press release only in german

Ein Kino ist wieder auferstanden, der legendäre Zoo Palast. Dem schlafenden Riesen im Westen der Stadt wurde denkmalgerecht neues Leben eingehaucht. Von 1957 bis 1999 war der „Zoo“ Premierenkino der Berlinale: Stars wie Dustin Hoffman, Sophia Loren, Gregory Peck oder Billy Wilder zeigten hier ihre Filme. Jetzt wird er wieder Spielort der Berlinale.

Einem Meister des sozialkritischen Films, Ken Loach, gebührt der diesjährige Goldene Ehrenbär. Mit einer Hommage zeichnen wir das filmische Lebenswerk des Regisseurs nach, der mit Empathie, Kritik und Humor dem europäischen Film ein soziales Gewissen gegeben hat. Und der Teddy Award gönnt sich die ganz große Oper: Die Verleihung des queeren Filmpreises findet erstmals in der Komischen Oper statt.

Mit Wes Andersons Grand Budapest Hotel wird die 64. Berlinale mit einem Film voller visueller Pracht starten. Die Geschichte schlägt einen großen Bogen von der Zeit um 1914 bis zum Auftritt der Nazis 1933. Nur zwölf Jahre später lag die Welt in Schutt und Asche. Aber nicht alles wurde zerstört. Die unvorstellbaren Mengen von Kunst und Wertgegenständen, die von den Nazis geraubt worden sind, wurden dann von den „Monuments Men“ aufgespürt. Im gleichnamigen Film ist George Clooney, der auch Regie führte, einer von ihnen. Kaum war der Film in Babelsberg, im Harz und in Sachsen-Anhalt abgedreht, fanden Steuerfahnder mehr als 1.000 verschollen geglaubte Kunstwerke in der Wohnung eines Nachkommen des damaligen Kunsthändlers Gurlitt.

So aktuell kann Kino sein.

Mit über 400 Filmen, zehn Sektionen und fast 500.000 Kinobesuchen ist die Berlinale das inzwischen größte Publikumsfilmfestival der Welt. Klingt gut. Ist gut.

Herzlich willkommen bei der 64. Berlinale.

Dieter Kosslick Festivaldirektor

only in german

64. Berlinale 2014

Direktor:
Dieter Kosslick

Forum Expanded:
WHAT DO WE KNOW WHEN WE KNOW WHERE SOMETHING IS?
06.02.2014-17.02.2014
Künstler: Heba Amin, Hannes Böck, Azin Feizabadi, Robert Fenz, Malak Helmy, Judith Hopf, Ken Jacobs, Jakrawal Nilthamrong, Firas Shehadeh, Clemens von Wedemeyer
Ort: St. Agnes, Berlin