daily recommended exhibitions

posted 24. Jan 2017

Mies van der Rohe. Die Collagen aus dem MoMA

28. Oct 2016 12. Feb 2017
Eröffnung: 27. Oktober 2016, 19 Uhr Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969), einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, schuf zwischen 1910 und 1965 eine Vielzahl von Fotomontagen und Collagen, die auf faszinierende Weise die Gestaltungsprinzipien seiner Architektur verdeutlichen. Diese meist großformatigen Arbeiten sind jedoch weit mehr als skizzenhafte Begleiter architektonischer Entstehungsprozesse: Sie sind eigenständige Kunstwerke, die die baulichen Visionen des in Aachen geborenen Architekten zeigen. Im Kontext von moderner und zeitgenössischer Kunst präsentiert die Ausstellung mit rund 50 Leihgaben aus dem MoMA, dem New Yorker Museum of Modern Art, weltweit erstmalig in diesem Umfang die Collagen des international renommierten Architekten. Kaum eine bildnerische Technik reflektiert die ästhetischen Prinzipien, den Zeitgeist und das Lebensgefühl der Moderne wie die der Collage und Montage. Der durch Krieg, Revolution und Industrialisierung geprägte Erfahrungs- und Wahrnehmungs-wandel schlägt sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts gleichermaßen in Zeitungen und Magazinen, in den bildenden und darstellenden Künsten nieder. Schon früh kamen Collage und Fotomontage auch in der Architektur zur Anwendung. Unter dem Einfluss von Dada, Konstruktivismus und De Stijl nutzte Mies van der Rohe wie kaum ein anderer Architekt diese neuen Bildtechniken, um seine künstlerischen Ideen zum Neuen Bauen zu visualisieren. Abrupte Blickwechsel, die Freiheit von Perspektive, Ort und Zeit, das Montieren von vorgefundenen Elementen und eine auf verschiedene Materialien konzentrierte Ästhetik, wie sie bei Mies zum Einsatz kommen, stehen in einem historischen Kontext zu Künstlern wie Kurt Schwitters, Theo van Doesburg, Hans Richter und Laszlo Moholy-Nagy, um nur einige Protagonisten der künstlerischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu nennen, die in der Ausstellung die Werke von Mies kontextualisieren. Die Ausstellung spannt ihren zeitlichen Bogen von einem ersten, noch von Ludwig Mies van der Rohe und seinem Bruder Ewald Mies gemeinsam eingereichten Entwurf für das Bismarck-Denkmal am Rhein (1910) über seine visionären Entwürfe für Glashochhäuser in Berlin (1922) und seine Tätigkeit in den USA ab 1937/38 bis hin zu seinen späten Werken wie dem Entwurf für die Neue Nationalgalerie in Berlin aus den 1960er Jahren. Die Präsentation der Werke folgt dabei einerseits der Chronologie der Entwurfe und Projekte von Mies, andererseits beleuchtet sie den zeithistorischen und kunstlerischen Kontext. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den fließenden Grenzen zwischen bildender Kunst und Architektur: Mies verwendete in fast allen Collagen Reproduktionen von Kunstwerken befreundeter oder sehr geschätzter Künstler, deren Werke er zum Teil selbst sammelte und die im Kontext seiner Ästhetik für ihn offenbar eine besondere Bedeutung hatten. Werke z.B. von Paul Klee, Wilhelm Lehmbruck, Georges Braque und Aristide Maillol integrierte er bevorzugt in seine Collagen. Ausgewählte Kunstwerke einiger dieser Künstler werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt, um den freien und innovativen Umgang des Architekten mit der Kunst zu verdeutlichen. In der Ausstellung werden biografisch, chronologisch und werkbezogen die Strategien, Innovationen und Formulierungen des Architekten über mehr als ein halbes Jahrhundert entfaltet. En passant wird die Ausstellung von Werken zeitgenössischer KünstlerInnen begleitet, die sich wie Sarah Morris, Thomas Ruff, Julia Weißenberg, Iñigo Manglano-Ovalle, Christian Odzuck, Mischa Kuball unmittelbar mit Mies’ Schaffen auseinandersetzen oder eigens Kunstwerke für die Schau konzipiert haben. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, herausgegeben von Andreas Beitin, Wolf Eiermann und Brigitte Franzen, die erstmalig die Collagen und Fotomontagen von Ludwig Mies van der Rohe monografisch behandelt. Zahlreiche international renommierte Autoren (u.a. Martino Stierli, Barry Bergdoll, Dietrich Neumann, Lutz Robbers, Adrian Sudhalter) werden aus verschiedenen Perspektiven die Werke kontextualisierend untersuchen. Die vom Ludwig Forum konzipierte Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Museum Georg Schäfer in Schweinfurt, wo sie vom 26. Februar – 28. Mai 2017 zu sehen ist. Ausstellungsidee: Brigitte Franzen Kuratoren: Andreas Beitin und Holger Otten Projektleitung und kuratorische Assistenz: Lena Büchel und Anna Pickel
Ludwig Forum, Aachen

Jülicher Straße 97-109
52070 Aachen

Germany show map
show more
posted 23. Jan 2017

Owen Gump. The Narrows

20. Jan 2017 05. Mar 2017
opening: 20. Jan 2017 19:00
Eröffnung: Freitag, 20.01. um 19 Uhr Einführung: Heinrich Dietz Die Schwarzweiß-Fotografien von Owen Gump (* 1980, in Kentfield, Kalifornien, USA) stehen in der Tradition US-amerikanischer Landschaftsfotografie. In seinen topographischen Untersuchungen des amerikanischen Westens wird Landschaft als Stoff ideologischer Formungen und Schauplatz menschlichen Expansionsstrebens lesbar. Für die neue Serie The Narrows, die im Kunstverein Freiburg erstmalig gezeigt wird, erkundete Gump das Gelände eines Industrieparks bei Reno in Nevada. Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft entsteht dort unter besonderen baurechtlichen Bedingungen und steuerlich subventioniert ein immenses Gewerbegebiet, auf dem sich global agierende Konzerne ansiedeln, darunter zum einen traditionelle Unternehmen, zum anderen High-Tech- und Online-Firmen. Neben dem weltweit größten Datenzentrum soll dort auch mit der Tesla-Gigafactory das größte Produktionsgebäude der Welt entstehen. In ihr sollen jährlich mehr Akkus hergestellt werden, als die aktuelle jährliche Weltproduktion. Gump durchstreift das Industriegelände in einer subjektiven Spurensuche. In kleinformatigen Aufnahmen führt The Narrows ein komplexes Zusammenspiel von Mensch und Landschaft, Kultur und Natur vor: monumentale Bauten aus seriellen Modulen dehnen sich in der Wüste aus, legen sich als geometrische Figuren in das Motiv. Immer wieder zeigen die Bilder Bauschutt, plane Bauflächen, Geröllhalden, karge Hügel; dann Straßen und Wege, die wie ambivalente Hinweise auf einen zweifelhaften Fortschrittsglauben mal die Landschaft zerfurchen, mal ins Nichts zu führen scheinen, zugleich Mauern, Zäune, Begrenzungen. Weite Panoramen, teils durch starke hell-dunkel Kontraste akzentuiert, wechseln mit flächigen Frontalansichten oder all-over Kompositionen. Strenge geometrische Strukturen treffen auf formlose Elemente und entropische Situationen. Wobei Gegensätze, wie die von Geometrie und Formlosigkeit, Natur und Kultur, Gegenständlichkeit und Abstraktion, immer wieder in neue Abhängigkeitsverhältnisse treten und teils ineinander zu kippen scheinen. Menschen sind auf Gumps Bildern abwesend. Doch zeugen die Aufnahmen davon, wie sich der Mensch als geographischer und geologischer Faktor in die Landschaft einschreibt. An der Stirnwand der umlaufenden Galerie des Kunstvereins hängen vier Aufnahmen einer kalifornischen Hügellandschaft, deren Vegetation abgebrannt ist. Mit dem Wissen um die extremen Dürren und Waldbrände in Kalifornien erscheinen sie als nüchternes Zeugnis einer menschengemachten Naturkatastrophe. In den 1860er und 70er Jahren wurden von der US-Regierung und privaten Initiativen Expeditionen in die noch unerkundeten Regionen des amerikanischen Westens unternommen. Diese Ausweitung der Grenzen einer ressourcenhungrigen Zivilisation wurde auch von Fotografen begleitet. In ihren Aufnahmen hielten sie eine noch fremde, erhabene Wildnis fest. Nahezu ein Jahrhundert später dokumentierten Fotografen wie Robert Adams oder Lewis Baltz die banalen Monumente der durch Industrialisierung und Wirtschaftswachstum geprägten Landschaften im amerikanischen Westen. An diese Tradition amerikanischer Landschaftsfotografie knüpft Gump an und geht ihren Problemstellungen, wie dem Verhältnis von Abbildung, Projektion und Interpretation in territorialen Manifestationen aktueller Fortschrittsideologien und Wachstumsbestrebungen, nach. Es könnten ebenso die Zukunftsträume von gestern wie die Bruchlandschaften von morgen sein, die Gump festhält. Die geometrischen Strukturen der entstehenden Gebäudekomplexe heben sich stark von der archaischen Wüstenlandschaft ab und lassen sie wie ein Science-Fiction-Set wirken. Damit wird The Narrows zugleich zu einer archäologischen Untersuchung, als würde Gump die Ruinen einer Zukunft dokumentieren, in welcher sich die Einflusssphäre des homo oeconomicus immer weiter ausdehnt. Zur Ausstellung wird exklusiv für Mitglieder des Kunstverein Freiburg eine Edition erscheinen.

