daily recommended exhibitions

posted 25. Jun 2022

Arno Fischer: Eine Reise

08. May 202231. Oct 2022
opening: 07. May 2022 05:30 pm
Arno Fischer: Eine Reise 8. Mai – 31. Oktober 2022 Kuratiert von Candice M. Hamelin Die Ausstellung Arno Fischer: Eine Reise gibt einen Einblick in Arno Fischers fotografische Praxis und die verschiedenen Rollen, welche er im Lauf seiner Karriere als Fotograf, Vermittler und Lehrer spielte. Mit über einhundert Schwarzweiß- und Farbfotografien – entstanden zwischen den frühen 1940ern und den späten 2000ern – von denen einige auf Schloss Kummerow zum ersten Mal gezeigt werden, beleuchtet die Ausstellung den wichtigen Platz, den Fischer in der Geschichte der deutschen Fotografie einnimmt. Während seiner gesamten Karriere arbeitete Arno Fischer (1927–2011) in verschiedenen fotografischen Genres, dokumentierte Modemodels in den Straßen osteuropäischer Städte und gewöhnliche Bürger*innen und ihr Alltagsleben im Ostblock, in Äquatorialguinea, Indien und den Vereinigten Staaten. Wenn er nicht mit der Kamera in der Hand durch die Straßen streifte, tauschte Fischer Ideen mit Mitgliedern von DIREKT aus, einer Gruppe, die sich 1965 in Ostberlin um ihn herum gebildet hatte und in den 1970ern und 1980ern zur Pluralisierung der visuellen Kultur Ostdeutschlands beitrug. Außerdem veranstaltete er Künstler*innentreffen mit seiner Frau, der Fotografin Sibylle Bergemann, in ihrer gemeinsamen Wohnung am Schiffbauerdamm. Diese Zusammenkünfte umfassten ihren Freundeskreis, Fischers Student*innen und internationale Fotograf*innen wie u.a. Robert Frank, Henri Cartier-Bresson und René Burri, die vom vom Centre Culturel Français und dem Amerika Haus in Berlin eingeladen worden waren. Darüber hinaus betreute Fischer Studierende, zunächst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und später, nach dem Fall der Berliner Mauer, an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung; außerdem fotografierte er seinen Garten mit einer Polaroidkamera, ein Unterfangen, für das er drei Jahre benötigte. Die Ausstellung in Schloss Kummerow, die von einem Katalog mit etwa 70 Abbildungen begleitet wird, wirft ein Schlaglicht auf einen der bedeutendsten deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts und lädt die Besucher*innen zu einer Reise durch fotografische Genres, Kontinente und Dekaden ein. Arno Fischer: Eine Reise wurde ermöglicht durch die Unterstützung der NORD/LB Kulturstiftung, des Arno Fischer Estate, der Loock Galerie und der Galerie Berinson in Berlin sowie durch private Leihgeber*innen. Candice M. Hamelin (PhD, University of Michigan) ist Chefkuratorin an der Stiftung Reinbeckhallen in Berlin. Die Spezialistin für fotografische Praktiken in der DDR zählt zur wachsenden Liste der Kunsthistoriker*innen und Kurator*innen, die eingeladen sind, Ausstellungen in Schloss Kummerow zu realisieren.

artist

Arno Fischer 
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posted 24. Jun 2022

INTO THE NEW. MENSCHSEIN: VON POLLOCK BIS BOURGEOIS

06. Apr 202217. Jul 2022
6. APRIL BIS 17. JULI 2022 **INTO THE NEW. MENSCHSEIN: VON POLLOCK BIS BOURGEOIS** Frankfurt am Main, 22. März 2022. Nach mehr als 25 Jahren widmet das Städel Museum der US-amerikanischen Kunst auf Papier von 1945 bis heute wieder eine Ausstellung. Vom 6. April bis 17. Juli 2022 werden rund 50 herausragende Druckgrafiken, Zeichnungen und Multiples etwa von Louise Bourgeois, Chuck Close, Jim Dine, Jasper Johns, Bruce Nauman, Jackson Pollock, Larry Rivers, Kiki Smith oder Kara Walker präsentiert, die das Thema des Menschseins verhandeln. Die US-amerikanische Kunst der letzten achtzig Jahre ist voller Grenzüberschreitungen und Widersprüche. Sie ist so unkonventionell wie vielgestaltig: Abstrakter Expressionismus, Pop Art, Konzeptkunst, Minimal und Performance Art – in relativ kurzer Zeit entwickelten sich nach 1945 in New York und (später) an der Westküste verschiedene, teils gegensätzliche ästhetische Konzepte. Künstlerinnen und Künstler wählten Medium und Material frei und strategisch – je nach der Aussage, die sie treffen wollten. Der Druckgrafik kam dabei eine Schlüsselrolle zu. Als Labor formaler wie inhaltlicher Experimente erschloss sie Künstlerinnen und Künstlern neue Wege. Hand in Hand ging dies seit den 1960er- Jahren mit der Gründung neuer Druck- und Papierwerkstätten. In enger Zusammenarbeit entstanden dort Drucke und vervielfältigte Objekte von ausgeklügelter technischer Raffinesse, oft in selbstbewusst großem Format. Als „Graphic Boom“ ging diese druckgrafische Revolution in die Kunstgeschichte ein. Geprägt von immer neuen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen verhandeln dabei viele Werke die Frage nach der menschlichen Existenz. An die Stelle einer naturgemäßen Darstellung der menschlichen Figur tritt das zeichenhaft Abstrahierte, das Fragment, der Abdruck, auch die Leerstelle. Menschliche Wahrnehmung und Erfahrung wird als ausschnitthaft reflektiert und Sprache als Instrument zur Beschreibung der Welt beleuchtet. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Das Städel Museum sammelt seit den 1960er-Jahren zeitgenössische US-amerikanische Kunst auf Papier. Heute umfasst der Bestand bedeutende Werke von Jackson Pollock bis Louise Bourgeois. Nach mehr als 25 Jahren werfen wir wieder einen Blick auf diese herausragende Sammlung und präsentieren zudem jüngste Neuerwerbungen. Es lohnt, all diese Arbeiten immer wieder unter neuen Aspekten zu beleuchten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass wir unseren Bestand seit Jahrzehnten ausbauen können, verdanken wir dabei insbesondere der Heinz und Gisela Friederichs Stiftung – ihr großes Engagement für die Kunst auf Papier trägt diesen Sammlungsbereich und auch diese Ausstellung.“ „Von der US-amerikanischen Kunst gingen seit den späten 1940er-Jahren für die westliche Kunstwelt wichtige Impulse aus. Maßgeblich war hier insbesondere die Druckgrafik mit ihrem großen experimentellen Potenzial. Die Ausstellung spürt diesem kreativen Impuls nach, nicht aber in einem systematischen, gleichsam entwicklungsgeschichtlichen Überblick, sondern im Zusammenhang mit einer inhaltlichen Fragestellung, die sich aus der Arbeit mit der eigenen Sammlung ergab. In Reaktion auf die vielfältigen Krisen und Umbrüche des 20. Jahrhunderts, nach Kriegen und dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen reflektierten viele Künstlerinnen und Künstler in ihren Werken immer wieder die Frage nach dem Allgemeinmenschlichen – eine Frage wie sie aktueller nicht sein könnte,“ erläutert Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1750 und Kuratorin der Ausstellung. Das Städel Museum begann gleichzeitig mit dem „Graphic Boom“ zeitgenössische US-amerikanische Kunst auf Papier zu sammeln; sie bildet heute einen der Schwerpunkte der Graphischen Sammlung. Dass dieser Bestand bis heute konsequent vertieft und um weitere Aspekte bereichert werden kann, ermöglicht in erster Linie die Heinz und Gisela Friederichs Stiftung, die 2021 ihr 30-jähriges Jubiläum feierte. Ergänzende wichtige Erwerbungen im Bereich von Druckgrafik und Zeichnungen können durch die Unterstützung des Städelschen Museums-Vereins e.V. realisiert werden. Mit der Ausstellung „Into The New. Menschsein: Von Pollock bis Bourgeois“ gedenkt das Städel Museum der kürzlich verstorbenen Stiftungsgründerin Gisela Friederichs. Zur Ausstellung erscheint im Sandstein Verlag ein Katalog – gefördert durch die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.
Städel Museum, Frankfurt

Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie | Dürerstr. 2
60596 Frankfurt

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posted 23. Jun 2022

Tracey Rose: Shooting Down Babylon

19. Feb 202218. Aug 2022
Saturday, 19 February – Sunday, 18 August 2022 **Tracey Rose: Shooting Down Babylon** Zeitz MOCAA presents the largest comprehensive retrospective of the revolutionary work of Tracey Rose (b. 1974, South Africa). A radical voice in the international and South African art world since the mid 90s, Rose’s cutting and uncompromising vision will be foregrounded in a large-scale exhibition including work spanning from 1996 to 2019. The title of the exhibition derives from an iconic installation Shooting Down Babylon (The Art of War)(2016), which reflects on varied exorcist and cleansing rituals from non-Western communities. The work points to several themes that stem from post-colonial entanglements such as repatriation, recompense and reckoning and epitomises the wide-ranging medium and concerns that are prevalent in Rose’s practice. The exhibition will encompass film, sculpture, photography, performance, print, painting and multi-layered participatory elements, with the body and performativity being central to every aspect. For Rose, the body, often her own body, is a site for protest, outrage, resistance and pertinent discourse. It is a channel for the demonstration of exasperation, aggravation, disruption and paradox. Shooting Down Babylon will trace the artist’s trajectory from earlier interests in interrogating and exploding narrow identity tropes to her interest in the aesthetics of violence; her subversive performative interventions and recently an interest in processes of healing and rituality.

artist

Tracey Rose 
Zeitz MOCAA, Cape Town

Zeitz MOCAA | Silo District, S Arm Road, V&A Waterfont
8002 Cape Town

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posted 22. Jun 2022

Jeff Wall

27. Apr 202225. Jun 2022
27 April – 25 June 2022 White Cube Mason's Yard **Jeff Wall ** White Cube is pleased to present an exhibition of works by Jeff Wall at Mason’s Yard. Comprising both new and earlier photographs spanning a twenty-year period, the selection foregrounds Wall’s attention to the forms and methods of picture making and his prolonged observation of everyday life. Since the 1980s, Wall has made documentary photographs alongside what he terms ‘cinematographic’ pictures, all of which emerge from similar processes of study and reflection. Trap Set (2021) was taken during mink season on a cold February day in the suburbs of Wall’s native Vancouver. Animal traps, one of mankind’s oldest devices, remind us of our original cunning intelligence. The equally cleverly designed Playground Structure (2008) depicts another contraption waiting for its users, in this case, children at play, possibly those living in the suburban houses in the background. Like Trap Set, Pawnshop (2009) reflects the ‘near-documentary’ approach that has been a central aspect of Wall’s work for forty years. The cubicles of the pawn shop’s interior, which resemble confession booths or changing rooms, not only provide isolation and privacy but also perhaps reflect the almost ritualistic function of this emporium where people can borrow against the value of even small items of personal property, often as a last resort. The exhibition includes several black and white prints, including Cold Storage (2007) and Burrow (2004). A new picture, A woman with a necklace (2021) shows a woman reclining languidly in a shadowy interior examining a sparkling glass necklace. Derived from Wall’s own memories of his childhood home, this study in light and shadow, like all of Wall’s black and white pictures, draws attention to the possibilities of picture making without colour, and to the intense luminosity that the monochrome offers. Wall has said that his photographs encourage the viewer to write a text that he has erased in the process of making the image, that the viewer creates whatever narrative dimension the pictures have. Band & crowd (2011) involved ‘open-ended orchestration’ whereby Wall hired a band to play a concert in front of a sparse audience and recorded the results. The image is one of Wall's largest, taking in almost the entirety of the old and worn meeting hall. In Event (2020) two men in evening dress, seemingly attendees at a formal evening affair, are engaged in a confrontation. The subject originated with an incident witnessed by the artist, which he relocated to what is likely the ballroom or lobby of a hotel. Several recent pictures in the exhibition were made in Los Angeles, where Wall also lives and works. Man at a Mirror (2019) features a man in a hotel room looking into a mirror on which a message has been written in soap. The camera angle ensures that the message remains indecipherable, and it cannot be determined if the man is its writer. Sunseeker (2021), and Mask maker (2015), also depict witnessed scenes. Sunseeker is an image of a woman dressed in black, sitting cross-legged on the roof of her car under strong sunlight. Face turned skywards and in a pose of meditation, she looks eccentric yet self-assured. In Mask maker a man dressed in a colourful outfit, decorates the half-mask he’s wearing with a coloured pen, using his reflection in a shop window. The picture’s spontaneous realism contrasts with its carnivalesque tension; the record of an action that is private, purposeful but almost alarming. The subject of the large diptych Actor in two roles (2020) is simple almost to the point of being invisible: the transformation of an actor’s appearance from role to role. Yet this transformation is at the root of all possibilities of performance. Wall undertook to produce a moment from two existing plays and worked with companies and artists in the ‘little theatre’ community in Los Angeles to cast, rehearse and design the productions. The pair of still images has the unique capacity to provide a simultaneous vision of the two different appearances, or identities, of a performer. Actor in two roles continues Wall’s interest in subjects that cannot be contained within the single image. His multi-part pieces derive, paradoxically, from his history of intense immersion in the capacities of the unique pictorial image. Jeff Wall was born in 1946 in Vancouver where he lives and works. He has exhibited widely, including solo exhibitions at Glenstone, Maryland (2021); Economou Collection, Athens (2019); Kunsthalle Mannheim, Germany, touring to Mudam Luxembourg (2018); Pérez Art Museum, Miami (2015); Stedelijk Museum, Amsterdam, touring to Kunsthaus Bregenz, Austria and Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Denmark (2014–15); Art Gallery of Western Australia, touring to National Gallery of Victoria, Melbourne and Museum of Contemporary Art Australia, Sydney (2012–13); Pinakothek der Moderne, Munich, Germany (2013); Centro Galego de Arte Contemporanea, Santiago de Compostela, Spain (2011); Museo Tamayo, Mexico City (2008); The Museum of Modern Art, New York touring to The Art Institute of Chicago and San Francisco Museum of Modern Art (2007); and Tate Modern, London touring to Schaulager, Basel, Switzerland (2005). Group exhibitions include 5th Shanghai Biennale (2004); Documenta 11, Kassel, Germany (2002); 12th Biennale of Sydney (2000); 24th Bienal de São Paulo (1998); and Documenta 10, Kassel, Germany (1997).

