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posted 25. Feb 2017

Taro Izumi. Pan

03. Feb 2017 08. May 2017
Taro Izumi. Pan 2017 SAM Art Projects resident Palais de Tokyo is presenting the first large-scale solo show in France by Taro Izumi (born in 1976 in Nara, lives in Tokyo). Taro Izumi constructs installations using ludic hypotheses as a source of forms, sculptures and murals which, often thanks to their absurdity, become unexpected items that thwart artistic and social customs. Curator: Jean de Loisy

artist

Taro Izumi 

curator

Jean de Loisy 
Palais de Tokyo, Paris

13, avenue du Président Wilson
F-75116 Paris

France show map
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posted 24. Feb 2017

Svenja Deininger. Echo of a Mirror Fragment

02. Feb 2017 26. Mar 2017
opening: 01. Feb 2017 19:00
Mit Svenja Deininger wird im Hauptraum der Secession eine Vertreterin österreichischer Malerei der jüngeren Generation präsentiert. Die 1974 in Wien geborene Künstlerin studierte zunächst in Münster beim Konzeptkünstler Timm Ulrichs, später Malerei bei Albert Oehlen in Düsseldorf. Charakteristisch für ihre Arbeiten, die zwischen Abstraktion und – zumindest angedeuteter – Gegenständlichkeit balancieren, ist zum einen ihre eigenwillige Bildkomposition, zum anderen der spezielle Bildaufbau, den die Künstlerin in mehreren Schichten anlegt. Die Arbeitsweise kommt ihrem Interesse entgegen, auf der flachen Leinwand Räumlichkeit oder eine gewisse Stofflichkeit zu behaupten, die stets in der Schwebe zwischen einem Konkretwerden und Unbestimmtsein bleibt. Deininger versteht Malerei als Prozess: ihre Bilder, an denen sie oft über lange Zeiträume arbeitet, betrachtet sie nicht als abgeschlossene Einheiten. Vielmehr dient ihr die Bildwerdung selbst zum Nachdenken und als gedankliche Weiterführung einer Form oder Komposition – das Imaginieren des zukünftigen Bildes und wie es in einem räumlichen Kontext steht, sind somit essenzielle Elemente des künstlerischen Prozesses. Wie an einem Text feilt die Künstlerin an der Sprache ihrer Kunst. Ihre Arbeiten versteht sie als Teile eines Systems, deren Beziehung zueinander es zu untersuchen gilt, wenn sie aufeinander treffen. Sie variiert wechselweise kleine und große Formate und erzeugt durch deren Kombination und Anordnung im Raum eine Spannung, die zusammen mit ihrer Formenpalette ein „Deiningersches Idiom“ ergeben. Durch das wechselweise Auf- und wieder Abtragen mehrerer Grundierungs- und Farbschichten erscheinen Formen und Linien unterschiedlich präsent auf der Bildoberfläche – das Davor und Dahinter scheint in ständiger Bewegung zu sein. In einem aufwändigen Arbeitsprozess entfernt oder reduziert die Künstlerin stellenweise die aufgetragene, trockene Farbe durch mehrmaliges Schleifen oder Abbeizen, um danach, deckend oder transluzent, neue Schichten an Farbe aufzutragen. In vielen Bildern bleiben Teile der Leinwand frei von Farbauftrag. So thematisiert Deininger den Malgrund selbst als kompositorisches Mittel, Farbe und Beschaffenheit des Textils kommen als Gestaltungselemente zum Tragen. In der gedeckten sowie reduzierten Farbpalette ist vor allem Weiß in vielen verschiedenen Schattierungen tonangebend, darüber hinaus sind leise Grau-, Grün- und Blautöne bestimmend. Feine Farbverläufe kontrastiert die Künstlerin mit betonten Linien und Rändern; dunkle, in Schatten getauchte Formen stellt sie neben strahlend-leuchtende Farbflächen.

artist

Svenja Deininger 

curator

Jeanette Pacher 
Wiener Secession

Friedrichstraße 12
A-1010 Vienna

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posted 23. Feb 2017

Markus Prachensky. Eine Hommage

18. Jan 2017 19. Mar 2017
„Schon sehr früh hatte ich die Vorstellung, Rot sei die Farbe meines Lebens“, Markus Prachensky (1932-2011). Strahlend, dynamisch und kontrastreich tanzen die roten Pinselstriche des österreichischen Künstlers durch dessen umfassendes Werk. Formal zwischen wilder Geste und ruhiger Komposition pendelnd, sind seine Arbeiten energiegeladen und gleichzeitig meditativ. Seit den 1950er-Jahren in der heimischen Kunstszene fest verankert, zählt Markus Prachensky heute zu den international renommiertesten österreichischen Künstlern. Mit einer Hommage zu seinem 85. Geburtstag vereint die Albertina prominente Arbeiten der eigenen Sammlung mit noch nie gezeigten Werken aus dem umfangreichen Nachlass des Künstlers. In dieser Ausstellung präsentiert die Albertina auch die großzügige Schenkung von vier wichtigen Gemälden – Schlüsselwerke im Schaffen Prachenskys – und eine Reihe an hervorragenden Zeichnungen. Die Ausstellung ist vom 18. Jänner bis 19. März 2017 zu sehen.
Albertina, Wien