artist

Owen Gump 

curator

Heinrich Dietz 
show more
posted 22. Jan 2017

PROCESS

27. Jan 2017 13. May 2017
opening: 27. Jan 2017 17:00
Process Featuring work by: John Bauer, Christopher Duncan, Kara Joslyn, Lester Monzon, Julie Oppermann, Kim Rugg, Christopher Russell, Heidi Schwegler, Meghan Smythe, and Ryan Wallace Opening Reception: January 27, 2017 (5-8pm) On View: January 27 – May 13 , 2017 The Marjorie Barrick Museum is pleased to present Process. Curated by the distinguished Los Angeles gallery director Matthew Gardocki, Process is a showcase of ten contemporary American artists who are reshaping the Process Art tradition into a profound expression of twenty-first century studio practice. The exhibition will include painting, photography, mixed media, and sculpture. Rooted in Dada and performance theater, Process Art is a conceptual framework that allows the intangible act of creation to be made perceptible in the finished artwork. It played a key role in the careers of pioneering twentieth-century art world figures such as Joseph Beuys, Eva Hesse, Bruce Nauman, and Richard Serra. Following in their footsteps, the artists of “Process” have forged eloquent visual languages around the environmental effects of the sun, the retrieval of debris from a studio floor, and the intricate movements that a hand undergoes as it cuts and reassembles postage stamps. Visitors can expect to encounter a fresh and perhaps unfamiliar field of art-making in which process is celebrated and the finished object is not always the principal focus. Gardocki comments, “I have always been primarily interested in the exploration the artist undertakes, and these works are glimpses into the visual steps that carry each of them along their individual journeys.” The artists included in “Process” encompass a diverse miscellany of practice. Marrying digital manipulation with traditional stenciling, spraying, rolling, brushing, and printing, John Bauer revisits the intimacy of Abstract Expressionist mark-making from a mediated postmodern distance. Chris Duncan works in a state of flux between maximal and minimal extremes, using repetition and accumulation as a basis for experiments in visual and sound based media. Kara Joslyn teases out the delicate quality of her forms using polymer auto paint applied with a laborious process of masking and airbrushing, calling up tensions between the hand-made and the industrial. The paintings of Lester Monzon gently lampoon the notion of a fixed context by collapsing architecture, space, and art history into a tête-à-tête between rigid grids and gestural marks. Julie Oppermann uses flickering, juxtaposed imagery to push the limits of visual perception, creating paintings that are physically difficult to perceive. By satirically dissecting and re-appropriating medium and meaning, Kim Rugg highlights the innately slanted nature of information distribution. Christopher Russell disturbs settled surfaces with scratches and haze, evincing the kinds of outlier memories that plague our psyche well after childhood. By mining the peripheries for discarded objects Heidi Schwegler creates bodies of work that inhabit an equilibrium between endurance and decay. Meghan Smythe weaves glass, ceramic, and concrete together in an orgiastic web of body parts and biological artifacts, monumentalizing our mortality in unanticipated ways. Ryan Wallace forges new abstractions from the detritus of previous works, generating a marriage between cognitive and intuitive ways of thinking. Matthew Gardocki has been working with artists in Los Angeles for over a decade. Co-founder of the quarterly pop-up exhibition 5790 Projects and the Igloo Tornado collective, he joined Mark Moore as a Gallery Director in 2010. From 2012 - 2013 he was a regular contributor to Fabrik Magazine’s “Emergent Presence” column, recommending LA-based artists he thought everyone should know. Currently he is the Gallery Director at DENK in Los Angeles, CA. All works are courtesy the artists and Mark Moore Fine Art

curator

Matthew Gardocki 
Marjorie Barrick Museum, Las Vegas

4505 S. Maryland Parkway
NV 89154-4012 Las Vegas

United States of America show map
show more

posted 21. Jan 2017

Tatsuo Miyajima: Connect with Everything

03. Nov 2016 05. Mar 2017
Tatsuo Miyajima (born 1957, Ibaraki) is one of Japan’s most renowned contemporary artists, known for his sculptures and room-scale installations incorporating light and numbers. Tatsuo Miyajima: Connect With Everything is Miyajima’s first exhibition in the Southern Hemisphere. It encompasses his sculptural works, rooms and environments, and performance videos. Time and its passage are explored through the works and represented visually by multiple, small digital counting devices. Miyajima developed his first customised digital counters in the late 1980s, using light emitting diodes or LEDs. These ‘counter gadgets’ remain central to his art today, their red and green palette expanding in the mid-1990s to include blue, then white, as LED technology developed in and beyond Japan.
MCA - Museum of Contemporary Art Sydney