artist

Jeff Wall 
White Cube London

144-152 Bermondsey Street
SE1 3TQ London

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posted 21. Jun 2022

Pratchaya Phinthong. The Organ of Destiny

14. May 202216. Jul 2022
May 14 - July 16, 2022 Opening: Saturday May 14, 4 pm - 7 pm **Pratchaya Phinthong The Organ of Destiny ** Between 1964 and 1973 some 2.5 million tons of bombs were dropped by American armed forces in Laos. Even today, unexploded ordnance continues claiming around fifty Laotian victims each year. For the past four years, Pratchaya Phinthong has been working with the inhabitants of the village of Napia, transforming bomb debris into elements of an artistic project that supports a local community living in permanent insecurity. Each sold work pays a contribution to the village and to the NGO which helps de-mining and cultivating the land recovered from bombs. The Organ of Destiny, the title of Pratchaya Phinthong's latest exhibition in gb agency, brings together the stories of villagers from the Plains of Jars and the ghosts of the Vietnam War, from the minefields and forests of Laos to Paris. The exhibition space is a place of transformation, from one form, function and medium, to another. Either through recreation or reuse, the works explore the capacity of the materials to arouse certain tensions between notions of presence and absence, beauty and horror, usefulness and artifice.
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posted 20. Jun 2022

TARIK KISWANSON. Nest

22. Mar 202213. Aug 2022
Beirut TARIK KISWANSON. Nest March 22 – August 13, 2022 Sfeir-Semler Gallery is happy to announce the representation of Tarik Kiswanson, with his first solo exhibition opening in our Beirut space on Tuesday March 22, 2022, from 7 to 9 PM. Kiswanson was born in 1986 on the outskirts of Halmstad, Sweden, to Palestinian parents who were exiled from the Middle East in the early 80s and had to change their original family name Al Kiswani for integration purposes. Rootlessness, regeneration, and renewal are central themes in his oeuvre. His practice reveals an engagement with the poetics of métissage: a means of writing and surviving between multiple conditions and contexts. His bodies of works, sometimes stemming from autobiographical narratives, explore subjects relative to memory, time, language, heritage and ultimately identity development. In this exhibition, the artist explores a multitude of mediums and shows a selection of older and recent works. The Fall, a film on loop shows a pre-adolescent boy falling backwards from his chair. The image moves in slow-motion and the empty classroom around the character invites the viewer to enter a space of suspended time — the exact moment when balance is disturbed. The transient nature and perpetual movement of identity formation is similarly tackled in the artist’s charcoal drawings: blurry representations of children, who sometimes seem to be emerging out of a chrysalis, in the midst of a transformative phase, or on the threshold of visibility. They are slowly, meditatively, produced with layer after layer of charcoal. A third-culture child himself, Kiswanson sometimes uses his family’s belongings in an attempt to conciliate his cultural heritage with the reality he was born into. Objects carried by a migrant family into exile are frozen into blurry resin blocks, while the traditional clothing of the artist’s parents and grandparents are mixed with contemporary youth sportswear in the series Passing. Produced through radiology scans, the images are printed on canvas, as if revealing new possibilities of belonging within a state of cultural homelessness.
Sfeir-Semler Gallery, Beirut

Tannous Bldg. - 4th Fl. Str. 56 - Jisr Sector 77
Beirut

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posted 19. Jun 2022

Jeremy Bolen. Because The Sky Will Be Filled With Sulfur

11. Jun 202206. Aug 2022
June 11–August 6, 2022 Opening reception : June 10, 7–9pm **Jeremy Bolen. Because The Sky Will Be Filled With Sulfur** In Because the Sky Will Be Filled With Sulfur, artist Jeremy Bolen presents a new, immersive exhibition of speculative documentary works that record our current climate crisis while simultaneously speculating on the optics and aesthetics of a possible geo-engineered future. Composed of photo-based images, hybrid objects, videos and sculptures, Bolen’s works often incorporate materials and methods that have been proposed to cool the planet, envisioning a world featuring sulfur-filled skies, tinted shields for coral reefs and iridescent crops. The exhibition centers around a climate-engineering proposal dubbed solar radiation management, in which sulfur particles injected into the stratosphere would combat rising temperatures by reflecting sunlight away from the Earth’s surface. Mirroring the cooling effects of ash clouds caused by volcanic eruptions, the procedure could have many unpredictable and unfavorable consequences including whitening the daytime sky, obscuring our views of the stars and affecting crop production. This project also includes images of a sediment core sample that Bolen documented on a research trip earlier this year to Searsville Lake at Jasper Ridge Biological Reserve in Stanford, California. When the human-made reservoir was dammed in 1892, it created conditions that resulted in the body of water becoming almost entirely filled with unusually undisturbed sediment. Sediment cores such as this mirror our civilization, offering evidence of earthquakes, chemical residues, nuclear testing and fossil fuel combustion. They signify how we have manipulated the world in the past, and may behave in the future. Researchers at the Anthropocene Working Group (AWG) believe this 127-year-old core might offer geologic signatures that indicate when the Anthropocene Epoch can be said to have officially begun. Geologists searching for this marker call it the ‘global boundary stratotype section and point’—or, more colloquially, the golden spike. They may have found the appropriate signals in core samples removed from Searsville Lake. Additionally, Bolen incorporates an array of found and cast objects—such as airplane parts, tinted coral, unexposed film from 1963, air conditioners, leaf blowers, silver corn and casts of the once abundant (and now extinct) passenger pigeon—that offer relics and artifacts of our collective global movement, as well as representations of a seemingly fantastical future. Employing an array of materials that index human impact on the planet and the technology being proposed to salvage it, Because the Sky Will Be Filled With Sulfur offers a scenario in which we can discuss how collective human patterns affect what is, and what will remain, perceivable, knowable and habitable. This exhibition is presented by the Museum of Contemporary Art of Georgia, as part of the Working Artist Project fellowship. This round of Working Artist Projects was curated by Jordan Carter, Curator at Dia Art Foundation in New York. Jeremy Bolen is an artist, researcher, filmmaker and educator interested in site-specific, experimental modes of documentation and presentation. Much of Bolen’s work involves rethinking systems of recording––in an attempt to observe invisible presences that remain from various scientific experiments and human interactions with the Earth’s surface. Bolen has had numerous exhibitions and screenings worldwide including at Origins Centre Museum, Johannesburg; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; the Museum of Contemporary Photography, Chicago; La Box, Bourges; PACT Zollverein, Essen; EXGIRLFRIEND, Berlin; POOL, Johannesburg; Andrew Rafacz, Chicago; and Soccer Club Club, Chicago. He has recently screened films at Antimatter (Media Art), Vancouver; Lima Alterna International Film Festival, Lima; Chicago Underground Film Festival, Chicago; and Bideodromo International Film Festival, Bilbao. Bolen lives and works between Chicago and Atlanta, serves as assistant professor of photography at Georgia State University, is a cofounder and co-organizer of the Deep Time Chicago collective, and is represented by Andrew Rafacz gallery, Chicago. MOCA GA’s Working Artist Project (WAP) was developed to support mid-career or established artists in the Metropolitan Atlanta area. The program is funded by the Charles Loridans Foundation, the Antinori Foundation, and the AEC with additional funding provided by the National Endowment for the Arts. There are a total of 42 fellows over the last 15 years. As a museum that is dedicated first and foremost to supporting Georgia’s contemporary artists, it is MOCA GA’s goal to encourage these artists to remain in our city to establish Atlanta as one of the best cities for launching a viable career in the arts.