Albertinaplatz 1
A-1010 Vienna

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posted 22. Feb 2017

Marcel Odenbach. Beweis zu nichts

05. Feb 2017 30. Apr 2017
Beweis zu nichts ist der Titel eines Gedichtes von Ingeborg Bachmann, in dem sie den Fortbestand der Opfer-Täter-Struktur in der deutschen Nachkriegsgesellschaft thematisiert. Mit Beweis zu nichts überschreibt Marcel Odenbach seine große Personale in der Kunsthalle Wien ebenso wie eine jüngst fertiggestellte Filmarbeit, die im Rahmen der Ausstellung ihre Premiere hat. Marcel Odenbach nimmt sich in diesem Film des Mahnmals im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald an, das, entworfen von Bertolt Brecht und Fritz Cremer, als Symbol für die Überwindung des Nationalsozialismus durch den Kommunismus steht. Odenbach geht der Frage nach, wie Erinnerung und Geschichte visualisiert, umgedeutet oder ideologisiert werden können. Der Film gleicht einer endlosen Fahrt ohne Anfang und Ende, die in Kreisbewegungen die Skulptur abtastet und in immer tiefere Ebenen vordringt, wobei Schichten von Dokumenten freigelegt werden und – assoziativ – das Innere nach außen gekehrt, die Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben und der Blick gleichermaßen auf das große Ganze wie auf Teilaspekte geheftet wird. Bereits in seinem Film Im Kreise drehen hat sich Odenbach mit einer Gedenkstätte beschäftigt, dem Mahnmal des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek im polnischen Lublin. Auch hier geht es um die Frage, wie das kollektive Gedächtnis materialisiert und dem Angedenken an die Opfer generationenübergreifend Ausdruck verliehen werden kann. In ihrer intensiven Auseinandersetzung mit der Problematik der Vergangenheitsbewältigung spiegeln Marcel Odenbachs Arbeiten den Nachhall des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart hinein, öffnen zugleich jedoch die spezifisch deutsche Fragestellung auf eine allgemeingültige Perspektive hin. Odenbach beobachtet unterschiedliche Kulturen und politische Konstellationen und lässt sie in sein Werk einfließen. Auch die Reflexion über das Vertraute und Fremde, die eigene Biografie und jene anderer sind wichtige Motive seines Werks, das gleichermaßen ästhetisch wie politisch argumentiert. Die Aktualität von Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Genozid und den Folgen von Kolonialismus unterstreichen weitere Arbeiten der Ausstellung: So zeigt die Videoinstallation In stillen Teichen lauern Krokodile, die den Genozid in Ruanda 1994 thematisiert, historisches Dokumentationsmaterial und Ausschnitte aus dem Filmarchiv der UNO, aber keine direkten Bilder des Verbrechens. Die Annäherung an ein Land, das einerseits die Mörder verurteilen, andererseits die Völker versöhnen muss, geschieht über alltägliche Szenen, die die Schönheit Ruandas zeigen: Bauern auf Bananenfeldern, Kühe auf grünen Wiesen, Regen, der auf paradiesische Hügellandschaften fällt. Allein auf der Tonspur ist die Hetzpropaganda aus dem Radio zu hören, die die Hutu aufforderte, die Tutsi zu ermorden. Die Videoinstallation selbst gibt kein Urteil zu dem Geschehen ab und liefert auch keinen Erklärungsversuch. Die stark suggestiven Bilder fordern den Beobachter vielmehr dazu auf, sich selbst eine Meinung zu bilden. Im Schiffbruch nicht schwimmen können thematisiert Migration und Flucht und die Motive, die hinter solch weitreichenden Entscheidungen stehen. Die Interviews, die diesem Film zugrunde liegen, erzählen von Heimweh, von Ängsten und den Erwartungen an die Zukunft. Die visuelle Ebene zeigt drei in Frankreich lebende Migranten im Louvre bei der Betrachtung des Gemäldes Das Floß der Medusa von Théodore Géricault. Das monumentale Gemälde symbolisiert ein Stück französischer Kolonialgeschichte und deren Scheitern. Die Fregatte Medusa war 1816 nach den Napoleonischen Kriegen von Frankreich entsandt worden um die Kolonie Senegal von den Briten zu übernehmen. Nachdem sie Schiffbruch erlitten hatte, brach unter der Besatzung ein unerbittlicher Kampf ums Überleben aus. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien stellt Videofilme und -installationen neben Collagen, in denen Odenbach das Montageprinzip des Films aufgreift und Mikro- und Makroansicht aufeinandertreffen lässt. Während die Makroansicht ein klar erkennbares Motiv präsentiert, zeigt die Detailansicht unzählige Einzelbilder, aus denen sich das Motiv wie bei einem Puzzle zusammenfügt. Das große, leicht zu erkennende Bild zeigt sich zuerst. Bei näherer Betrachtung zerfällt es jedoch in Fragmente, die dem großen Ganzen untergeordnet scheinen, letztlich jedoch eine eigenständige Erzählung entfalten. Aus der Spannung dieser beiden, häufig gegenläufigen Bilder entsteht ein Zwischenraum, der vom Publikum selbst mit seiner Sicht der Dinge gefüllt werden muss.

artist

Marcel Odenbach 
Kunsthalle Wien

KUNSTHALLE WIEN KARLSPLATZ | Treitlstraße 2
1040 Vienna

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posted 21. Feb 2017

Antonio Calderara

26. Jan 2017 26. Jan 2017
Vernissage: 10. Februar 2017 - 18:30 Uhr Der lombardische Maler Antonio Calderara (1903–1978), der in der italienischen Tradition zu arbeiten begann, entdeckte als reifer Künstler die Bildordnungen von George Seurat und Josef Albers. In ihrem Geist übertrug Calderara die gegenständliche Welt in strenge Kompositionen, in harmonisch gefügte geometrische Flächen. Nicht die Gegenüberstellung von Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit interessierte Calderara, sondern die Vorstellung, das an Ort und Zeit Gebundene, in den von Calderara “spazio mentale” genannten Bildraum zu übersetzen. Besonders in Süddeutschland und der Schweiz fand Calderara Sammler, und so wird die Ausstellung zu einem grossen Teil auf diese Werke zurückgreifen können. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museo d’arte della Svizzera italiana in Lugano.
Kunstmuseum Winterthur

Museumstrasse 52
CH-8400 Winterthur

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posted 20. Feb 2017

Jake and Dinos Chapman: In the Realm of the Senseless

10. Feb 2017 07. May 2017
On view from 10 February to 7 May 2017, Arter presents the first solo exhibition of Jake & Dinos Chapman in Turkey entitled "In the Realm of the Senseless". Curated by Nick Hackworth, the exhibition brings together a number of works from iconic series including "Hell", "The Chapman Family Collection" and "One Day You Will No Longer Be Loved", alongside new and rarely seen works. The show presents an overview of the Chapmans' virulently pessimistic art and thought. Deploying humour and a perverse semiotics to undercut and satirise many of the unthinking beliefs that animate contemporary culture, the Chapmans' is amongst the most challenging of contemporary art practices. The exhibition begins on the ground floor in spectacular fashion by uniting more works than have ever been shown together before from the Hell series, including the major piece, "The Sum of All Evil". Absurd, surreal and painstakingly detailed, the dioramas comprise of thousands of model Nazi soldiers engaged in scenes of orgiastic violence alongside other figures familiar from the Chapmans' visual universe, such as Hitler and Ronald McDonald. Since 2000 when the original "Hell" work was completed (it subsequently was burnt in a fire in a London art storage facility), the series has been controversial, being serially misread both as profoundly engaged war art and as a disgraceful trivialization of violence. As the artists point out it takes a certain degree of hysteria and myopia to attach such ponderous meanings to the work itself. Two other large works from the series, "Unhappy Feet" and "Altered Towers", complete the floor. Arter's first floor amounts to a pastiche of the idea of retrospective shows with its centrepiece "SHITROSPECTIVE" and the duo's first ever neon work, a new iteration of the brothers' first collaborative piece "We Are Artists",made in 1991. Demonstrating the artists' stated desire to create work of 'zero cultural value' and their tactic of repeatedly recycling the same content, "SHITROSPECTIVE" comprises of miniature versions of key works from their career, "Fuckfaces", "Sex", "Übermensch" and "Little Death Machine" – replicated in cardboard and mounted on pedestals. Known as one of the iconic works of the Chapmans, "Insult to Injury" from the series of "The Disasters of War" will also be hosted on the first floor of the exhibition. Besides, on show will be a collection of archival works from 1971–2013, including some rare Chapman juvenilia. Taking its cue from the Chapmans' recent show "Come and See" at The Serpentine Gallery, London, the curation of the top floor of the exhibition takes aim at the idealised 'white cube' gallery space and elegant, well-mannered exhibitions. Resembling a show put together from a ransacked storage room the floor will be chaotic and over-stuffed, filled with myriad 2-D and sculptural works. Curator: Nick Hackworth