MCA NORTH, The Rocks, 140 George Street
The Rocks

Australia show map
show more

posted 20. Jan 2017

On the Origin of Art

05. Nov 2016 17. Apr 2017
The Museum of Old and New Art in Tasmania, Australia, presents On the Origin of Art: a new major exhibition that has invited four world-renowned scientists and evolutionary theorists to explore the universal human drivers behind why we make art. Running from November 5, 2016 and April 17, 2017, On the Origin of Art focuses on a central question: is art adaptive? In other words, has art helped humans to survive and to procreate in some way? Has the tendency to make and appreciate art been handed down, generation by generation, through evolutionary time? In this exhibition, Mona’s guest curators Steven Pinker, Brian Boyd, Geoffrey Miller and Mark Changizi have each applied their scientific methodology to answer this central question. Each worked with Mona to curate a segment of the exhibition according to their individual theory. The result is four very different explorations, presented in the one exhibition. On the Origin of Art was born out of Mona’s ongoing interest in why people make art, and what art is for. Mona founder and owner David Walsh said: “I’m not trying to show that art is this or that thing, and I’m not trying to show that we make art for this or that reason. For the moment I’m just trying to show that art is a complex thing and its characteristics multifarious. Curators, typically, weave a cultural web. But the web of art, like the web of life, has evolution at its genesis. Let’s see if those who have insights into evolution can tease out something about the nature of art. If they can, we should see a good show. Because sometimes newcomers to a field, virgins if you will, make it feel shiny and new.” While people can engage with this exhibition without delving into the scientific details, looking at art through a scientific lens is important to Mona, because it goes to the heart of what makes us human. We’re cultural beasts, but we’re flesh and blood, too, and knowing this can change the way we live our lives. For the better, we believe. “Both the general public and art historians tend to think of art as solely a cultural phenomenon. Whilst acknowledging the importance of this perception, Mona takes a biocultural position, proposing that, to know what art is, one has to dig deeper, past culture, to art’s evolutionary origins,” said Mona Senior Research Curator Jane Clark. “On the Origin of Art doesn’t hope to answer these evolutionary questions directly but prompt visitors to reflect on their assumptions and to be open to alternative ways of thinking about art.” On the Origin of Art is comprised of more than 230 objects from 35 countries, spanning millennia and cultures. These are sourced from Mona’s collection and loaned by 58 institutions from around the world, with a selection on display in Australia for the first time. Nine new commissions have been created for the exhibition. The exhibition includes aesthetically potent ancient objects, some typologically dated as old as 800,000 years, whose Palaeolithic creators might never have thought consciously about "art"; works from acknowledged highpoints of artmaking as the Italian Renaissance, Māori taonga, French Impressionism, Ottoman Islam, Japanese ukiyo-e, Benin bronze-work, among others; new artworks made by artists especially for this exhibition. Artists include Pierre-Auguste Renoir, Katsushika Hokusai, Lola Greeno, Jeff Koons, François Boucher, Yayoi Kusama, Takashi Murakami, Bridget Riley, Hiroshi Sugimoto, Georgia O’Keefe, Vernon Ah Kee, Mat Collishaw, Andy Goldsworthy, and Cindy Sherman, to name only a few.
Mona - Museum of Old and New Art, Hobart

655 Main Road, Berriedale
Tasmania 7011 Hobart

Australia show map
show more
posted 19. Jan 2017

Kerry James Marshall: Mastry

25. Oct 2016 29. Jan 2017
Exhibition Location: The Met Breuer, 3rd and 4th floors The largest museum retrospective to date of the work of American artist Kerry James Marshall (born 1955) will open this October at The Met Breuer as a cornerstone of its inaugural season. Encompassing nearly 80 works—including 72 paintings—that span the artist’s remarkable 35-year career, this major monographic exhibition reveals Marshall’s practice to be a complex and compelling one that synthesizes a wide range of pictorial traditions to counter stereotypical representations of black people in society and reassert the place of the black figure within the canon of Western painting. Kerry James Marshall: Mastry will be complemented by the concurrent exhibition Kerry James Marshall Selects, curated by the artist. Marshall will draw some 40 works from The Met collection, ranging from the Northern Renaissance to French post-Impressionism, and from African masks to American photography of the 1950s and ‘60s, underscoring the global and historical nature of the influences that are predominant in his practice. “It is with enormous pride that we present this examination of Kerry James Marshall’s work at The Met Breuer,” said Thomas P. Campbell, Director and CEO of The Metropolitan Museum of Art. “With our collection spanning over 5,000 years, The Met is uniquely positioned to highlight Marshall’s deep connection to history. Our visitors will be able to experience the many layers of Marshall’s groundbreaking artistic vision as they explore the influences that are central to his work.” The exhibition’s curator Ian Alteveer added, "Marshall’s work illustrates the American experience as unimaginable without black history and culture. Through the tropes of traditional painting—portraiture, landscape, and other narrative modes—he builds a conversation around visibility and invisibility. The result is a stunning body of work that is both intimate and monumental." The exhibition is made possible by the Ford Foundation, Kenneth and Rosalind Landis, and the H. Tony and Marti Oppenheimer Foundation. Additional support is provided by The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts. The exhibition is organized by The Metropolitan Museum of Art, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; and The Museum of Contemporary Art, Los Angeles. Sheena Wagstaff, Leonard A. Lauder Chairman of The Met’s Department of Modern and Contemporary Art, noted, “This comprehensive look at Marshall's work aligns perfectly with our priorities for The Met Breuer where we are committed to expanding our thinking beyond established standards. Marshall’s career is based on the central concern of redressing the absence of the black figure in the canon of Western art. Through a deep knowledge of the history of art, he finds his place in it.” Born before the passage of the Civil Rights Act in Birmingham, Alabama, and witness to the Watts rebellion in 1965, Marshall has long been an inspired and imaginative chronicler of the African American experience. He is known for his large-scale narrative history paintings featuring black figures—defiant assertions of blackness in a medium in which African Americans have long been invisible—and his exploration of art history covers a broad temporal swath stretching from the Renaissance to 20th-century American abstraction. Marshall critically examines and reworks the Western canon through its most archetypal forms: the historical tableau, landscape and genre painting, and portraiture. His work also touches upon vernacular forms such as the muralist tradition and the comic book in order to address and correct, in his words, the “vacuum in the image bank” and to make the invisible visible. The exhibition’s title is a play on words referencing Marshall’s comics-inspired Rythm Mastr series, and the works to be included range from the early and iconic—such as A Portrait of the Artist as a Shadow of His Former Self (1980) and Invisible Man (1986)—to his newest revisions of traditional history painting. One of these major, recent works—Untitled (Studio) (2014), a monumental picture depicting an artist’s workspace—was recently acquired by The Met. A veritable catalogue of the genres of painting, it combines still life, portraiture, and landscape with trompe l’oeil and abstraction, and includes many references to the Old Masters. The exhibition will also reunite the five paintings of Marshall’s Garden Project series—pictures from the mid-1990s that serve to complicate the idea of public housing as bleak or desolate—for the first time in 20 years. Included among these is these is Watts 1963, which depicts the artist and his siblings at play outside Nickerson Gardens, the projects in Watts where the 8-year-old Marshall and his family lived when they first moved to California in 1963. Pages from the Rythm Mastr project, ongoing since 1999, are also featured in the exhibition. These graphic novel panels highlight Marshall’s interest in comics as a vehicle for exploring cultural phenomena, embodied by his band of black superheroes and his incorporation of African American vernacular.
Metropolitan Museum of Art, New York