artist

Jeremy Bolen 

curator

Jordan Carter 
MOCA GA, Atlanta

MOCA GA, 75 Bennett Street
GA 30309 Atlanta

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posted 18. Jun 2022

documenta fifteen '

18. Jun 202225. Sep 2022
18.06.2022 - 25.09.2022 **documenta fifteen** Künstlerische Leitung der documenta 15: ruangrupa Erstmals kuratiert ein Künstler:innenkollektiv die Weltkunstausstellung Auf dem Weg zur documenta fifteen lädt ruangrupa gemeinschaftsorientierte Kollektive, Organisationen und Institutionen aus aller Welt ein, miteinander lumbung zu praktizieren und an neuen Nachhaltigkeitsmodellen sowie kollektiven Praktiken des Teilens zu arbeiten. * * documenta fifteen und lumbung-Praxis lumbung ist das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in der die überschüssige Ernte zum Wohle der Gemeinschaft gelagert wird. ruangrupa hat der documenta fifteen die Werte und Ideen von lumbung zugrunde gelegt. lumbung als Konzept ist der Ausgangspunkt für die documenta fifteen: Iumbung wird die konkrete Praxis auf dem Weg zur documenta fifteen im Jahr 2022 und danach sein. Nun möchte ruangrupa einen tieferen Einblick geben, was sie unter lumbung verstehen und wie es in ihrer kuratorischen Praxis umgesetzt wird. Im Sinne von lumbung hat ruangrupa die ersten lumbung-member und das Artistic Team eingeladen, sich individuell vorzustellen, indem sie Geschichten über ihre jeweiligen Arbeitsweisen und ihre Verbindung zum Gesamtprojekt teilen. Die lumbung-Architektur für die Lagerung von kollektiv verwalteten Lebensmitteln dient dem langfristigen Wohl der Gemeinschaft durch gemeinsame Nutzung von Ressourcen und gegenseitige Fürsorge. lumbung baut auf bestimmten gemeinsamen Werten, kollektiven Ritualen und Organisationsprinzipien auf. ruangrupa führt diese Tradition des Teilens fort und überträgt sie auf die eigene Praxis. lumbung ist für uns nicht lediglich ein „Thema“, welches wir für die documenta fifteen ausgewählt haben. Es ist vielmehr tief in unsere tägliche Praxis eingeschrieben und fasst unsere bisherigen Methoden und Wertvorstellungen zusammen. Als Kollektiv teilen wir Ressourcen, Zeit, Energie, Finanzmittel, Ideen und Wissen unter uns und mit anderen. Wir haben das lumbung-Konzept erstmals vor fünf Jahren aufgegriffen, als wir mit Serrum and Grafis Huru Hara ein Kollektiv der Kollektive gebildet haben, eine Initiative, die durch kontinuierliches Ausprobieren zuletzt in Gudskul mündete, unseren kollektiv betriebenen Raum mit der dazugehörigen Schule im Süden Jakartas. Werte lumbung als künstlerisches und ökonomisches Modell wird mit den zugrundeliegenden Werten wie Kollektivität, Großzügigkeit, Humor, Vertrauen, Unabhängigkeit, Neugier, Ausdauer, Regeneration, Transparenz, Genügsamkeit und Konnektivität an unterschiedlichen Schauplätzen praktiziert und erhält dadurch eine globale Dimension. Für die documenta fifteen bringt das Artistic Team Kollektive, Organisationen und Institutionen aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam lumbung zu praktizieren. Jeder der lumbung-member wird einen Beitrag leisten und verschiedene Ressourcen wie Zeit, Raum, Geld, Wissen, Fürsorge und Kunst teilen und erhalten. Wir haben ein ausgeprägtes Interesse daran, von anderen Konzepten und Modellen zu Erneuerung, Bildung und Ökonomie – anderen lumbung-Praktiken in verschiedenen Teilen der Welt – zu lernen und mit ihnen zu arbeiten. lumbung im Hinblick auf die aktuelle Situation Im Angesicht der problematischen Situation der Pandemie der letzten Monate haben wir unseren kollektiven Raum Gudskul in eine Minifabrik für die Herstellung der so dringend benötigten Atemschutzmasken und Schutzanzüge verwandelt, die direkt an das medizinische Personal in Krankenhäuser und Kliniken auf den verschiedenen indonesischen Inseln verteilt werden. Wir haben uns überdies mit unterschiedlichen lokalen Initiativen zusammengeschlossen und Spenden beschafft. Unsere kollektive Erfahrung in der Reaktion auf COVID-19 hat uns dazu bewogen, nochmals über die Bedeutung von Solidarität nachzudenken. Als Kollektiv sind wir uns der gestigenen Notwendigkeit neuer Formen der Vernetzung bewusst, um kleine bis mittelgroße Kunstinitiativen nachhaltig zu stärken. Entsprechend überdenken wir auch erneut, was künstlerische Praxis und Eventorganisation ausmacht – und was sie sein könnten und sollten. Wenn das Agieren in einem großen Maßstab mit sich bringt, dass Relevanz in Bezug auf unsere eigene Praxis verlorengeht, sollten wir uns dann verkleinern? Was bedeutet es heutzutage, lokal und global verwurzelt zu sein und welches Potenzial eröffnet Lokalität gegenwärtig? Welche Bedeutung hat Materialität in der Gegenwartskunst heute für die Kunst und Künstler*innen? Wie sollten wir Raum nutzen, um unsere Beziehung mit der Öffentlichkeit neu zu definieren? Bei der Betrachtung regenerativer Ökonomien sollten wir parallel zu den bewährten Praktiken neue Strageien erkunden und entwickeln. Als ruangrupa die Idee von lumbung als kollektiv zu verteilende Ressourcen hervorbrachte, führte dies zu dem künstlerischen Spekulieren, wie eine solche gemeinsame Struktur im Laufe der Zeit aufgebaut werden könnte. Angesichts der aktuellen Entwicklungen zeigt sich das Konzept von lumbung mit seinen Werten von Solidarität und Kollektivität nun von größerer Bedeutung und Relevanz denn je. In Momenten, in denen so viele Menschen die Ungleichheit und Ungerechtigkeit der herrschenden Systeme zu spüren bekommen, kann lumbung (neben vielen anderen Denkansätzen) zeigen, dass die Dinge auch anders gelöst werden können. Insofern werden wir lumbung nicht aufschieben, sondern es verstärkt vorantreiben. * ruangrupa ÜBERNIMMT KÜNSTLERISCHE LEITUNG DER DOCUMENTA 15 Erstmals kuratiert ein Künstler*innenkollektiv die Weltkunstausstellung ruangrupa, ein im Kern zehnköpfiges Kollektiv aus Künstler*innen und Kreativen aus dem indonesischen Jakarta wurde von der internationalen Findungskommission einstimmig zur Künstlerischen Leitung der documenta 15 ausgewählt und vom Aufsichtsrat berufen. Dies gab die Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Dr. Sabine Schormann, am heutigen Freitag in Kassel bekannt. Die documenta wird in ihrer fünfzehnten Ausgabe damit erstmals von einem Künstler*innenkollektiv ausgerichtet. Sie findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Für die achtköpfige Findungskommission begründeten Elvira Dyangani Ose (Direktorin von The Showroom, London) und Philippe Pirotte (Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, und Direktor Portikus, Frankfurt am Main) die einstimmige Wahl wie folgt: „Wir ernennen ruangrupa, weil sie nachweislich in der Lage sind, vielfältige Zielgruppen – auch solche, die über ein reines Kunstpublikum hinausgehen – anzusprechen und lokales Engagement und Beteiligung herauszufordern. Ihr kuratorischer Ansatz fußt auf ein internationales Netzwerk von lokalen Community-basierten Kunstorganisationen. Wir sind gespannt, wie ruangrupa ein konkretes Projekt für und aus Kassel heraus entwickeln wird. In einer Zeit, in der innovative Kraft insbesondere von unabhängigen, gemeinschaftlich agierenden Organisationen ausgeht, erscheint es folgerichtig, diesem kollektiven Ansatz mit der documenta eine Plattform zu bieten.