curator

Nick Hackworth 
ARTER Istanbul

Istiklal Caddesi No: 211, Beyoglu
34433 Istanbul

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posted 19. Feb 2017

Anton Henning. 95 hypermanische Paraphrasen

19. Feb 2017 17. Apr 2017
opening: 19. Feb 2017 11:00
Anton Henning, geb. 1964 in Berlin, ist durch zahlreiche Einzelausstellungen in deutschsprachigen Raum und im europäischen Ausland bekannt geworden. Er ist Maler, überschreitet aber das Genre durch ausladende Rauminstallationen. Durch die Innengestaltung des Restaurants im Bahnhof Rolandseck beim Arp Museum hat er seinen malerischen Ansatz in Richtung Innenarchitektur erweitert. Weiterhin erweitert er sein Werk durch plastische Konzepte. Zitat und Ironie spielen in seinem Werk eine wichtige Rolle. Sein Ansatz ist gegenständlich aber er lässt sich auch auf das Ornament als gestalterischem Prinzip ein, wobei er auch den Anflug von Kitsch zulässt. Für die Kunsthalle Recklinghausen plant Henning eine Ausstellung, die dem Porträt gewidmet ist. Dabei haben nicht nur Personen sondern auch „Dinge“ Porträtcharakter. Eröffnung am Sonntag, dem 19. Februar 2017 um 11 Uhr in der Kunsthalle Recklinghausen. Der Künstler wird anwesend sein. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Werken und Installationsaufnahmen aus der Ausstellung in der Kunsthalle Recklinghausen.

