short biography

Marina Abramović, geboren 1946 in Belgrad/Jugoslawien, studierte an der Academy of Fine Arts, Belgrad und Academy of Fine Arts, Zagreb. Von 1976 bis 1988 arbeitete sie mit dem Künstler Ulay an bedeutenden Performances zusammen. Sie war Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg und an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. (Video, Performances, Aktionen, Body-Art, Zeichnungen, Environments)

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Marina Abramović zählt zu den international bedeutendsten Vertreterinnen der Performance- und Body Art. Ab 1976 arbeitete sie mit ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay zusammen, wobei zahlreiche Performances entstanden, die vor allem die Beziehung zwischen Mann und Frau behandelten. Diese Zusammenarbeit endete jedoch mit der Trennung des Paares 1989, die zu einer der letzten großen Aktionen der beiden Künstler führte: Sie liefen von beiden Enden der chinesischen Mauer auf einander zu und trafen sich nach 90 Tagen. Nach etlichen Gastprofessuren gründete Marina Abramovic die IPG (Independent Performance Group), ein Forum für aktuelle Performance Kunst, in dem sie mit jungen Künstlern, teilweise auch mit ihren StudentInnen, zusammenarbeitete. Sie organisierte eine Tournée .... 2007, nach der Auflösung der IPG, gründete sie die "Marina Abramovic Foundation for Preservation of Performance Art" zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Performance-Art und zur Einrichtung eines weltweiten Netzwerks junger Performance-Künstler.

Die Performances von Marina Abramovic sind oft radikal und erzeugen geistige und körperliche Grenzsituationen sowohl bei ihr selbst als auch bei ihrem Publikum. Sie zeigen die asketischen Züge ihrer Arbeit. So beispielsweise die Aktion, in der sie 12 Tage lang in einer New Yorker Galerie in drei nach vorne offenen, vom Publikum einsehbaren Räumen verbrachte, wobei sie nur Mineralwasser zu sich nahm und nichts aß. 1974 führte sie die Performance "Rhythm 0" in Neapel auf, bei der sie sich sechs Stunden lang dem Publikum auslieferte, das sich frei an den Gegenständen bedienen konnte, die auf dem Tisch arrangiert lagen, und sie an Abramovic anwenden durfte. Bei den Gegenständen handelte es sich um Körperpflegemittel, ein Buch, Blumen, einen Revolvermit Munition daneben und andere. Nach drei Stunden geriet die Situation außer Kontrolle und das Publikum teilte sich in Aggressoren und Beschützer auf. Die Künstlerin trägt immer noch Narben von den iher zugefügten Verletzungen an ihrem Körper. Da der Zuschauer oft mit in die Performance einbezogen ist und als Handelnder eingreifen soll, wird er nicht selten in ausweglose Situationen gebracht, in denen er die Motive für sein Handeln überdenken muss.

Alexandra Fuchs, kunstaspekte 2011

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solo exhibition

Marina Abramović. The Cleaner

18. Feb 2017 21. May 2017

group exhibition

L2805xy57

opening: 05. Apr 2017 18:00
05. Apr 2017 20. May 2017