“ ruangrupa kann aus dem Indonesischen mit „Raum der Kunst“, oder auch „Raum-Form“ übersetzt werden. Ein Spannungsfeld, indem sich der zentrale kuratorische Ansatz des Kollektivs bereits andeutet. Farid Rakun und Ade Darmawan, die ruangrupa heute in Kassel vertraten, formulieren ihren dezidiert partizipativen kuratorischen Anspruch für die Weltkunstausstellung 2022: „Wir wollen eine global ausgerichtete, kooperative und interdisziplinäre Kunst- und Kulturplattform schaffen, die über die 100 Tage der documenta 15 hinaus wirksam bleibt. Unser kuratorischer Ansatz zielt auf ein anders geartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen. Wenn die documenta 1955 antrat, um Wunden des Krieges zu heilen, warum sollten wir nicht versuchen, mit der documenta 15 das Augenmerk auf heutige Verletzungen zu richten. Insbesondere solche, die ihren Ausgang im Kolonialismus, im Kapitalismus oder in patriarchalen Strukturen haben. Diesen möchten wir partnerschaftliche Modelle gegenüberstellen, die eine andere Sicht auf die Weltermöglichen.“ Das Kollektiv gründete sich im Jahr 2000 in Jakarta, Indonesien. ruangrupa betreibt einen Kunstraum in South Jakarta und realisiert Ausstellungen, Festivals, Publikationen und Rundfunkformate. Das Kollektiv war an vielen Kooperations- und Ausstellungsprojekten beteiligt, darunter an Ausstellungen wie der Gwangju Biennale (2002 und 2018), der Istanbul Biennale (2005), der Asia Pacific Triennial of Contemporary Art (Brisbane, 2012), der Singapore Biennale (2011), der São Paulo Biennale (2014), der Aichi Triennale (Nagoya, 2016) und Cosmopolis im Centre Pompidou (Paris, 2017). Im Jahr 2016 kuratierte ruangrupa TRANSaction: Sonsbeek 2016 in Arnheim, Niederlande. Im Jahr 2018 gründeten die Akteure GUDSKUL, ein Bildungs- und Vernetzungsprojekt für Kreative, das auf kooperativer Arbeit basiert. Bei der documenta 14 war ruangrupa mit ihrem Internetradio als Partner des dezentralen Radioprojekts Every Time a Ear di Soun beteiligt, das vom 8. April bis zum 17. September 2017 acht Radiosender weltweit vernetzte. ruangrupa ist einen gemeinnützige Organisation. Mindestens ein Mitglied der Organisation wird für die Vorbereitung der documenta 15 seinen Lebensmittelpunkt nach Kassel verlegen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta und Museum Fridericianum gGmbH Oberbürgermeister Christian Geselle begrüßt die Wahl der Findungskommission: „Für ruangrupa ist das Prinzip des Netzwerkens zentral. Von Kassel ausgehend werden interdisziplinäre künstlerische Interventionen initiiert: sie lassen die documenta Stadt international sichtbar werden und holen gleichermaßen die (Kunst-) Welt nach Kassel. Unsere Stadt kann dabei nur gewinnen. Nun freue ich mich, dass die documenta auf solch spannende Weise den Blick in die Zukunft richtet.“ Die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn betont: „Ich freue mich schon heute darauf, dass in drei Jahren mit der documenta 15 in Kassel wieder die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst stattfinden wird. Das Land Hessen ist stolz darauf, diese Plattform für die Diskussion um Positionen der Kultur von heute und Perspektiven für die Zukunft zu ermöglichen. Mit dem Ausbau des documenta archivs zu einem unabhängigen Forschungsinstitut werden wir die zeitgenössische Kunst in Kassel weiter stärken. Ich beglückwünsche die Findungskommission, die das indonesische Künstlerkollektiv ‚ruangrupa‘ für die künstlerische Leitung der nächsten documenta vorgeschlagen hat und freue mich, dass der Aufsichtsrat diesem Vorschlag gefolgt ist. Die documenta gibt damit bewusst den außereuropäischen Blick auf die Kunstwelt Raum und bringt auf ganz neue Art die Welt nach Hessen. Ruangrupa nutzt Kunst in ihrer Heimat, um öffentliche Angelegenheiten und Probleme zum Thema zu machen. Ich bin gespannt, wie sie diese Idee in die documenta 15 einfließen lassen.“ Hortensia Völckers, Leiterin der Kulturstiftung des Bundes blickt gespannt auf die weitere Entwicklung des Konzeptes: „Als Kulturstiftung des Bundes haben wir uns sehr über den erfolgreichen Verlauf des Findungsprozesses für die Künstlerische Leitung der documenta 15 gefreut und beglückwünschen alle Beteiligten zu einem Ergebnis, das eine interessante und anregende documenta erwarten lässt. Wir freuen uns, Teil dieses Prozesses zu sein und unsere Expertise für ein so renommiertes Ausstellungsprojekt einzubringen.“ Sabine Schormann würdigt den großen Einsatz aller Mitglieder der Internationalen Findungskommission: „Mein Dank gilt der Internationalen Findungskommission für einen engagierten und intensiven Auswahlprozess, der mit der Präsentation von ruangrupa als Künstlerischer Leitung ein starkes Signal für eine lebendige und nachhaltig wirkende documenta 15 sendet. Nun freue mich darauf zu erleben, wie die partizipativen Ansätze im Prozess konkretisiert werden.