier Wochenenden ein Programm aus Vorträgen, Performances und Gesprächsrunden geboten. Dieses Programm nennt sich, metaphorisch, "Auf dem Weg nach Porto Alegre".

Auf dem Weg nach Porto Alegre

Porto Alegre ist Veranstaltungsort (mit einer Ausnahme) der jährlichen Treffen des Weltsozialforums, einer weltweiten Bewegung von non-governmental organisations, die sich seit vier Jahren unter der Parole: "eine andere Welt ist möglich" mobilisiert haben. Bei dem nächsten Treffen vom 26. >31. Januar 2005 wird auch Utopia Station teilnehmen.

Auf dem Weg nach Porto Alegre im Haus der Kunst sollen auch die großen Fragen globaler Politik diskutiert werden. Teilnehmer sind u.a. John Bock, Stefano Boeri, Jay Chung und Takeki Maeda, Olafur Eliasson, Hans-Peter Feldmann, Yona Friedman, Edouard Glissant, Joseph Grigely, Zaha Hadid und Patrik Schumacher, Karl Holmqvist, Enzo Mari, Jonas Mekas, Antonio Negri, Anatoly Osmolovsky, Martha Rosler, Tino Sehgal, Allan Sekula, Andreas Slominski, Dj spooky, Bruce Sterling, Agnès Varda und Yang Fudong.

Die Aktivitäten, Diskussionen, Performances, die wechselnden Erfahrungen — charakteristisch für alle Utopia Stations — sind dazu gedacht, die Echtzeit auszudehnen, d.h. die Geschichte zu dehnen, zu bewegen, abzuwägen und zu verändern. Das sind große Worte; sie sind jedoch in der Mikro-Ökonomie des Zufußgehens zu verstehen. Wir sprechen zueinander. Wir hören einander zu. Wir legen ausführlich dar. Wir gehen gen Süden. Schritt folgt auf Schritt, Worte folgen auf Worte, Handlungen folgen auf Handlungen: eine permanente Demonstration. Text Molly Nesbit, 2004

Ausstellung mit Arbeiten von Hans-Peter Feldmann, Jonas Mekas, Nils Norman, Yoko Ono, Manfred Pernice, Sean Snyder, Uglycute , Alicia Framis, Martha Rosler

Screening mit Werken von agnès b., Pash Buzari, Natascha Sadr Haghighian, Marine Hugonnier, Pierre Huyghe, Isaac Julien, Deimantas Narkevicius, Yoko Ono, Philippe Parreno, Oliver Payne & Nick Relph, Martha Rosler, Anri Sala und Edi Rama, Allan Sekula, Agnes Varda, Anton Vidokle, Clemens von Wedemeyer, Lawrence Weiner, Yang Fudong