THE MET FIFTH AVENUE | 1000 Fifth Avenue at 82nd Street
NY-10028 New York

United States of America show map
show more

posted 18. Jan 2017

Terry Haggerty

28. Dec 2016 03. Feb 2017
von Bartha, S´Chanf Terry Haggerty Exhibition: December 28 - 30, 3 - 6pm and January 3 - February 3, by appointment

artist

Terry Haggerty 
von Bartha, Basel

Kannenfeldplatz 6
CH-4056 Basel

Switzerland show map
show more
posted 17. Jan 2017

THOMAS BAYRLE

13. Dec 2016 05. Mar 2017
opening: 12. Dec 2016 19:00
Thomas Bayrle (geb. 1937 in Berlin) verdankt die Kunstgeschichte das Bewusstsein für die Sinnlichkeit von Maschinen und die Ästhetik maschineller Produktion. Er ließ sich in den 1950er Jahren zum Weber und Grafiker ausbilden. Als einer der ersten Künstler in Deutschland arbeitete er mit computergenerierten Bildern und bediente sich des Prinzips des Seriellen, was ihn früh in die Nähe der amerikanischen Pop Art rückte. Bayrle befasst sich ästhetisch mit den sozialen Organisationsgesetzen von Individuum und Masse, wobei er seine Bildmotive der Alltagswirklichkeit des Menschen und der ihn umgebenden Waren- und Konsumwelt entnimmt. Das Wachstum urbaner Strukturen sowie auf Massengebrauch angelegter Fortbewegungsmittel versteht er als einen Kreislauf, der zwar von der Wirtschaft angekurbelt wird, diese aber wiederum auch in Gang hält. Er beschäftigt sich mit diesen Strukturen einerseits kritisch, andererseits bewusst als Konsument und Teilnehmer. Auf der documenta 13 zeigte Bayrle aufgeschnittene Motoren in Betrieb, mit denen er die Ästhetik von Maschinen, aber auch den Lebensrhythmus und die Verfassung des Menschen in der Massengesellschaft visualisierte. Bayrle stellte 2003 und 2009 auf der Biennale Venedig aus, sowie 1964, 1977 und 2012 bei der documenta in Kassel. Kuratiert von Eva Huttenlauch

artist

Thomas Bayrle 

curator

Eva Huttenlauch 
Lenbachhaus, München

Luisenstraße 33
80333 Munich

Germany show map
show more

posted 16. Jan 2017

Basim Magdy: The Stars Were Aligned for a Century of New Beginnings

10. Dec 2016 19. Mar 2017
Basim Magdy: The Stars Were Aligned for a Century of New Beginnings Trained as a painter, artist Basim Magdy (Egyptian, b. 1977) began experimenting with colorful works on paper and canvas before moving into the realm of photography and cinema. In a process he dubs “pickling,” the artist applies household chemicals to analog film and photographic material. The results are sumptuous, spectral photographic visions of landscapes, presented as large-scale prints, slide projections, and film. The MCA presents Magdy’s first US museum survey, featuring rarely seen and new pieces. His works across media—which evoke a pop sensibility in contrast to their grim titles, such as They Endorsed Collective Failure as the Dawn of a New Renaissance and The Bitterness of What Could Have Happened and What Ended Up Happening—speak to our collective ambition for a utopian future and the inherent failure of this human aspiration. This presentation includes newly commissioned works for the MCA as well as a specially produced artist book. The exhibition is organized by the Deutsche Bank KunstHalle in Berlin as part of the Deutsche Bank Artist of the Year 2016. It is overseen at the Museum of Contemporary Art Chicago by Omar Kholeif, Manilow Senior Curator. The exhibition is presented in the Bergman Family Gallery on the museum's second floor.

artist

Basim Magdy 

curator

Omar Kholeif 
MCA Museum of Contemporary Art, Chicago

220 East Chicago Avenue
Chicago

United States of America show map
show more

posted 15. Jan 2017

Dreamlands: Immersive Cinema and Art, 1905–2016

28. Oct 2016 05. Feb 2017
Dreamlands: Immersive Cinema and Art, 1905–2016 focuses on the ways in which artists have dismantled and reassembled the conventions of cinema—screen, projection, darkness—to create new experiences of the moving image. The exhibition will fill the Museum’s 18,000-square-foot fifth-floor Neil Bluhm Family Galleries, and will include a film series in the third-floor Susan and John Hess Family Theater. The exhibition’s title refers to the science fiction writer H.P. Lovecraft’s alternate fictional dimension, whose terrain of cities, forests, mountains, and an underworld can be visited only through dreams. Similarly, the spaces in Dreamlands will connect different historical moments of cinematic experimentation, creating a story that unfolds across a series of immersive spaces. The exhibition will be the most technologically complex project mounted in the Whitney’s new building to date, embracing a wide range of moving image techniques, from hand-painted film to the latest digital technologies. The works on view use color, touch, music, spectacle, light, and darkness to confound expectations, flattening space through animation and abstraction, or heightening the illusion of three dimensions. Dreamlands spans more than a century of works by American artists and filmmakers, and also includes a small number of works of German cinema and art from the 1920s with a strong relationship to, and influence on, American art and film. Featured are works in installation, drawing, 3-D environments, sculpture, performance, painting, and online space, by Trisha Baga, Ivana Bašić, Frances Bodomo, Dora Budor, Ian Cheng, Bruce Conner, Ben Coonley, Joseph Cornell, Andrea Crespo, François Curlet, Alex Da Corte, Oskar Fischinger, Liam Gillick, Dominique Gonzalez-Foerster, Pierre Huyghe, Alex Israel, Mehdi Belhaj Kacem and Pierre Joseph, Aidan Koch, Lynn Hershman Leeson, Anthony McCall, Josiah McElheny, Syd Mead, Lorna Mills, Jayson Musson, Melik Ohanian, Philippe Parreno, Jenny Perlin, Mathias Poledna, Edwin S. Porter, Oskar Schlemmer, Hito Steyerl, Rirkrit Tiravanija, Stan VanDerBeek, Artie Vierkant, and Jud Yalkut, among others. Dreamlands: Immersive Cinema and Art, 1905–2016 is organized by Chrissie Iles, Anne and Joel Ehrenkranz Curator.

curator

Chrissie Iles 
Whitney Museum of American Art, New York

99 Gansevoort Street
NY 10014 New York

United States of America show map
show more
posted 14. Jan 2017

11th Shanghai Biennale

11. Nov 2016 12. Mar 2017
Concept The phrase "Why Not Ask Again" is a bid, and a query, whose ascending, joyously twisting arc embraces the maneuvers, disputations and stories that contain and encode the turbulences and transports of our time. A listener eavesdropping on deep space walks out of the pages of the recent science fiction novel written in Chinese, The Three Body Problem by Liu Cixin. A wanderer steps out into the deep time of eternity and the straight path of a police bullet in the terminal sequence of the picaresque Bengali film Jukti, Takko aar Gappo (Reason, Debate and a Story) from 1974 by Ritwik Ghatak. They embody the spirit of a mobile triangulation between reason, intuition and the fabulous that the 11th Shanghai Biennale seeks to discover, transmit, and learn from.
 The layered perspectives in the miniature painting traditions of South Asia are an operational key for the exhibition, opening it to the braiding of varied temporal rhythms and spatial planes. Sometimes this makes place for extraordinarily discordant eruptions of the ordinary.   Walking the floors of the Power Station of Art will mean undertaking a hundred itineraries through Shanghai, Hanoi, Dakar, Fukushima, Ramallah, Lahore, Guatemala City, Tehran, Dubai, Stockholm, Dhaka, and many more unexpected byways, basements and bus stops of our present. Four terminals will propose four condensations at the edges of the perceptional, the bodily, the fabulist and the hibernating.   Seven infra-curatorial layers epiphytically folded within the biennale will interrupt, leaven and relay resonant and dissonant lines of enquiry. They gather a constellation of emergent curatorial intelligences from Lagos, Moscow, Delhi, Hangzhou, Bangalore, Istanbul and Paris.   51 Personae will invite others to meet them on their chosen ground. This strand entangles the biennale in the magical and lyrical layers of everyday life of Shanghai. Chen Yun, with Dinghaiqiao Mutual Aid Society, coordinates this extensive project.   Theory Opera will shift the sensory and auditory rhythm of walking, stopping, resting, chatting and looking through an accelerated operatic turn within the exhibition in order to explore the sensation of thought. These are live scenarios at the intersections of works throughout the duration of the biennale. Liu Tian and Yao Mengxi co-ordinate this sequence.   Like a listener scanning deep space jolted by a signal from a distant life form or a talkative wanderer interrupted by a brief aphorism, the 11th Shanghai Biennale asks, again, “How do questions act in the world?” * About the Chief Curator Raqs Media Collective was founded in 1992 by Jeebesh Bagchi (New Delhi, 1965), Monica Narula (New Delhi, 1969) and Shuddhabrata Sengupta (New Delhi, 1968). Raqs is a word in Persian, Arabic and Urdu and means the state that "whirling dervishes" enter into when they whirl. Raqs follows itself declared imperative of 'kinetic contemplation', and enjoys playing a plurality of roles, often appearing as artists, occasionally as curators, sometimes as philosophical agent provocateurs. They make contemporary art, have made films, curated exhibitions, edited books, staged events, collaborated with architects, computer programmers, writers and theatre directors, and have founded processes that have left deep impacts on contemporary culture in the world with their originality and scope. As artists, Raqs has presented works at most of the major international shows, including Documenta (2002), the Venice Biennale (2003,2005 & 2015), and the Shanghai Biennale (2010). The members of Raqs were co-curators of Manifesta 7 - the European Biennial of Contemporary Art (2008) in Bolzano and INSERT2014 in Delhi. Chief Curator: Raqs Media Collective Curatorial Collegiate: Sabih Ahmed, Liu Tian, Chen Yun, and Tess Maunder.
Shanghai Biennale