“ Die Findungskommission der documenta 15 setzt sich aus folgenden Expert*innen zusammen: Ute Meta Bauer, Ute Meta Bauer, Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art Singapore, Charles Esche, Direktor Van Abbemuseum Eindhoven, Niederlande; Amar Kanwar, Künstler, Dokumentarfilmer, Neu-Delhi, Indien; Frances Morris, Direktorin Tate Modern London, Großbritannien; Gabi Ngcobo, Kuratorin 10. Berlin Biennale 2018, Deutschland (Südafrika); Elvira Dyangani Ose, Direktorin The Showroom London, England; Philippe Pirotte, Rektor Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt/M., Deutschland (Belgien); Jochen Volz Direktor Pinacoteca do Estado de São Paulo, Brasilien * DOCUMENTA FIFTEEN PRÄSENTIERT ERSCHEINUNGSBILD Das Erscheinungsbild wird bei jeder documenta Ausstellung mit Spannung erwartet, ist es doch Ausdruck des jeweiligen kuratorischen Ansatzes. Am 15. Dezember 2020 stellt die documenta fifteen (18. Juni bis 25. September 2022) ihr visuelles Erscheinungsbild der Öffentlichkeit vor. Das gemeinsam mit Studierenden entwickelte Design ist inspiriert vom lumbung-Konzept der documenta. Das aus dem Gestaltungsentwurf des Studierendenkollektivs Studio 4oo2 aus Jakarta gemeinsam weiterentwickelte Erscheinungsbild der documenta fifteen verweist mit dem Symbol der Hände auf das lumbung-Prinzip, das ruangrupa seiner documenta zugrunde gelegt hat, und dessen Kernthemen kollektive Praktiken des Teilens, Solidarität und Freundschaft sind. lumbung ist eine aus den ländlichen Gebieten Indonesiens stammende Praxis, bei der die überschüssige Ernte zum zukünftigen Wohl der Gemeinschft in einer gemeinsamen Reisscheune gelagert und nach kollektiv bestimmten Mechanismen verteilt wird. Indem die documenta fifteen lumbung nicht nur als Thema, sondern vielmehr als zugrundeliegende Praxis begreift, zielt sie auf neue Wege, internationale künstlerische Praktiken mit einem gemeinschaftlich ausgerichteten Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen – nachhaltig zu machen. Grundsätze wie Kollektivität und gemeinschaftliches Arbeiten, Ressourcenaufbau und gerechte Verteilung stehen dabei im Vordergrund. Die Hände und die in ihren Umrissen visualisierten Seile als Kernelement des visuellen Erscheinungsbildes der documenta fifteen stehen für eine unbegrenzte Gemeinschaft, die eine nachhaltige Zukunftsstrategie eröffnet. Sie versinnbildlichen die Haltung und Geste von lumbung. Die Farbpalette des Designs ist von natürlichen Textilfarben inspiriert, wie sie seit Generationen bei der Herstellung traditioneller textiler Produkte in Indonesiens verwendet werden. Die eingesetzten Farben stammen größtenteils aus dem Osten Indonesiens, wo lumbung noch heute aktiv praktiziert wird. Kollektive Entwicklung mit Studierenden ruangrupa selbst ist Mitte der 1990er Jahre aus Netzwerken von Studierenden an den Kunsthochschulen in Jakarta und Yogyakarta hervorgegangen. Für das Künstler*innen-Kollektiv ist Vielstimmigkeit und die Integration von Perspektiven der jüngeren Generation zentral. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen hat ruangrupa Ende 2019 Studierende in Kassel und Jakarta eingeladen, sich an der Entwicklung der visuellen Identität der documenta fifteen zu beteiligen, statt nur auf etablierte Design-Agenturen zu setzen. Unter mehr als 20 Einreichungen von Gruppen und Einzelpersonen wurden zwei Designentwürfe ausgewählt: die von Studio 4oo2 aus Jakarta und von kmmn_practice aus Kassel. Die beiden Teams haben völlig unterschiedliche Konzepte eingereicht, wobei sie ermutigt wurden, jeweils ihren eigenen Ansatz zu verfolgen. Im Prozess wurde Studio 4oo2 das Haupterscheinungsbild der documenta fifteen übertragen, während kmmn_practice die Chance erhielt, ihren partizipatorischen Ansatz für ein Erscheinungsbild des ruruHaus umzusetzen. Im Frühsommer 2020 haben die Studierenden von Studio 4oo2 mit der Berliner Markenagentur Stan Hema und documenta Inhouse-Designer Leon Schniewind die gemeinschaftliche Arbeit aufgenommen. Präsentation im Filmclip und im Öffentlichen Raum Die documenta fifteen präsentiert das Erscheinungsbild anhand eines Filmclips und im öffentlichen Raum Kassels. Unter anderem wird es am ruruHaus, dem ersten Spielort der documenta fifteen sichtbar: Dort wurde es in Form eines großflächigen Murals vom Kasseler Graffiti- und Streetart-Projekt KolorCubes auf die Fassade aufgebracht. Weitere Präsenzen auf Großflächen oder Litfasssäulen sind im Stadtraum zu finden. Im Detail wird das Erscheinungsbild und dessen Entwicklung in diesem Video vorgestellt: https://www.documenta.de/de/documenta-fifteen/#news/2839-cd-release. Am heutigen Dienstag, den 15. Dezember 2020 findet um 15 Uhr ein Fototermin mit Vertreter*innen von ruangrupa, Oberbürgermeister Christian Geselle, der Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Dr. Sabine Schormann und dem Kommunikationsteam der documenta fifteen vor der documenta Halle statt. Es handelt sich um einen reinen Fototermin unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Wir bitten um Voranmeldung unter presse@documenta.de. Fotos werden ab 17 Uhr auch unter https://www.documenta.de/de/press# verfügbar sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Oberbürgermeister Christian Geselle, zeigt sich erfreut über das neue Erscheinungsbild: „Nun nimmt die documenta fifteen Gestalt an. Viele ineinandergreifende Hände stehen für Zusammenhalt und ein neues Miteinander. Die großartige Umsetzung des Erscheinungsbildes in ein Mural am ruruHaus ist ein deutlicher Gruß des Kuratorenteams ruangrupa an die Stadt. Es ist eine farbenfrohe und vor allem optimistisch in die Zukunft weisende Botschaft am Ende eines für alle kräftezehrenden Jahres. Und die Vorfreude auf die nächste, mit Spannung erwartete documenta wächst.“ Studio 4oo2 über das Erscheinungsbild „Das Konzept von lumbung wird in unserem Gestaltungsentwurf durch die Form der Hand visualisiert, einem fühlenden Teil unseres Körpers, der bei menschlichen Aktivitäten wie Halten, Geben oder Umarmen eingesetzt wird. Die Hand spielt, direkt oder auch indirekt, eine wesentliche Rolle in interaktiven Prozessen zwischen Menschen. Als Symbol ist sie unmittelbar mit dem Konzept von lumbung verbunden, einem kollektiven Aufbewahrungsort für die von einer Gemeinschaft produzierte Ernte. Diese Aktivitäten – Ernten, Zusammenhalten, nachhaltig Unterstützen – setzen allesamt die Beteiligung von Händen voraus, genauso wie der Zweck von lumbung auf die Hand referiert, die die Menschen verbindet.“, so Studio 4oo2. Studio 4oo2 ist ein Team von vier Studierenden der Universitas Negeri Jakarta. Der Name „Studio 4oo2“ (gesprochen: „four o o two“) ist von dem Betrag abgleitet, den die Studierenden für Parkscheine (4.000 Rupiahs für zwei Motorräder) in dem Fast-Food-Restaurant aufwenden mussten, den das Team als Arbeitsplatz für die Entwicklung der Bewerbung genutzt hat, da das Lokal der einzige 24 Stunden zugängliche Ort für sie war. Das Team besteht aus Angga Reksha Ramadhan, Larasati Fildzah Kinanti, Louisiana Wattimena und Rosyid Mahfuzh.
documenta Kassel