artist

Anton Henning 
Kunsthalle Recklinghausen

Große-Perdekamp-Str. 25-27
45657 Recklinghausen

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posted 18. Feb 2017

In die dritte Dimension. Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart

15. Feb 2017 14. May 2017
Frankfurt am Main, 19. Januar 2017. Mit einer Ausstellung über die Darstellung von Raumkonzepten in Zeichnung und Druckgrafik startet das Städel Museum ins Ausstellungsjahr 2017. Vom 15. Februar bis 14. Mai zeigt das Frankfurter Museum „In die dritte Dimension. Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart“ in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung. Die Schau geht der Frage nach, wie Raum bildende und Orientierung stiftende Merkmale wie Grenzen, Form und Volumen, Innen und Außen in Zeichnung und Druckgrafik, also in der Fläche, dargestellt werden. Sie setzt bei den geometrischen Kompositionen von El Lissitzky und László Moholy-Nagy aus dem Jahr 1923 an und führt bis zu Druckgrafiken der gegenwärtigen Konzeptkunst. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten von insgesamt 13 Künstlern, darunter Lucio Fontana, Eduardo Chillida, Sol LeWitt, Blinky Palermo, James Turrell und Michael Riedel. Lithografien mit konstruktivistischen Perspektivdarstellungen treffen auf in den Raum drängende Prägedrucke. Schlitzungen, die imaginative Räume eröffnen, werden Entwürfen für Wandarbeiten gegenübergestellt. Dreidimensionalität suggerierende Druckgrafiken von Künstlern der Minimal Art, der Raum- und Lichtkunst begegnen Kreidezeichnungen, Faltungen und Collagen von Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Es sind keine vorbereitenden Skizzen oder nachträglich angefertigte Dokumentationen, die hier gezeigt werden, sondern eigenständige Werke, in denen die Künstler ihre Raumkonzepte unter den formalen Bedingungen druckgrafischer und zeichnerischer Techniken fortgeführt haben. Die Ausstellung versammelt bedeutende Blätter aus der Graphischen Sammlung des Städel Museums, ausgewählte Werke der Sammlung Deutsche Bank im Städel Museum, Dauerleihgaben der Commerzbank AG, Frankfurt am Main und Leihgaben aus Privatbesitz. „Viele bedeutende Künstler haben sich mit dem Thema Raum und Dreidimensionalität auf dem zweidimensionalen Medium Papier auseinandergesetzt. Dass wir diese Ausstellung nahezu vollständig aus den eigenen Beständen heraus konzipieren konnten, zeigt, wie hochkarätig unsere Graphische Sammlung bestückt ist“, so Städel Direktor Dr. Philipp Demandt. „Wenn man genau hinschaut, dann liegen in den Schubladen unserer Graphischen Sammlung einige Skulpturen“, konstatiert die Kuratorin der Ausstellung, Jenny Graser. „Viele Künstler haben im 20. Jahrhundert die Grenzen zwischen den Medien hinterfragt. Die Differenzen zwischen Skulptur, Zeichnung und Druckgrafik wurden aufgeweicht.“ In sieben Kapiteln präsentiert die Sonderausstellung ganz unterschiedliche Ansätze in der Darstellung von Räumlichkeit auf dem Papier und zeigt dabei Differenzen wie auch über Jahrzehnte hinweg bestehende gemeinsame Anknüpfungspunkte der einzelnen künstlerischen Positionen auf. Am Ausgangspunkt der Ausstellung steht die von Martin Heidegger (1889–1976) in seiner Schrift Die Kunst und der Raum (1969) gestellte Frage nach dem Unterschied zwischen einer künstlerischen Erkundung des Raumes und einer auf mathematischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten beruhenden Erforschung von Raum. Gleich im ersten Kapitel der Präsentation werden etablierte Vorstellungen von Raum aufgebrochen. Den Auftakt bilden zwei Mappenwerke des russischen Avantgardisten El Lissitzky (1890–1941) und des ungarischen Künstlers und Bauhaus-Lehrers László Moholy-Nagy (1895–1946), in denen utopische Raumkonzepte vorgestellt werden. Lissitzky hat in den 1920er-Jahren das Modell eines idealen und universellen Raums entwickelt, der sich einer auf mathematischen Gesetzen beruhenden Messbarkeit entzieht. Dieser Raum weist keine Grenzen auf, er ist offen, unabgeschlossen. Die Charakteristika dieses Raumgefüges lassen sich in Lissitzkys Grafikmappe Proun (1923) nachvollziehen. Zur selben Zeit fertigte auch Moholy-Nagy ein druckgrafisches Mappenwerk an. Er widmete sich allerdings dem Phänomen Licht. Seine Auseinandersetzung mit dem Facettenreichtum transparenter Wirkungen fand Ausdruck in der sechs Lithografien umfassenden Mappe Konstellationen (1923). Das Medium der Lithografie mit seinem Reichtum an Schattierungen und feinsten Tonalitäten ermöglichte es dem Maler, die Untersuchung von Transparenzen in einer für ihn neuen Technik fortzuführen. Das zweite Kapitel der Ausstellung widmet sich dem in Cotta bei Dresden geborenen Künstler Hermann Glöckner (1889–1987). Ein scheinbar simpler konstruktiver Akt, das Falten, beschreibt die Arbeitsweise, die sein gesamtes Schaffen prägte. In seiner Reihe der 3 Phasen (1980) schuf er Formen, indem er ein Blatt Papier mehrmals knickte und die so entstandenen Flächen mit Farbe bestrich. Glöckner untersuchte aus Flächen gestaltete dreidimensionale Gebilde nicht allein auf Papier und Leinwand, sondern ebenfalls anhand von Plastiken, wie das Werk Ein Paar symmetrischer Körper aus gefalteten Elementen (1968) veranschaulicht. Die von den ersten beiden Kapiteln der Ausstellung vorbereiteten konstruktivistischen Ansätze finden ihre Fortsetzung in den linearen Konstruktionen des deutschen Bildhauers Norbert Kricke (1922–1984) und des amerikanischen Künstlers Fred Sandback (1943–2003). In seinen Zeichnungen erkundete Kricke die freie Bewegung der Linie im Raum. Die für das Medium der Zeichnung charakteristische Erscheinungsform der Linie überführte er auch in seine aus Stahldraht gebogenen Plastiken. Fred Sandback gelangte auf der Suche nach einem skulpturalen Körper ohne feste Masse, ohne Inneres, ebenfalls zur Linie. In seiner ersten Plastik zog er 1967 mit Stahldraht und Gummischnüren die Umrisse eines plastischen Körpers nach und reduzierte diesen auf seine grafische Substanz. Noch im selben Jahr weitete er seine Skulpturen auf Wände und Decken aus, wo er mit Schnüren verschiedenste Varianten von U-Formen, Diagonalen, Rechtecken, Dreiecken, Trapezoiden und Polygonen spannte. Das serielle Prinzip und die Vielfalt an Modulen führt uns der Künstler in der Mappe Twenty-two Constructions from 1967 (1986) vor Augen. Die klare Formensprache geometrischer Figuren sowie das serielle Prinzip der Minimal Art findet im nächsten Kapitel seine Fortsetzung. Hier werden Druckgrafiken von Sol LeWitt (1928–2007) und James Turrell (*1943) präsentiert, die vor allem durch den Einsatz von Farben und Helligkeitsabstufungen die Wirkung dreidimensionaler Körper hervorrufen. Seine Experimente mit Raster- und Raumstrukturen führte LeWitt unter anderem in nahezu 300 druckgrafischen Projekten durch. Seit 1982 widmete sich der Künstler vorrangig Darstellungen dreidimensionaler Formen, wovon auch die fünf Linolschnitte der Serie Distorted Cubes (A–E) aus dem Jahr 2001 zeugen. Die dreidimensionale Wirkung der hier dargestellten verzerrten Würfel wird allein durch die Wirkkraft der Farbe erreicht. Ausschließlich mit projiziertem Licht untersucht der amerikanische Künstler James Turrell seit Mitte der 1960er-Jahre die illusionistische Dreidimensionalität geometrischer Körper. Die Aquatinta-Serie Still Light (1990–1991) geht auf Turrells Projection Pieces aus den Jahren 1966 bis 1967 zurück, bei denen Licht in Form von geometrischen Körpern auf Ecken abgedunkelter Räume geworfen wurde. Je nach Betrachterstandpunkt wurde der Eindruck eines grell leuchtenden Objekts, mal auf dem Boden aufsetzend, mal schwebend, erzeugt. Die vier ausgestellten Druckgrafiken greifen jeweils eine abstrakte Form der Projection Pieces auf: Dreieck, Würfel, Trapez und Balken. An die raumkonstituierende Wirkung von Licht und Farbe knüpft das fünfte Kapitel der Ausstellung an. Wie einst Moholy-Nagy, so begann auch Blinky Palermo (1943–1977) die räumliche Wirkung transparenter, geschichteter Farb-Formen zu untersuchen. Während Palermos Drucke auf feinen, durchlässigen Farbschichten beruhen, sind die abstrakten Formen der Siebdruck-Reihe Rot Gelb Blau seines Freundes Imi Knoebel (*1940) in dicken, opaken Farbschichten gedruckt. Die glatten Farbflächen stehen auf dem Papier und bringen ein Relief aus übereinander gelagerten, konkaven und konvexen Formen hervor, das die dreidimensionalen Schichtungen der Wandarbeiten Knoebels auf die Fläche überträgt. Die plastischen Qualitäten von Radierungen gelangen in den Prägedrucken des italienischen Bildhauers Giò Pomodoro (1930–2002) und des in Argentinien geborenen Künstlers Lucio Fontana (1899–1968) vollends zum Ausdruck. Hohe Wölbungen und tiefe Furchen durchziehen die Druckgrafiken Pomodoros, die an Gebirge und Gesteinsformationen erinnern. Dicke Farbkrusten kennzeichnen die Reliefs der Radierungen Lucio Fontanas aus dem Jahr 1964. Die Papierarbeiten der beiden Künstler weichen die scharfe Trennung von Skulptur und Grafik auf, indem sie mit Volumen, Höhen und Tiefen spielen. Kombiniert werden die Prägedrucke mit Werken des in Rüsselsheim geborenen Künstlers Michael Riedel (*1972), dessen raumbezogene Arbeiten nahezu sämtliche Medien umfassen, darunter Zeichnungen auf Transparentpapier, Wandbehänge aus Stoff und ganze Räume vereinnahmende Schriftbilder. Den Höhepunkt der Ausstellung bildet das letzte Kapitel, das dem spanischen Bildhauer Eduardo Chillida (1924–2002) und seinem künstlerischen wie philosophischen Austausch mit Martin Heidegger (1889–1976) gewidmet ist. Besondere Berühmtheit erlangte das Buch Die Kunst und der Raum (1969), in dem Chillida einen Text von Martin Heidegger mit Collagen versah. Diese Collagen versinnbildlichen Chillidas in der zweiten und dritten Dimension formuliertes Raumkonzept: Raumüberschreitungen und -verschränkungen, Relationen zwischen Volumen und Formen, Zerstückelung und Dynamik, die Leere als raumbildendes Material. Das Buch wird von einer Schallplatte begleitet, die den eingesprochenen Text Martin Heideggers wiedergibt. In der Ausstellung wird diese Aufnahme für die Besucher in einer Hörstation präsentiert. IN DIE DRITTE DIMENSION. RAUMKONZEPTE AUF PAPIER VOM BAUHAUS BIS ZUR GEGENWART Kuratorin: Jenny Graser (Städel Museum) Ausstellungsdauer: 15. Februar 2017 bis 14. Mai 2017
Städel