325, West Nanjing Road
200003 Shanghai

China show map
show more
posted 13. Jan 2017

JEAN-MARC BUSTAMANTE - New Works

22. Nov 2016 28. Feb 2017
Vera Munro, Hamburg

Heilwigstrasse 64
20249 Hamburg

Germany show map
show more


posted 12. Jan 2017

Wade Guyton. Das New Yorker Atelier

28. Jan 2017 30. Apr 2017
opening: 27. Jan 2017 19:00
Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. Während in seinem bisherigen Werk minimalistische Symbole wie die Buchstaben X und U, Streifen oder monochrome Flächen im Vordergrund standen, überraschen Guytons neue Leinwände mit vielfältigen Motiven und Techniken: Handy-Schnappschüsse aus seinem New Yorker Atelier, Screen Shots der Homepage der „New York Times“, aber auch abstrakte Formen. Letztere sind Zooms in die Bitmap-Dateien digitaler Bilder, die einen Blick in die „Anatomie“ der digitalen Bildsprache gewähren. Bereits seit den frühen 2000er-Jahren treibt Guyton seine Analyse der Bedingungen und Auswirkungen digitaler Bildproduktion mit beeindruckender Konsequenz voran. Seine Arbeitsweise folgt einer scheinbar einfachen Rezeptur: Leinwände und Seiten aus Kunstkatalogen werden in einen Tintenstrahldrucker gelegt und bedruckt. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein „signature style“ entwickelt, bestehend aus einem Set von Zeichen und Motiven, die Guyton in Programme wie Photoshop oder Word eingibt, um sie anschließend auf den Bildträgern als Print zu materialisieren. Dabei sind es vor allem die ungeplanten Überschneidungen, die maschinellen Fehler und Bedingtheiten, die Kontingenz in der digitalen Technologie aufdecken und den digitalen Code gleichsam zum Sprechen bringen. Der Künstler traktiert seinen Drucker, konfrontiert ihn mit Befehlen, die seine Leistungsgrenzen übersteigen und speist ihn mit Daten, die er beinahe nicht verarbeiten kann. Der digitale Arbeitsprozess stülpt gewissermaßen seine inhärenten Konflikte nach außen und öffnet sich dem Gespräch über Bedingungen seiner Sichtbarmachung. In seiner neuen Serie geht Guyton noch einen Schritt weiter und verstärkt das in seinen Arbeiten immer schon vorhandene Wechselspiel zwischen Malerei und Fotografie, analogen und digitalen Darstellungsmodi. Durch die Integration der inzwischen allgegenwärtigen Formate des Handy-Schnappschusses, des Screen Shots und des Zooms öffnet Guyton seine Bildwelt sowohl nach außen als auch nach innen. Er folgt damit der rasanten Ausdehnung und Verästelung des digitalen Codes in alle Lebensbereiche: Das Klicken durch die Zeitungsseite wird ebenso festgehalten wie der Blick aus dem Fenster des Ateliers, die Kaffeepause in der Küche und der Boden, auf dem der Künstler steht, wenn die Leinwand Stück für Stück aus dem Drucker kommt und sich über die Holzdielen schiebt. Das New Yorker Atelier von Wade Guyton befindet sich in einem Loft an der Bowery in Manhattan und beherbergt ein Archiv, eine Bibliothek, einen Bürobereich und eine Küche, die als Treffpunkt der Mitarbeiter dient. In der Mitte des Ateliers erstreckt sich ein großer offener Raum, in dem der Drucker steht. Entlang der langen Schauwand lehnen mehrere Stapel von Bildern, die kontinuierlich hin- und herbewegt werden. Die diversen Bereiche gehen ineinander über und provozieren die Frage, wo der „kreative Akt“ eigentlich stattfindet: An einem der Computer oder am Drucker? Während die Leinwand über den Boden gezogen wird und dadurch Spuren ihrer Bearbeitung erhält? Oder beim Betrachten und Aussortieren der Bilder, wenn sie nebeneinander aufgereiht miteinander kommunizieren? Das räumliche, soziale und politische Umfeld des Arbeitsprozesses, die alltäglichen Verrichtungen ebenso wie die technologischen Bedingungen, werden so zum Schauplatz der Bildwerdung. Damit aktualisiert Wade Guyton den kunsthistorischen Topos des „Atelier des Künstlers“ als Allegorie ästhetischer Selbstreflexion in einer in einer digital vernetzten Lebenswelt. Dabei fordern sich die neuen Motive und Bildserien gegenseitig heraus. Sie treten miteinander in ein reges Gespräch , kommentieren, ergänzen oder demontieren sich: Die New-York-Times-Bilder setzen zum Beispiel einen Kontrapunkt zu den Monochromien, indem sie Fotografie und Malerei, Abstraktion und Gegenständlichkeit, tagespolitische Aktualität und Zeitlosigkeit miteinander verschränken. Darüber hinaus werden die einzelnen Motive wiederholt, wobei mit jedem neuen Ausdruck ihre Farbgebung, ihre Konsistenz und Detailschärfe verändert wird. So etabliert Guyton ein offenes und sich kontinuierlich erweiterndes visuelles System. Die darin wirkende innere Spannung äußert sich jedoch nicht als unüberbrückbarer Konflikt, sondern als lustvolles Changieren zwischen antagonistischen Kräften. In der Ausstellung im Museum Brandhorst werden über 30 Bilder auf Leinwand und eine Serie von Zeichnungen in Vitrinen sowie zwei Filmprojektionen präsentiert. Es erscheint ein Katalog mit einem Gespräch zwischen Johanna Burton, Wade Guyton und Achim Hochdörfer.