Kunsthalle Fridericianum | Friedrichsplatz 18
34117 https://documenta-fifteen.de/

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posted 17. Jun 2022

Hélio Oiticica

26. Apr 202225. Jun 2022
27 Bell Street, London 26 April – 25 June 2022 **Hélio Oiticica** Curated by Ann Gallagher Lisson Gallery is delighted to present the first survey of Hélio Oiticica’s work in London in 15 years. Featuring painted compositions, three-dimensional works, film and an environmental structure that invites viewer participation, the exhibition illustrates the extraordinary and enduring influence the Brazilian artist had on the development of international contemporary art. Working in collaboration with the artist’s Estate, the exhibition is curated by Ann Gallagher who led the curatorial team on the major Tate Modern presentation of Oiticica’s work, Helio Oiticica: The Body of Colour, in 2007, initiated by the Museum of Fine Art Houston in 2006. Born in Rio de Janeiro in 1937, Oiticica was one of the most innovative Brazilian artists of the 20th century. He produced an outstanding body of painting, participatory sculpture, architectural environments, films and writings from the mid 1950s until his untimely death in 1980. He gave name to a highly influential 1960s cultural movement in Brazil - incorporating art, music, theatre and literature - with his installation Tropicalia of 1966-67. This interactive environment was included in the artist’s ground-breaking exhibition, referred to by Oiticica as The Whitechapel Experiment, held in 1969 at London’s Whitechapel Gallery, curated by the late Guy Brett (1942-2001), then art critic for The Times newspaper, and co-founder of the now legendary London gallery for experimental international art, Signals (1964-66). The Whitechapel Experiment was the only large-scale exhibition devoted to the artist during his lifetime outside of Brazil. This focused on Oiticica’s work up to the time he spent in London, and a display of Tropicalia, editions of which are now part of the permanent collections of the Tate Collection, London; the Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid; and the Guggenheim Abu Dhabi. The exhibition at Lisson Gallery will include early painted compositions made while studying under the artist Ivan Serpa; Serpa founded the art movement, Grupo Frente, alongside artists such as Aluisio Carvão, Lygia Clark, and Lygia Pape, who rejected the figuration and nationalism of the predominant modernist Brazilian painting style. Alongside this will be a series of Metaesquemas, which Oiticica began in 1957, representing his subsequent exploration into colour and form, as well as a series of gouaches which led to the evolution of his work into three dimensions. His early sculptural practice is represented by a rarely seen white Bilateral and vibrant yellow Spatial Relief which invite the viewer to move around them in order to fully experience their physical presence. Alongside these will be a collection of Bólides, an important series of works created by Oiticica from 1963. The term ‘bólide’ translates as ‘fireball’, referring in astrology to an extremely bright meteor that explodes in the atmosphere. The series began with box-like structures that were painted as if “possessed or inflamed by colour” (Ivan Cardoso interviewing Oiticica for the film, ‘HO’) and filled with powdered pigments and earth; by permitting light to penetrate the interior of the structure, Oiticica created the illusion of a luminous centre, which was later magnified by his use of glass vessels. The Bólides were also created at an important time given the social backdrop: Brazil’s military regime was becoming increasingly repressive, resulting in a tumultuous political atmosphere and increased economic disparity. The Bólides marked a pivotal moment in Oiticica’s trajectory, when he began consciously involving spectators in his work, allowing them to touch and manipulate the works and thus expanding beyond the purely visual. The exhibition also includes an important ‘Penetrable’ installation by Oiticica entitled Nas quebradas (1979), works Oiticica described as “movable frescos on a human scale… most importantly, they are penetrable”. These offer an intense multi-sensorial experience whereby the viewer is invited to discover the work by walking into and through it. Oiticica’s ‘Penetrables’ were one of the first examples of an artistic installation, and were hugely influential in the evolution of conceptual art. Nas quebradas is modeled on the favelas of Rio de Janeiro, speaking specifically to Oiticica’s engagement with the people of Mangueira Hill; the materials of the structure alongside the unstable movement of rocks beneath your feet recall the flux of the community at the time. These works – encouraging a more interactive form of experience – radically re-defined the concepts of painting and participatory art, blurring the line between the two by encouraging visitors to inhabit a monumental painting. Nas quebradas relates to others from the series, initiated by Oiticica in the 1960s, such as Tropicália, Penetrables PN 2 ‘Purity is a myth’ and PN 3 ‘Imagetical’.

curator

Ann Gallagher 
Lisson Gallery, London

27 Bell Street
NW1 5DA London

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posted 16. Jun 2022

FOLKE KÖBBERLING „TRIBUTE TO OUD“ Unterschätzte Ressourcen

01. May 202217. Jul 2022
opening: 30. Apr 2022 04:00 pm
Projektaufbau: Mitte März – Ende April 2022 Ausstellungseröffnung mit „Richtfest“: Samstag, 30. April 2022, 16 – 23 Uhr Ausstellung mit Werken von Folke Köbberling: 1. Mai – 17. Juli 2022 **FOLKE KÖBBERLING „TRIBUTE TO OUD“ Unterschätzte Ressourcen** Künstlerische Intervention in den KVN Projektraum mit Ausstellung und Forschungsstation zu Nachhaltigkeitsstrategien in Kunst und Architektur Folke Köbberling vertritt eine kritische künstlerische Praxis, innerhalb der sie sich mit dem Verbrauch von Ressourcen, mit Gentrifizierungsprozessen in Stadtquartieren, verfehlter Verkehrspolitik und anderen Auswirkungen des neoliberalen Systems auseinandersetzt. Aber auch die Kollaboration mit nicht-menschlichen Akteuren (Schafen) zeichnet das zwischen Skulptur, Intervention, Architektur und unterschiedlichen Beteiligungsformen angesiedelte Werk aus. Das Projekt, das Folke Köbberling speziell für den KV Neuhausen konzipiert hat, geht von drei Werkstoffen aus: Rezykliertes Holz, Schafwolle und lehmhaltige Erde, also natürliches, tierisches und mineralisches Material. Schon seit geraumer Zeit experimentiert Folke Köbberling mit Lehm und Schafwolle. Beide Materialien sind als Werkstoffe nicht mehr geschätzt. Speziell in der Schafwolle sieht die Künstlerin, im Unterschied zu den handelsüblichen Dämmplatten aus Styropor und ähnlichen Kunststoffen, die in den nächsten Jahrzehnten als Berge von Sondermüll zu entsorgen sein werden, den idealen Werkstoff zur energetischen Dämmung und plastischen Verhüllung von Habitaten und Gebäuden. Ein Vorteil dieses tierischen Abfallprodukts besteht darin, dass es sich nach Gebrauch auf natürliche Weise zersetzt und noch als Düngemittel verwendet werden kann. TRIBUTE TO OUD Mit diesen Baustoffen will die Künstlerin im Projektraum ein Eins-zu-Eins Modell erstellen, das den Grundriss eines der Arbeiterhäuser des niederländischen Architekten J.J.P OUD in der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart nachzeichnet. Die zierlichen Reihenhäuser wurden im Jahr 1927 zur Internationalen Bauausstellung in Stuttgart erstellt. Fast hundert Jahre später projiziert Folke Köbberling, die auch als Kuratoriumsmitglied der IBA 2027/Region Stuttgart fungiert, den Grundriss eines Oud-Gebäudes in den Projektraum des Kunstvereins und aktualisiert den Blick auf die damals in Gussbeton erbaute funktionalistische Wohnanlage, indem sie die Bauweise und die Materialfrage einer nachhaltigen Neuinterpretation unterzieht. „TRIBUTE TO OUD“ ist ein Modellversuch wie man Architektur ohne Beton nachhaltig gestalten kann. Ende April 2022 wird die architekturbezogene Skulptur fertiggestellt sein und durch eine Ausstellung mit Werken von Folke Köbberling, einer Forschungsstation zu Nachhaltigkeitsstrategien sowie durch Führungen und Vorträge ergänzt werden. Ein Kerngedanke von Folke Köbberlings künstlerischem Konzept besteht jedoch auch darin, dass das Oud-Modell für weitere Ausstellungen genutzt und nach Gebrauch vollständig rückgebaut und dem Werkstoffkreislauf als „Rohstoff 3. Ordnung“ wieder rückerstattet werden kann. Kurzbiografie Folke Köbberling (geb. 1969) studierte Bildende Kunst in Kassel und Vancouver und kurzzeitig Architektur in Berlin. Sie lebt in Berlin und lehrt als Professorin für Künstlerisches Gestalten am Institut für Architekturbezogene Kunst (IAK) an der TU Braunschweig. Seit 2018 ist sie Mitglied des Kuratoriums der IBA’27 StadtRegion Stuttgart. Sie hat an zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, davon viele Jahre in Zusammenarbeit mit dem Künstler und Architekten Martin Kaltwasser. Darunter finden sich Ausstellungen im Martin Gropius Bau in Berlin, ZKM Karlsruhe, Lentos Museum, Stadtprojekt „Ausgang City – Saarbrücken 2010“, Ruhrtriennale 2012, Kunstverein Kassel, Museo El Eco in Mexiko City, u.a . http://www.folkekoebberling.de
Kunstverein Neuhausen/Fildern