Dürerstr. 2
60596 Frankfurt

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posted 17. Feb 2017

Abstract Expressionism

03. Feb 2017 04. Jun 2017
Exhibition organized by the Royal Academy of Arts, London, with the collaboration of the Guggenheim Museum Bilbao. Curators: David Anfam, Edith Devaney, and Lucía Agirre. The Guggenheim Museum Bilbao presents Abstract Expressionism, an ambitious selection of works by the artists who spearheaded a major shift and new apogee in painting in New York which began in the 1940s. Jackson Pollock, Mark Rothko, Willem de Kooning, Robert Motherwell, David Smith, and Clyfford Still are just some of the artists in the show, which brings together more than 130 paintings, drawings, sculptures, and photographs from public and private collections all over the world. This exhibition sheds new light on Abstract Expressionism, a diverse, complex, and multifaceted phenomenon which is often erroneously viewed as a unified whole. The presentation in Bilbao has been made possible thanks to the generous sponsorship of Fundación BBVA, and with support from the Terra Foundation for American Art. Back in the years of free jazz and the poetry of the Beat generation, with the Second World War as the backdrop, a group of artists broke with the established conventions and ushered in a movement which was born of a shared artistic and life experience, even though they each had their own style. Unlike the Cubism and Surrealism which predated it, Abstract Expressionism refuses to be bound by any formula and is instead a celebration of individual diversity and freedom of expression. Characteristics of this movement include works on a colossal scale which are sometimes intense, spontaneous, and extraordinarily expressive, while other times they are more contemplative through the use of vast color fields. These creations redefined the nature of painting and aspired not only to be admired from afar but also to be enjoyed in two-way encounters between the artist and the viewer. Just as the artists express their emotions and convey the sense that these emotions are brought into the work, the viewer’s perception is the last step in this interaction. Thus, “Abstract painting is abstract. If confronts you,” as Jackson Pollock stated in 1950. Furthermore, the intensity of this encounter could be further accentuated by the way the works are displayed, as exemplified in the Rothko Chapel in Houston.
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posted 16. Feb 2017

PHILIPPE PARRENO: A TIME COLOURED SPACE

03. Feb 2017 07. May 2017
opening: 03. Feb 2017 22:00
Opening: February 3, 10pm The Serralves Museum of Contemporary Art presents A TIME COLOURED SPACE, a major exhibition by French artist Philippe Parreno, his first in Portugal. Curated by the Director of the museum, Suzanne Cotter, the exhibition will span thirteen rooms, across two floors, occupying the museum's entire building. The exhibition is structured on the mathematical model of the fugue, and conceived around the idea of the counterpoint, or ritournelle, a principle, whereby a particular passage is repeated at regular interludes within a musical arrangement to create compositional meaning. Governed by a similar method, A "Time Coloured Space" is determined not by its ‘objects’, but by the regularity and rhythm of their appearance, featuring some of Parreno’s most emblematic work dating back to the 1990s. Throughout his practice, Parreno has redefined the exhibition experience by exploring its possibilities as a coherent ‘object’ and a medium in its own right, rather than as a collection of individual works. To this end, he conceives his exhibitions as a scripted space in which a series of events unfold. Placed within the philosophical framework of Giles Deleuze’s Difference and Repetition (1968), each of the exhibition’s thirteen rooms is a recurrence of the last, differentiated only by variations in colour andarrangement. By introducing these recurring variables, Parreno takes the Ritournelle principle beyond its musical understanding to what Deleuze described as ‘a repetition of the different’. As the past and the future are inscribed into the present, the exhibition becomes an automaton, a factory in which to engineer these variables, and a form of imitation becomes a new invention. Among the works included are Parreno’s Speech Bubbles (1997 and ongoing), helium-filled balloons in the shape of cartoon speech bubbles. Empty of words, they congregate and hover on the ceiling of the space they inhabit. Also returning is Fraught Times: For Eleven Months of the Year it’s an Artwork and then December it’s Christmas (2008-2016), an ongoing series of aluminium sculptures cast as snow-covered Christmas trees. More than 180 of Parreno’s ink drawings, created between 2012 and 2015, will also be on display. The drawings form the basis of the filmic animation: With a Rhythmic Instinction to be Able to Travel Beyond Existing Forces of Life (2016), a perpetual Danse Macabre controlled by an organic cellular system that will be projected in the Serralves Auditorium as a Cinéma en Permanence.

artist

Philippe Parreno 
Serralves Museum of Contemporary Art, Porto

Rua D. Joao de Castro, 210
4150-417 Porto

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posted 15. Feb 2017

Josef Strau. Invitation Epiphany

11. Feb 2017 30. Apr 2017
opening: 10. Feb 2017 19:00
Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Josef Strau ein facettenreiches Werk, das auf dem geschriebenen Wort beruht und von wiederholten Rollenwandeln geprägt ist. Er schrieb über Kunst in Fachzeitschriften, verfasste Pressemitteilungen oder Katalogbeiträge für befreundete Künstler, organisierte Ausstellungen. Als Initiator des berüchtigten Projektraums Galerie Meerrettich in Berlin realisierte er zahlreiche gemeinschaftliche Projekte. In seinen Arbeiten untersucht Josef Strau verschiedene Konzepte von Textproduktion und ihren unmittelbaren Werkbezug. Frei den Gedankenströmen folgend, bilden seine Texte „narrative Räume“. Auf Plakate gedruckt, kommentieren die biografisch angelegten Erzählungen sowohl Kunstproduktion als auch das Schreiben selbst. Ungeachtet des genutzten Mediums entwickeln sich seine Werke aus den Schriftstücken heraus, als deren Display sie dienen. An diese Methode knüpft der Künstler auch in Bremen an und nutzt das Format der Retrospektive, um anhand einer breiten Auswahl an Textpostern einen Überblick über seine kontinuierliche Textarbeit zu vermitteln. Die Präsentation verknüpft er mit einer zweiten, die neu entstandene und von byzantinischer Ikonenmalerei inspirierte Werke zeigt. Josef Straus Arbeiten wurden vielfach international ausgestellt u.a. bei der Secession, Wien, The Renaissance Society, Chicago, Arnolfini, Bristol, Stedelijk Docking Station, Amsterdam oder Malmö Konsthall. Invitation Epiphany ist seine erste Einzelpräsentation in einer deutschen Institution. Die Ausstellung ist kuratiert von Gergana Todorova. Nächste Veranstaltungen / Upcoming Events: Donnerstag, 16. Februar 2017, 18 Uhr: Führung mit Gergana Todorova Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr: Künstlergespräch mit Josef Strau Sonntag, 23. April 2017, 14 Uhr: Führung mit Fanny Gonella