artist

Wade Guyton 
show more
posted 11. Jan 2017

Susanne Paesler. Retrospektive

19. Jun 2016 22. Jan 2017
Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 19.06.2016, um 11:30 Uhr (Einlass ab 11:00 Uhr) Das SCHAUWERK zeigt eine in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn entstandene Retrospektive der Künstlerin Susanne Paesler (1963-2006). Mit rund 40 Werken gibt die Schau einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen von den Anfängen in den 1990er Jahren bis zu Arbeiten, die erst kurz vor ihrem frühen Tod entstanden. In ihrem Schaffen diskutiert Paesler den Stellenwert des Kunstwerks in einer Welt bereits existierender Bilder und reproduzierbarer ästhetischer Strukturen. Dies zeigt sich bereits in frühen Gemälden, in denen die Künstlerin vordergründig an die geometrische Formensprache des Konstruktivismus anknüpft, dabei jedoch Muster und Farben wählt, die zugleich auf Alltägliches wie Karo- oder Spitzenstoffe verweisen. Indem sie diese Vorbilder nicht als Readymade direkt in ihr Kunstwerk integriert, sondern malerisch auf die Leinwand überträgt, verschwimmt die scharfe Trennung zwischen Kunst, Kunsthandwerk und Design. Ähnlich verfährt Susanne Paesler dann um die Jahrtausendwende mit Werken berühmter Künstlerkollegen wie Lucio Fontana oder Jackson Pollock. Deren Handschrift eignet sie sich an und verwendet sie in ihren eigenen Gemälden wie zuvor die Stoffmuster, so zum Beispiel in der Arbeit „Gepixelte Gesten“ aus dem Jahr 2003. Ästhetische Kategorien wie das Authentische und das Subjektive als Inbegriff der Kunst werden hinterfragt und so zeigt Susanne Paesler die Malerei auf der Suche nach sich selbst. In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn Mit freundlicher Unterstützung der Galerie Barbara Weiss, Berlin

artist

Susanne Paesler 
SCHAUWERK Sindelfingen

SCHAUWERK SINDELFINGEN | Eschenbrünnlestraße 15/1
71065 Sindelfingen

Germany show map
show more
posted 10. Jan 2017

Francis Alÿs. Le temps du sommeil

18. Nov 2016 22. Jan 2017
opening: 17. Nov 2016 19:00
FRANCIS ALŸS Le temps du sommeil Eröffnung: Donnerstag, 17. November 2016, 19 Uhr Francis Alÿs ist für unauffällige Interventionen und perform ative Handlungen ebenso bekannt wie als Initiator und Koordinator großangelegter kollektiver Aktionen voll allegorischem Gehalt. Viele dieser Aktionen, sowohl die, welche den Künstler als Akteur zeigen, als auch die Massenaktionen, bei denen Alÿs als Perso n im Hintergrund bleibt, haben inzwischen Kultstatus erlangt. In Re -enactments (2000, Mexiko City) spazierte Alÿs mit einer geladenen Pistole durch die Stadt, bis er von einem Polizisten aufgehalten wurde, den er schließlich dazu überredete, die ganze Akti on zu wiederholen und auf Video aufzuzeichnen – daher der Titel Re- enactments. Der Prozess des Verhandelns und die Interaktion (mit dem Polizisten) sind charakteristisch für die Herangehensweise des Künstlers, dessen ortsspezifische Projekte sich über den Dialog mit Menschen mit den spezifischen lokalen und politischen Situationen befassen, diese aber als solche nie direkt ansprechen. When Faith Moves Mountains, 2002 in Lima, Peru, ausgeführt, war ein Projekt von fast biblischem Ausmaß: die Versetzung einer 500 Meter langen Sanddüne um zehn Zentimeter, ausgeführt von 500 Freiwilligen, reflektierte die aussichtslose Stimmung in einem Land, das von einer Diktatur beherrscht war, und wurde zu einer symbolischen Geste der Hoffnung. Im Zentrum der gleichnamigen Ausstellung in der Secession steht Le temps du sommeil (Die Zeit des Schlafes, 1996 –), ein Werk, das in seiner Subtilität und Unergründlichkeit paradigmatisch für das gesamte Oeuvre ist. Die kleinformatigen, auf Holz gemalten Bildwerke (11,5 x 15,5 cm) zei gen miniaturhafte Szenen und wirken häufig wie Momentaufnahmen einfacher Bewegungen und Tätigkeiten, die sich bei genauerem Hinsehen als ziemlich absurd herausstellen. Le temps du sommeil ist eine Serie von 111 Gemälden, die innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte entstanden, aber nicht abgeschlossen ist. Anstatt die Serie quantitativ zu erweitern, überarbeitet, verändert, ergänzt Alÿs die Bilder und mitunter übermalt er sie auch vollständig. Manche Tafeln bleiben über Jahre unberührt, andere unterliegen häufigeren Überarbeitungen. Seit der letzten Präsentation der Arbeit wurde rund ein Viertel der Bilder übermalt, allein 16 Bilder tragen einen Datumsstempel aus 2016. Einzig fotografische Dokumentationen geben Aufschluss über die Transformationen dieses Werkes, das sich gewissermaßen mit dem Künstler weiterentwickelt: Die Arbeit verdeutlicht einerseits die Beständigkeit und das Fundament, auf dem Alÿs’ künstlerische Arbeit ruht, andererseits veranschaulicht sie auch sich verändernde Interessen und die Verschiebung von Prioritäten. Die Bilder sind in jeder Weise anspruchsvoll: Das kleine Format entzieht sie dem schnellen Blick – sie fordern Zeit. Die BesucherInnen, die sich darauf einlassen, das lange Band von Bildern abzuschreiten, werden mit einem einzigar tigen Bilduniversum vertraut: Die meisten Darstellungen entstammen den Notizbüchern des Künstlers, dessen malerisches Werk seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit parallel zu den Aktionen und kollaborativen Großprojekten entsteht. Es zeichnet sich aus durch wiederkehrende oder ähnliche Charaktere, die wie die Figuren eines Romans immer wieder in Erscheinung treten. Auffallend sind seine mit Anzug bekleideten Protagonisten, die aus anderen Malereiserien als „the Liar“, „the Prophet“, „the Clown“ u.a. b ekannt sind und die entweder zuerst in Le temps du sommeil skizziert und von hier aus in weiteren Arbeiten entwickelt wurden oder umgekehrt. Die Stilfiguren von Spiegelung und Umkehrung finden sich bei Alÿs häufig, sowohl in seinen Texten als auch seinen B ildern. Le temps du sommeil ist Archiv, Fundus und Ideensammlung in einem. Die Verschränkung von Wort und Bild – häufig über die Titel der Arbeiten – ist ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Arbeit. Dass die Bilder der Serie gemeinsam mit Konzepttexten un d Ideen für Interventionen und Werke gezeigt werden, sollte nicht in die Irre führen. Die Texte sind nicht als Erläuterung zu den Bildern zu verstehen, sie treten vielmehr in einen Dialog und verweisen auf das komplizierte Verhältnis von visueller und verb aler Kommunikation – und das nicht ohne Humor. Im Grafischen Kabinett werden die Filme Paradox of Praxis 1 (Sometimes Making Something Leads to Nothing) (1997) und Paradox of Praxis 5, Ciudad Juárez, México (Sometimes we dream as we live and we live as we dream) (2013) gezeigt, die einen Bogen von seinem frühen Werk zu einer ganz neuen Videoarbeit schlagen. FRANCIS ALŸS Francis Alÿs, geboren 1959 in Belgien, lebt und arbeitet in Mexiko -Stadt. Einzelausstellungen (Auswahl) : 2016 Story of Negotiation , M useo Nacional de Bellas Artes, Havanna; 2015 Story of Negotiation , Malba, Buenos Aires, Argentina; Beyond the River. Afghan Projects 2010- 2014 , The Sergey Kuryokhin Centre for Contemporary Art, St. Petersburg, Russia; Hotel Juarez , Proyecto Siqueiros: Sala de Arte Público, Mexico City, Mexico; A Story of Negotiation , Museo Tamayo, Mexico City, Mexico 2014 Reel Unreel (Afghan Projects, 2010 -2014) , CCA Ujazdowski Castle, Warsaw, Poland; Reel -Unreel (Afghan Projects, 2010 -2014) , Madre, Naples, Italy; Fabiola, Museo de Arte Zapopan, Zapopan, Jalisco, Mexico; Seven Walks , Art Exchange, University of Essex, UK; 2012 Guards, University of Michigan, Museum of Art, Ann Arbor, US; 2011; A Story of Deception , The Museum of Modern Art, New York; BACA 2010 Biennial Award Contemporary Art , Bonnefanten Museum, Maastricht, Netherlands; A Story of Deception , Wiels, Brussels; A Story of Deception, Tate Modern, London, UK; Le Temps du Sommeil , Irish Museum of Modern Art, Dublin, Irland; 2009 Politics of Rehersal , Museo de Arte del Banco de la Republica, Bogota, Colombia; Fabiola , National Portrait Gallery, London; 2008 Bolero (Shoe Shine Blues) and Politics of Rehearsal , The Renaissance Society, Chicago, US; Gruppenausstellungen (Auswahl ): 2016 32nd São Paulo Biennial , São Pau lo, Brazil; While you are here , Museum of Fine Arts, Boston; Esma’/Listen , Beirut Art Center, Beirut, Lebanon; The Gap: Selected Abstract Art from Belgium , Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, Antwerp, Belgium; 2015 Saltwater , Istanbul Biennial, Istanbul, Turkey; The Revenge of the Common Place , Flemish Pavillon, 56th Venice Biennale , Venice, Italy; 2014 Zero Tolerance , MoMA PS1, Long Island City, New York, US ; Pure Water , Lentos Kunstmuseum Linz, Austria; Manifesta 10 , The State Hermitage Museum, St. Petersburg, Russia; Under the Same Sun: Art from Latin America Today , Solomon R. Guggenheim Museum, New York, US; 2013 América Latina 1960-2013 photographs , La Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris, France; The Floating Admiral , Palais de Tokyo, P aris, France; Fail Better , Hamburger Kunsthalle, Hamburg, Germany; 2012 Documenta 13 , Kassel, Germany; PUBLIKATION Francis Alÿs Le temps du sommeil 184 Seiten Details: Hardcover, 195x145 mm, dreiseitiger Farbschnitt Texte: Francis Alÿs, Catherine Lamper t 112 Abbildungen Secession 2016 Vertrieb: Revolver Verlag EURO 39,- Das Ausstellungsprogramm wird vom Vorstand der Secession zusammengestellt. Kuratorin: Bettina Spörr Ausstellungsgespräch Donnerstag, 17. November 2016, 18 Uhr Francis Alÿs im Gespräch mit Catherine Lampert Eine Veranstaltung der Freunde der Secession (in englischer Sprache)