Plakate von Marina Abramovic, Carla Accardi, Vito Acconci Studio, Franz Ackermann, Doug Aitken, Pawel Althamer, Amicale des Témoins, Anonymous, Arcagrup, Asymptote Architecture, Yuri Avvakumov, Zeigam Azizov / Stuart Hall, John Baldessari, Matthew Barney, Thomas Bayrle, Dara Birnbaum, John Bock, Inaki Bonillas, Ingrid Book & Carina Heden, Ecke Bonk, Louise Bourgeois, Angela Bulloch, Bureau d´études, Pash Buzari, Yung Ho Chang, Jay Chung & Q Takeki Maeda, Santiago Cirugeda, Tacita Dean, Luc Deleu, Jeremy Deller, Wilson Diaz / Marco Moretti, Diller & Scofidio, Nico Dockx, Trisha Donnelly, Jimmie Durham, Leif Elggren / Carl Michael von Hausswolff, Olafur Eliasson / Israel Rosenfield, Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Jan Fabre, Hans-Peter Feldmann, Peter Fend, Fischli / Weiss, Vadim Fishkin, Didier Fiuza Faustino, Alicia Framis, Yona Friedman, Yang Fudong, Future Systems, Isa Genzken, Matteo Ghidoni / Avanguardie Permanenti, Liam Gillick, John Giorno, Leon Golub, Tomislav Gotovac, Joseph Grigely, gruppo A12, Henrik Håkansson, Mathew Hale, Nikolaus Hirsch / Markus Weisbeck, Thomas Hirschhorn, Karl Holmqvist, Marine Hugonnier, Initiative Haubrich-Forum, Arata Isozaki, Janus Magzine, Sture Johannesson, John M. Johansen, Isaac Julien, Jean-Paul Jungmann / Tamas Zanko, Ilya & Emilia Kabakov, Gülsün Karamustafa, Julius Koller, Jakob Kolding, Harmony Korine, Gyula Kosice, Lucien Kroll, Elke Krystufek, Gabriel Kuri, Bertrand Lavier, Kamin Lertchaiprasert, Simon Leung / Lincoln Tobier, Atelier van Lieshout, Loo Jia Wen / Wong Hoy Cheong, Enzo Mari, Bruce Mau Design / Institute without Boundaries, Steve McQueen, Jonas Mekas, Annette Messager, Gustav Metzger, Ayumi Minemura / Are You Meaning Company, M/M Paris / Philippe Parreno, Jonathan Monk, Multiplicity-Border Device(s) Project, Deimantas Narkevicius, Carsten Nicolai, Henrik Olesen / Kirsten Pieroth, Olof Olsson, Roman Ondák, Yoko Ono, Anatoli Osmolovski, Lygia Pape, Claude Parent, Manfred Pernice, Elizabeth Peyton, Michelangelo Pistoletto, Paola Pivi, Florian Pumhösl, Ma Qingyun, Radek Community , Raqs Media Collective, Tobias Rehberger, Pedro Reyes, David Robbins, Francois Roche, Pia Rönicke, Fernando Romero, ROR Revolutions on Request, Martha Rosler, Martha Rosler / FLEAS Collective , Ed Ruscha, Natascha Sadr Haghighian, Anri Sala / Edi Rama, Tomas Saraceno, Markus Schinwald, Christoph Schlingensief, Carolee Schneemann, Allan Sekula, Thasnai Sethaseree, Shimabuku , Andreas Slominski, Patti Smith, Sean Snyder, Nancy Spero, Nedko Solakov, Yutaka Sone with Damon McCarthy, Eric Alloway, Henry Clancy, Luc Steels, Superflex , Supermoderno , Javier Téllez, Rirkrit Tiravanija, Rosemarie Trockel / Thea Djordjadze / Bettina Pousttchi, Uglycute, Agnès Varda, Anton Vidokle, Jacques Villeglé, Luca Vitone, Immanuel Wallerstein / Rirkrit Tiravanija, Lawrence Weiner, Wang Jian-Wei, Eyal Weizman, Franz West, Stephen Willats, Pae White, Cerith Wyn Evans, Carey Young, Zerynthia (Association for Contemporary Art), Andrea Zittel

Strukturausarbeitung der Münchner Station: Rirkrit Tiravanija, Liam Gillick, Pierre Huyghe, Philippe Parreno, M/M

Soundarchitektur und Audioarbeiten: building transmissions, Christian Boltanski, Janet Cardiff, George Bures Miller

Diskussionsteilnehmer: John Bock, Stefano Boeri, Jay Chung & Q Takeki Maeda, Olafur Eliasson, Hans-Peter Feldmann, Yona Friedman, Edouard Glissant, Joseph Grigely, Zaha Hadid und Patrik Schumacher, Karl Holmqvist, Enzo Mari, Jonas Mekas, Antonio Negri, Anatoly Osmolovsky, Martha Rosler, Tino Sehgal, Allan Sekula, Andreas Slominski, Dj spooky, Bruce Sterling, Agnès Varda, Yang Fudong