artist

Josef Strau 
Künstlerhaus Bremen

KÜNSTLERHAUS BREMEN | Am Deich 68/69
28199 Bremen

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posted 14. Feb 2017

Isabel Albrecht

10. Feb 2017 16. Apr 2017
opening: 09. Feb 2017 19:00
Eröffnung: 9. Februar 2017, 19 Uhr Ausstellung: 10. February - 16. April 2017 Isabel Albrechts künstlerische Arbeiten zeichnen sich insbesondere durch ihren Umgang mit Linien aus. Rasterartig und einem bestimmten Muster folgend variieren die Linien in ihren seriellen Arbeiten in Anzahl, Dicke und Auftrag. Innerhalb des künstlerischen Prozesses werden die zuvor durch die Künstlerin gesetzten Parameter in einem präzisen, sich wiederholenden Auftrag auf den Bildträger übertragen. Albrechts Zeichnungen deuten auf eine intensive Auseinandersetzung mit Systemen, Mustern und Wiederholung hin. Durch ihren Umgang mit Farbe und Linien entstehen Bilder, die durch einen Farbverlauf gekennzeichnet sind, der die Werke teils dreidimensional erscheinen lässt. Gleichzeitig suggerieren ihre Zeichnungen eine potentiell bis ins Unendliche weiterführbare Aneinanderreihung der Linien. basis e.V. zeigt einen umfassenden Überblick von den frühen Arbeiten bis hin zu dem Spätwerk der 2013 verstorbenen Künstlerin, die mehrere Jahre in einem der basis Ateliers gearbeitet hat.

artist

Isabel Albrecht 

curator

Felix Ruhöfer 
basis, Frankfurt

BASIS | Gutleutstrasse 8-12
60329 Frankfurt

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posted 13. Feb 2017

JUDITH HOPF: UP

02. Feb 2017 25. Mar 2017
opening: 01. Feb 2017 19:00
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posted 12. Feb 2017

the wet wet wanderer. Laure Prouvost

27. Jan 2017 02. Apr 2017
opening: 26. Jan 2017 17:00
Opening Thursday 26 January, 5pm —Curators Natasha Hoare "When I double speak, laughing and vomiting by the swing-bridge, then my language exits through a trapdoor." the wet wet wanderer is a new work by Laure Prouvost developed from a sequence selected from the seven part feature-length film The Wanderer (2012). The latter mis-translates fellow artist Rory Macbeth’s mistranslation of a Kafka novella from German with no knowledge of the language or a dictionary. In the ‘wet sequence’ section of the film we follow the progress of Gregor, a tortured writer daubing paper with squid ink; a novel in the making, a mind unraveling, time stalled, distended, and looping. Prouvost’s installation transforms the ground floor of Witte de With into a sodden sub-aqueous bar, laced with squid ink and dotted with vodka fountains. Plays of projected light cast over objects intensify intoxicatedly as day moves to night. Combining sculpture, video and sound, the form of a mundane high street commercial space is defamiliarized and shot through with a Kafkaesque narrative overlay that metamorphoses literature into space, film into sculpture. Here language is as slippery as a squid, function as deceitful as fiction. the wet wet wanderer follows previous works in Prouvost’s oeuvre in building an immersive installation with which to frame audio and film works. These set an encompassing mood and wrong-foot interpretation, seducing and provoking the viewer to become an active part of the fictions she concocts. Here, wetness is the central theme in a melancholic and visceral space of rain, water, fish tanks and the body of the squid. In our protagonist Gregor the trope of the tortured alcoholic writer and doomed lover is absurdly magnified to melodramatic proportions. The figure of the squid, a primordial creature that simultaneously embodies both pulpy disgust and aquiline beauty; twin bodily affects engendered by the work. The squid has long been a fascination to Prouvost as a creature whose highly developed consciousness precedes our own by millions of years; here the sea as the birthplace of the mind cues the complexity of the act of creation. Para | Fictions the wet wet wanderer is presented as part of Para | Fictions, a cycle of sustained investigations taking as its focus the relationship between literature and visual art through the practice of ten artists; Daniel Dewar & Grégory Gicquel, Calla Henkel & Max Pitegoff, Mark Geffriaud, Laure Prouvost, Oscar Santillan, Dineo Seshee Bopape, Lucy Skaer and Rayyane Tabet. Each project on display presents a different artistic methodology, constituting a combination of each artist's visual interests and literary underpinnings, to seek the viability of repositioning ‘reference’ as ‘form’, ‘translation’ as ‘co-authorship’.

artist

Laure Prouvost 

curator

Natasha Hoare 
Witte de With, Rotterdam

WITTE DE WITH CENTER FOR CONTEMPORARY ART | Witte de Withstraat 50
NL-3012BR Rotterdam

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posted 11. Feb 2017

Mad About Surrealism - Dalí, Ernst, Magritte, Miró...

11. Feb 2017 28. May 2017
Museum Boijmans Van Beuningen is proud to present Mad About Surrealism, an unprecedented survey of the Surrealist movement with masterpieces from four famous European collections. The majority of the works have rarely or never been exhibited publicly and will disappear behind closed doors again at the end of May 2017. Museum Boijmans Van Beuningen’s spring 2017 exhibition explores the magical world of Surrealism. In partnership with renowned museums in Edinburgh and Hamburg, the museum is showing how artists such as Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte and Joan Miró used their passion and imagination to subvert everyday reality. The 200 artworks and 150 archival documents in the exhibition are from four superb private collections, which have been brought together for the first time. This internationally travelling exhibition was developed in close collaboration with two renowned international art museums: the Scottish National Gallery of Modern Art in Edinburgh and the Hamburger Kunsthalle. Artists in the exhibition Eileen Agar, Jean Arp, Hans Bellmer, André Breton, Leonora Carrington, Giorgio de Chirico, Salvador Dalí, Paul Delvaux, Marcel Duchamp, Paul Éluard, Max Ernst, Leonor Fini, Alberto Giacometti, Hannah Höch, Georges Hugnet, Valentine Hugo, Edward James, René Magritte, Man Ray, André Masson, Joan Miró, Henry Moore, Paul Nash, Roland Penrose, Francis Picabia, Pablo Picasso, Kurt Schwitters, Yves Tanguy, Dorothea Tanning.
Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam

Museumpark 18-20
3015 CX Rotterdam

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posted 10. Feb 2017

ZAO/standardarchitecture

11. Feb 2017 17. Apr 2017
opening: 10. Feb 2017 19:00
ERÖFFNUNG: FREITAG, 10. Februar, 19 UHR ARCHITEKTENGESPRÄCH: SAMSTAG, 11. Februar, 15 UHR In der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellungsreihe »Baukunst« zeigt der Bielefelder Kunstverein mit ZAO/standardarchitecture einen wichtigen Vertreter der chinesischen Architekturszene. Das Büro wurde im Jahr 2001 von Zhang Ke gegründet und ist inzwischen wegweisend in den Bereichen Architektur, Landschaftsgestaltung, Planung und Produktdesign tätig. Mit einem breiten Spektrum realisierter Projekte wie dem Novartis Campus Gebäude in Shanghai, den Umbauten enger Hutong-Wohnhöfe in Peking und touristischen Gebäuden in Tibet, hat sich ZAO/standardarchitecture zu einem kritischen und zu einem der innovativsten Protagonisten in der neuen Generation chinesischer ArchitektInnen entwickelt. Ihre Arbeit bildet einen Kontrapunkt zum asiatischen Hochgeschwindigkeitsurbanismus. Das sichtbare Interesse an der umgebenden Landschaft drückt sich auch in der Verwendung ortsüblicher Materialien und sozialen Anspruch der räumlichen Interventionen aus. Neben internationalen Ausstellungsbeteiligungen wie der Architekturbiennale Venedig in 2016, wurden Arbeiten und Essays von Zhang Ke weitreichend in Fachmagazinen und Verlagen publiziert. ZAO/standardarchitecture erhielt bereits zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie zuletzt den Aga Khan Preis für Architektur 2016. ZAO/standardarchitecture wurde im Jahr 2001 von Zhang Ke gegründet. Das Portfolio des chinesischen Architekturbüros umfasst sehr unterschiedliche Gebäudetypen, darunter öffentliche Institutionen wie auch Wohngebäude, sogenannte Hutongs. Weitere Bauprojekte sind u.a. das Novartis Campus-Gebäude in Shanghai (2016), das Yarlung Tsangpo River Hostel in Tibet (2015), Narmchabarwa Besuchszentrum in Tibet (2012), das Yaluntzangbu Boots-Terminal in Tibet (2008). Sie wurden weitreichend in Casabella, Detail, Bauwelt, WA, a+u, T+A, Mark, Frame, C3, Domus, Interni, Area, Topos, Architecture Record und dem Harvard Design Magazine publiziert. In den letzten Jahren war das Büro zudem an Ausstellungen im MAK Museum Wien (AT, 2013), im Deutschen Architektur Zentrum Berlin (D, 2010), im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (D, 2009) beteiligt. Kuratoren: Thomas Thiel und Andreas Wannenmacher Zur Ausstellung erscheint eine 28-seitige Broschüre (Deutsch-Englisch). Ausstellung in Kooperation mit: BDA

artists & participants

Zhang Ke,  ZAO/standardarchitecture  
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posted 09. Feb 2017

Judy Radul

10. Feb 2017 30. Apr 2017
With the king, the door, the thief, the window, the stranger, the camera, Judy Radul transforms Witte de With’s exhibition spaces into a dynamic set for live image production. Radul sets out to explore the poetic and social agency of doors, windows, entrances, and exits by means of her multi-camera, live-feed “present system” – the backbone of the exhibition. Cameras become agents that steer the visitor’s behavior; architecture is performed through multiple points of view. the king, the door, the thief, the window, the stranger, the camera creates an architecture of the lens where the portals and vistas, the apertures of Witte de With’s exhibition floor, are brought to the fore as reality-producing media. At the heart of the exhibition lies a publication edited and designed by Radul, in which she compiles visual references and other source material including art historical imagery, architectural sketches, and selected texts from poets and philosophers such as Francis Ponge and Georg Simmel. This book is presented on a custom automated page turner with a camera installed above it, panning and zooming, “reading” through the images and text, while playing back the live footage on screens in separate rooms. As such, both the content of the book and the exhibition as a whole unfold through lens-based representations and spacializations. About Judy Radul Judy Radul’s (1962, CA) interdisciplinary practice revolves around the question of how we as social beings understand our relation to the material world through the visual. Her conceptualist and absurdist sensibility treats the white cube as a staging ground in which her work stands at the intersection of language, objects and bodies in space. Her work explores these contradictions, working across media and technologies as well as critical texts. Recent exhibitions include Judy Radul: Closeup, The Breakdown, Agnes Etherington Art Centre, Kingston (2015) and Home Work, Open Forum, Berlin (2015), 8th Berlin Biennale (2014) and the Nicaragua Biennale X (2016). In 2017 she takes part in Contour Biennale 8, Mechelen.

artist

Judy Radul 

curator

Samuel Saelemakers 
Witte de With, Rotterdam

WITTE DE WITH CENTER FOR CONTEMPORARY ART | Witte de Withstraat 50
NL-3012BR Rotterdam

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posted 08. Feb 2017

Art Rotterdam 2017

09. Feb 2017 12. Feb 2017
Welcome to Art Rotterdam 2017 The 18th edition of Art Rotterdam will once again immerse you for four days into the newest developments in contemporary art. Its focus on young art, its variety of the different sections, the connection with the city Rotterdam and the historic location have given Art Rotterdam its unique identity. For an increasing number of art lovers, Art Rotterdam is the attractive alternative within the international field of art fairs and attracts more visitors, both domestic and international, every year. I hope you will be inspired by what the artists have to offer during this edition and that you will enjoy all there is to see and experience at and around Art Rotterdam. Fons Hof Director Art Rotterdam * MAIN SECTION 2017 Ag Galerie (IR) | AKINCI (NL) | andriesse eyck galerie (NL) | Martin Asbæk Gallery (DK) | ASPN Galerie (DE) | Willem Baars Projects (NL) | balzer projects (CH) | Base-Alpha Gallery (BE) | van den Berge (NL) | Francis Boeske Projects (NL) | BORZO Gallery (NL) | Ellen de Bruijne Projects (NL) | C&H gallery (NL) | Kristof De Clercq gallery (BE) | Johan Deumens Gallery (NL) | Dürst Britt & Mayhew (NL) | Galerie Kai Erdmann (DE) | Galerie la Ferronnerie / Brigitte Négrier (FR) | Flatland Gallery (NL) | Charlotte Fogh Gallery (DK) | Annet Gelink Gallery (NL) | Annie Gentils Gallery (BE) | GNYP Gallery (DE) | GRIMM (NL) | Galerie Rianne Groen (NL) | Gerhard Hofland (NL) | Hopstreet Gallery (BE) | Juliette Jongma (NL) | Roger Katwijk (NL) | Martin Kudlek (DE) | Maurits van de Laar (NL) | RonLangArt (NL) | Wouter van Leeuwen (NL) | LhGWR (NL) | Livingstone gallery (NL) | Lullin + Ferrari (CH) | Lumen Travo (NL) | Ron Mandos (NL) | Kunsthandel Meijer (NL) | Van der Mieden Gallery (BE) | Galerie Onrust (NL) | Ornis A. Gallery (NL) | Pablo's Birthday (USA) | PHOEBUS Rotterdam (NL) | RAM Berry Koedam (NL) | Galerie Ramakers (NL) | David Risley Gallery (DK) | The Ravestijn Gallery (NL) | Michel Rein (BE) | Gabriel Rolt (NL) | Mieke van Schaijk (NL) | Seelevel Gallery (NL) | Hidde van Seggelen (UK) | Barbara Seiler (CH) | Slewe (NL) | SPECTA (DK) | Stigter Van Doesburg (NL) | Frank Taal (NL) | tegenboschvanvreden (NL) | TORCH (NL) | Upstream Gallery (NL) | Gallery Sofie Van de Velde (BE) | Vilma Gold (UK) | Galerie VIVID (NL) | kunstruimte Wagemans (NL) | WAGNER + PARTNER (DE) | Galerie Fons Welters (NL) | ZERP Galerie (NL) | Martin van Zomeren (NL)   NEW ART SECTION 2017 galleria Acappella (IT) | 22,48m² (FR) | Billytown (NL) | Bosse & Baum (UK) | C Ø P P E R F I E L D (UK) | CINNNAMON (NL) | Collicaligreggi (IT) | CONRADI (DE) | Dapiran Art Project Space (NL) | Division of Labour (UK) | Eastwards Prospectus (RO) | FOLD Gallery (UK) | Grimmuseum (DE) | Irene Laub Gallery (BE) | JOEY RAMONE (NL) | Leslie (DE) | mariondecannière (BE) | narrative projects (UK) | Neumeister Bar-Am (DE) | SARIEV Contemporary (BG) | SCHWARZ CONTEMPORARY (DE) | SEXAUER (DE) | Space in Between (UK) | The RYDER Projects (UK) | Tžužjj (UK)   PROJECTIONS 2017 Melanie Bonajo - AKINCI (NL) | Molly Palmer - Bosse & Baum (UK) | Falke Pisano - Ellen de Bruijne Projects (NL) | Raúl Ortega Ayala - Dürst Britt & Mayhew (NL) | David Verbeek - Flatland Gallery (NL) | Hanne Nielsn Birgit Johnsen - Charlotte Fogh Gallery (DK) | Elke Andreas Boon - Annie Gentils (BE) | Nicolas Provost - GRIMM (NL) | Mohau Modisakeng - Galerie Ron Mandos (NL) | Catherine Biocca - PSM (DE) | Semâ Bekirovic - Stigter Van Doesburg (NL) | Chaim van Luit - tegenboschvanvreden (NL) | Anouk De Clercq - Gallery Sofie Van De Velde (BE)   INTERSECTIONS 2017 1646 (NL) | Buro Bradwolff (NL) | Club Solo (NL) | De Player (NL) | DordtYart (NL) | FLAM (NL) | Framer Framed (NL) | Kunsthuis Syb (NL) | Mertens Frames Project Space by Plan B (NL) | MILK (NL) | Nieuwe Vide (NL) | P/////AKT (NL) | Patty Morgan (NL) | Roodkapje (NL) | Satellietgroep (NL) | Showroom MAMA (NL) | UBIK - Worm (NL) | V2_, Lab for the Unstable Media (NL) | VHDG (NL) | Vleeshal (NL)   OPEN AIR 2017 Nadia Naveau – Base-Alpha Gallery (BE) | Ronald de Bloeme – BorzoGallery (NL) | Susan Philipsz – Ellen de Bruijne Projects (NL) | Roeland Tweelinckx – IRÈNE LAUB GALLERY (BE) | Jay Gard – SEXAUER (DE) | David Jablonowski – Galerie Fons Welters (NL)
Art Rotterdam