artist

Francis Alÿs 

curator

Bettina Spörr 
Wiener Secession

Friedrichstraße 12
A-1010 Vienna

Austria show map
show more

posted 09. Jan 2017

House of Commons

03. Dec 2016 29. Jan 2017
Anfang Dezember zeigt der Portikus die Ausstellung House of Commons mit Werken von jungen aufstrebenden und international etablierten Künstlerinnen und Künstlern. House of Commons wird sich über ihre Laufzeit kontinuierlich verändern und versteht sich in diesem Sinne weniger als statische Gruppenausstellung, denn als dynamisches Projekt. Wöchentlich werden Kunstwerke hinzugefügt, ausgetauscht und neu arrangiert. Jede dieser Präsentationen wird durch Werkbesprechungen, Filmvorführungen und Performances erweitert. Den Auftakt bildet die Gegenüberstellung zweier Werke: Danh Vos Skulptur WE THE PEOPLE (2011), einer Eins-zu-eins-Replik der Freiheitsstatue, verteilt auf 225 Fragmente, von denen im Portikus ein Teil des Fußes zu sehen sein wird, sowie Passer en Angleterre, Accès terminal transmanche, Calais, juillet 2007, einer Fotografie von Bruno Serralongue, die den Moment des Wartens im Leben Geflüchteter an der französischen Küste festhält. Ausgehend von dieser dualen Präsentation wird die Ausstellung weiterwachsen und in ihren folgenden Kapiteln Fotografien, Malereien, Skulpturen und Videoarbeiten zeigen. House of Commons ist als Reaktion auf die politischen Ereignisse der vergangenen Monate in Europa und den Vereinigten Staaten entstanden. Begleitet von einem allgemeinen Stimmungswandel stellen Ereignisse wie das Brexit-Referendum und die Wahl Donald Trumps die Grundfeste demokratischen Denkens und Handelns in Frage und zeigen auf, wie wichtig die konstruktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten ist. Vor diesem Hintergrund werden in der Ausstellung sowohl künstlerische Arbeiten gezeigt, die sich explizit mit politischen oder sozialen Fragestellungen beschäftigen, als auch Werke, die auf abstrakter Ebene grundsätzliche Fragen der Kunst behandeln. So positioniert sich der Portikus mit House of Commons politisch, argumentiert aus der Kunst heraus und hebt mit der simplen Geste der Gegenüberstellung, die Wichtigkeit des Gesprächs und der Toleranz gegenüber unterschiedlichen Meinungen für das gemeinsame Zusammenleben hervor. Titelgebend für die Ausstellung ist die Architektur des Britischen Unterhauses, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Mitglieder der Mehrheitspartei den Vertretern der Opposition einander gegenübersitzen. Diese Idee, die erstmals 29 v. Chr. in der Curia Iulia des Römischen Senats umgesetzt wurde, greift der Frankfurter Architekt Paul Bauer auf und installiert im Portikus zwei einander gegenüberliegende Tribünen, die als Sitzgelegenheit und als Display für Kunstwerke gleichermaßen funktionieren. So spiegelt die Ausstellungsarchitektur die direkte Konfrontation zweier Positionen, Meinungen und Ansichten wider und schafft einen Raum, in dem Kunstwerke und Körper miteinander in Beziehung treten können. House of Commons versteht sich als eine Ausstellung, die ein Abbild aktuellen künstlerischen Schaffens skizziert und als eine Plattform der Auseinandersetzung, Konfrontation und kritischen Reflektion. Schließlich verweist der Portikus mit dieser Schau darauf, dass es heute wichtiger denn je ist, sich dem Betrachten, Zuhören, Hinterfragen und der offenen Diskussion zu widmen.
Portikus, Frankfurt

Alte Brücke 2 / Maininsel
60594 Frankfurt

Germany show map
show more

posted 08. Jan 2017

JANA STERBAK

03. Dec 2016 12. Feb 2017
opening: 02. Dec 2016 19:00
Eröffnung: Fr, 2. Dezember 2016, 19 Uhr Die Galerie im Taxispalais zeigt erstmals in Österreich eine umfassende Einzelpräsentation der tschechisch-kanadischen Künstlerin Jana Sterbak (*1955 in Prag, lebt und arbeitet in Montreal). Im facettenreichen OEuvre Sterbaks nimmt die Auseinandersetzung mit Körper und Identität, Materialität und Prozesshaftigkeit eine zentrale Rolle ein. In ihren skulpturalen, performativen, fotografischen und filmischen Werken stellt sie mittel- und unmittelbare Bezüge zu Konflikten des Menschen in der zeitgenössischen Gesellschaft her und lotet den Übergang von der Sphäre der Intimität zur Sphäre der Öffentlichkeit aus. Der Wahl des Materials kommt dabei entscheidende symbolische Bedeutung zu. Beispielhaft dafür steht Sterbaks viel diskutiertes Werk Vanitas: Flesh Dress For An Albino Anorectic (1987), für das sie Fleischstücke zu einem Kleid vernähte – eine eindringliche Metapher für körperliche, aber auch gesellschaftliche Prozesse. Die Ausgangsmaterialien ihrer Werke sind mit Alltagserfahrungen verknüpft und vermögen den Betrachter dadurch auf einer explizit persönlichen und empfindsamen Ebene zu erreichen. Zugleich schwingen in Sterbaks Arbeiten subversive und ironisch- humorvolle Anklänge mit, mittels derer sie gesellschaftliche Konventionen, Zwänge und Rollenklischees offenlegt. Kurator/innen: Beate Ermacora, Michael Krajewski In Kooperation mit Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

artist

Jana Sterbak 
Galerie im Taxispalais, Innsbruck

TAXISPALAIS - GALERIE DES LANDES TIROL | Maria-Theresien-Str. 45
A-6020 Innsbruck

Austria show map
show more
posted 07. Jan 2017

TIRIL HASSELKNIPPE – Station

03. Dec 2016 12. Feb 2017
opening: 02. Dec 2016 19:00
Remise TIRIL HASSELKNIPPE – Station Exhibition: 3 December 2016 – 12 February 2017 Press tour: 2 December 2016, 11 am Opening: 2 December 2016, 7 pm Artist talk IT’S NOT LATE IT’S EARLY #14: 7 December 2016, 7 pm On the occasion of her first institutional solo exhibition in Germany, the Norwegian artist Tiril Hasselknippe presents a site-specific installation that deals with the post apocalyptical vision of a survival station amidst a wayless desert landscape. The project’s formal and conceptual starting point is a research trip of the artist to the North American Mojave desert. In her examination of this isolated situation and the characteristic materials and surfaces on site she created an installation consisting of three sculptures, which hints at an interior space, which is not suggesting any explicit functions of the individual segments. Coated with a layer of concrete, the shapes of the individual sculptures melt into one joined ensemble, which is grouped around a kind of fire pit representing the basic archaic motive of human cohabitation. The overall assembly is carried by a visible wooden structure, which influences the spatial proportions and the perception of the observers within the exhibition space. By entering this stage-like setting, the observer unexpectedly advances to be a protagonist in an otherwise uninhabited scenario. The vast expense and the solitude of the desert panorama are juxtaposed by the seemingly domestic intimacy of the suggested shelter. This way the artist creates a place of retreat, which concisely captures in a nutshell the popular drop-out fantasies of a “Generation Angst” and other existing protectionist tendencies in societies. A newly developed film project is shown alongside the large-size concrete installation, thus casting a cinematically distorted gaze on the situation. Tiril Hasselknippe (*1984, Arendal, Norway) lives in Oslo. After her studies at Malmö Art Academy and Cooper Union School of Art, New York, her works have been presented in exhibitions at the Malmö Konsthall (2013), at the Kunstverein Dortmund, at Swimming Pool, Sofia and at Galeria Foksal, Warsaw (all in 2016). She regularly creates elaborate exterior sculptures and curates her own exhibitions.
show more

posted 06. Jan 2017

Robert RAUSCHENBERG. Salvage

14. Oct 2016 14. Jan 2017
opening: 20. Oct 2016 18:30
Paris Marais Robert RAUSCHENBERG. Salvage Opening: Thursday, October 20, 2016: 6.30-8.30pm Galerie Thaddaeus Ropac is pleased to present the first solo exhibition of American artist Robert Rauschenberg at their Marais gallery. The gallery has represented the artist’s estate since April 2015. The exhibition will showcase paintings from the Salvage series (1983-1985), the artist’s last series on canvas. Consisting of canvases painted and silkscreened with photographs either collected in magazines or taken by himself, Salvage recalls the topics and compositions of his iconic Silkscreen Paintings from the early sixties. Although they use commercial printing processes and focus on mass-media imagery, they remain expressionistic, painterly, and multipart in organization. Rauschenberg likes wordplay and the exact meaning of the title remains ambiguous. Historically borrowed from the lexicon of maritime terms, salvage designates the act of rescuing debris from a disaster like a shipwreck and, by extension, defines the act of collecting the rescued goods themselves. As such, the title teasingly recalls the artist’s longstanding use of found objects and images in his work. It also plays on the word selvage, which means a fabric edge intended to be cut off and discarded. In this specific case, it might refer to “salvaged” drop cloths that the artist used when silk-screening costumes for Set and Reset (1983), Trisha Brown’s choreographic piece he collaborated on, just before he started the series. Rauschenberg believed that painting related to “both art and life. Neither can be made. I try to act in the gap between the two” - as famously stated in 1959. Following from this belief, he created artworks that move between these realms, in constant dialogue with the viewers and the surrounding world, as well as with art history. Merging silkscreened photographs with gestural abstraction was a way to incorporate elements from reality into the field of painting. Considering the world as a gigantic painting, the process of cropping artfully from it and then clustering the actuality and materials of the real world in and onto his art remained his central project. Spanning a variety of themes, the Salvage series counts amongst his finest achievements. It presents recurrent motifs (bicycles, cars, farm animals and architectures) that reflect Rauschenberg’s renewed bond to photography in the early 1980s. His photographs signified a specific approach to the archaeology of the present times, which his paintings forcefully carry out to this day. A fully illustrated catalogue will accompany the exhibition with essays by Hervé Vanel and Mark Ormond. As Hervé Vanel explains in his essay: “What the Salvage series was attempting to rescue is not reducible merely to fragments of personal memory mingled with clever quotations. The series, to borrow something Rauschenberg said, keeps inviting ‘a constant change of focus and an examination of detail.’ It is essentially as if, whatever the cost, the vocabulary and the visual grammar should never be pinned down in a way that might make them easy to decode.” Born in 1925 in Port Arthur, Texas, USA, Robert Rauschenberg has been a major influence in the art world. Stepping away from defined models of practice towards new modes that integrated the signs, images, and materials of the everyday world, his quest for innovation was fuelled by his boundless curiosity and enthusiasm for new ways of working. Over the span of six decades, he worked in a wide range of mediums including painting, sculpture, prints, photography, and performance, always questioning the ways the deluge of images in modern media culture could be transmitted and transformed. In 1964, he became the first American artist to win the Golden Lion at the Venice Biennial. The exhibition of the Salvage series in Paris comes ahead of the first comprehensive retrospective of the artist to be organized since his death in 2008. Robert Rauschenberg will be on view at Tate Modern, London (30 November 2016–2 April 2017), the Museum of Modern Art, New York (21 May 2017–4 September 2017) and the San Francisco Museum of Modern Art (4 November 2017–25 March 2018).
show more
posted 05. Jan 2017

THE SHADOW OF COLOR

20. Dec 2016 22. Apr 2017
Works by four pioneering artists who, though active in different places and periods, developed similar visual languages, are brought together for the first time to shed new light on 20th-century abstract art. Otto Freundlich – theoretician, political activist, painter, and sculptor – belonged to the first generation of abstract artists, working alongside Braque and Picasso; Len Lye, a multi-disciplinary artist from New Zealand, was a pioneer of animated film-making; Brazilian painter and installation artist Lygia Clark created innovative interactive works; and Blinky Palermo was known for his “fabric paintings.” For all four, form, color, and shadow lay at the heart of their work, blurring the boundary between two-dimensional and three-dimensional art.

artists & participants

Lygia Clark,  Otto Freundlich,  Len Lye,  Blinky Palermo 

curator

Rita Kersting 
show more