Van Nelle Fabriek, Van Nelleweg 1
3044BC Rotterdam

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posted 07. Feb 2017

Maja Vukoje - fuels 'n' frumps

04. Feb 2017 02. Apr 2017
opening: 03. Feb 2017 18:00
Vernissage am 03 02 2017 um 18:00 Das malerische Œuvre von Maja Vukoje (*1969 Düsseldorf) basiert auf der Auseinandersetzung mit politischen Themenschwerpunkten wie Postkolonialismus, Gender und Populärkultur. Vukojes Ansatz liegt nicht nur die eigene Migrationserfahrung zugrunde, vielmehr unternimmt sie auch gezielt Reisen, um kulturelle Phänomene zu hinterfragen. Die daraus resultierende Vermischung von Wirklichkeiten setzt sie in einer komplexen und doch einfach zugänglichen Bildsprache um. In ihren aktuellen Arbeiten wählt sie einen eher analytischen Zugang um Fragestellungen der Repräsentation. Mit dem metaphorischen Sujet der Vogelscheuche (Paul Klee, 1935) nimmt der Titel der Ausstellung Anleihen am traditionellen Genrebild der Darstellung von Körpern und den sie umgebenden Objekten, deren Verfasstheit, Materialität und (An-)Triebskräfte die Künstlerin in politisch unübersichtlichen Zeiten zur Diskussion stellt. Vukojes Personale gibt einen Überblick aus der Produktion der letzten fünf Jahre, die zunehmend eine genuine Sprache der Malerei erkennen lässt.

artist

Maja Vukoje 
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posted 06. Feb 2017

ANSELM KIEFER. BILDER

04. Feb 2017 22. Apr 2017
opening: 03. Feb 2017 18:00
Eröffnung: 3. Februar 18 - 20 Uhr Ausstellung: 4. Februar - 22. April 2017 Die Galerie Bastian eröffnet am 4. Februar eine Ausstellung neuer Arbeiten von Anselm Kiefer. Die Präsentation in unseren Räumen am Kupfergraben ist die vierte Kooperation mit dem Künstler. Die erste Einzelausstellung 2008 war der geschlossenen Serie der »Heroischen Sinnbilder« gewidmet, gefolgt von einer Auswahl der Künstlerbücher anläßlich der Verleihung des ›Friedenspreises des Deutschen Buchhandels‹ an Anselm Kiefer. 2013 wurde eine Aus- stellung großformatiger Holzschnitte realisiert, die dem mythischen Thema »Rhein« gewidmet waren. Die Ausstellung, die wir jetzt eröffnen, ist die Premiere einer Bilderauswahl aus einer neuen Werkreihe, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. Die großformatigen Leinwände hat Anselm Kiefer literarischen Vorbildern gewidmet: Seine Bilder sind poetische Analogien einer Literatur, die das Thema eines Gedichts und einer Erzählung in den Raum der Malerei übertragen. In Anselm Kiefers Bild »Der Waldsteig (für Adalbert Stifter)« findet die gleichnamige Geschichte Stifters (1845) ihre Transzendenz im Aufenthalt des Protagonisten auf Pfaden und Lichtungen, unter dem »grünen Dach des Waldes« und des Waldes erhabenen Schauspiels. Kiefers Bild ist die bildliche Evokation dieser Erzählung von einer Wandlung und Läuterung. In dem Bild »Geist über den Wassern« findet Anselm Kiefer eine irisierende, lichterfüllte elegische Auslegung eines Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe (»Gesang der Geister über den Wassern« 1779), der in diesen Versen die »schwankende Menschenseele« in die steten Gesetze des Natur- geschehens projiziert. Anselm Kiefers Bild ist ein neuer Weg zu einer Bildsprache, in den Zeichen der Natur auch den Raum unserer elementaren Erfahrungen zu denken. Auch das dritte Werk »Herbst« verwandelt Zeit und Raum in eine sinnliche Naturansicht ohne Pathos. Das Bild ist kein Pastorale, es ist ein Werk geheimnisvollen Lichts.

artist

Anselm Kiefer 
Bastian, Berlin

Am Kupfergraben 10
10117 Berlin

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