Rupert-Mayer-Str. 68 B
73765 Neuhausen auf den Fildern

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posted 15. Jun 2022

Otto Piene. Rouge et noir

08. May 202230. Jun 2022
opening: 07. May 2022
43 East 78th Street, New York 8. Mai – 30. Juni 2022 Eröffnung: 7. Mai 2022 **Otto Piene. Rouge et noir** Ab dem 8. Mai 2022 zeigt die Galerie Gmurzynska in den Räumen ihrer New Yorker Dependance Rouge et Noir eine Ausstellung der wichtigsten Werke von Otto Piene (*1928 in Bad Laasphe, †2014 in Berlin). Piene war Gründer der Gruppe ZERO, zeitlebens ein Pionier der zeitgenössischen Kunst und zentrale Figur der Avantgarden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Laut Otto Piene hatte »Zero« die Bedeutung »Neubeginn«. In dem zerstörten Deutschland der Nachkriegszeit gründet er Ende der 1950er-Jahre zusammen mit Heinz Mack eine Bewegung, die auf »der Idee beruht, dass der Wiederaufbau mit den Mitteln der Kunst ins Werk gesetzt werden kann, wenn er vom Geist ausgeht.«[1] Aus der Initiative dieser jungen deutschen Künstler erwächst dann eine umfassende internationale Bewegung, die unter demselben Namen ZERO bekannt wird. In ihr versammeln sich so unterschiedliche wie bahnbrechende Figuren wie Fontana, Klein, Kusama, Manzoni, Alviani, Arman, Tinguely, Spoerri, Soto und andere. Sie alle eint der Wunsch, von Grund auf mit der künstlerischen wie der politischen Vergangenheit aufzuräumen und neue Formen des Schöpferischen auf den Trümmern der alten Welt zu ersinnen. Als führender Kopf der Gruppe erforscht Otto Piene über seine gesamte Laufbahn unermüdlich die unterschiedlichsten und innovativsten Formen plastischen Schaffens (Malerei mit Feuer, Skulpturen aus Edelstahl, bemalte Keramik, kinetische Installationen, Film, Performance, Sky Art …). In dieser fortwährenden Neuerfindung der Kunst hat Otto Piene nie aufgehört, den Sinn der künstlerischen Geste zu hinterfragen.

artist

Otto Piene 
Galerie Gmurzynska, New York

43 East 78th Street
NY 10075 New York

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posted 14. Jun 2022

VON DEN VORFAHREN GELECKT. Aurélie Ferruel und Florentine Guédon

04. Mar 202219. Jun 2022
4 Mrz 2022—19 Jun 2022 **VON DEN VORFAHREN GELECKT. Aurélie Ferruel und Florentine Guédon** Moto / Motorrad / Motorcycle Aurélie Ferruel & Florentine Guédon Danse avec le cul / Tanzen mit dem Arsch / Dancing with the Ass Aurélie Ferruel & Florentine Guédon Aurélie Ferruel und Florentine Guédon Aurélie Ferruel und Florentine Guédon, beide Töchter von Landwirten, lernten sich an der École Supérieure des Beaux-Arts in Angers kennen und gründeten 2010 ihr Künstlerduo. Als Erben der Traditionen ihrer jeweiligen Heimat (Vendée und Normandie), die über mehrere Generationen weitergegeben wurden, haben sie ihr Wissen zusammengelegt, ihre Erfahrungen geteilt und führen sogar ihre Familien für manche Projekte zusammen. Ausgehend von einem gemeinsamen Vokabular, das seinen Ursprung im immateriellen Kulturerbe hat, zeichnen sie wie Anthropologen die Sitten und Gebräuche der französischen Volkstraditionen auf, um sie dann zu interpretieren und seltsam hybride Formen und skulpturale Objekte zu schaffen. Sie stellen Holzschnitzereien, Glasobjekte, selbstgemachte Kleidung und Kopfbedeckungen her, die sie in Performances aktivieren. Für das Kunstmuseum realisieren sie eine Gesamtinstallation aus einer Auswahl ihrer Arbeiten der letzten Jahre, wobei Lehm als verbindendes Material eine wichtige Rolle spielt.

artists & participants

Aurelie Ferruel,  Florentine Guedon 
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posted 13. Jun 2022

JONGSUK YOON. YELLOW TO PINK

01. Jun 202227. Aug 2022
opening: 01. Jun 2022 07:00 pm
1 JUN – 27 AUG 2022 GRÜNANGERGASSE 1 1010 WIEN **JONGSUK YOON. YELLOW TO PINK** ERÖFFNUNG: MITTWOCH, 1 JUN 2022, 19:00 EINFÜHRUNG 19:30, TESSA PRAUN, DIREKTORIN UND CHEFKURATORIN MAGASIN III MUSEUM FOR CONTEMPORARY ART, STOCKHOLM Spuren können nebeneinander verlaufen, sich überkreuzen oder überlagern. In Jongsuk Yoons Werk verdichten sich die Spuren – von Zeitlichkeit, Körperlichkeit, Erinnerung und biografischer Geschichte – und führen in ihrem Zusammenspiel zu eigenwilligen Bildwelten von eindrücklicher Farbigkeit. Die in Südkorea geborene und seit den frühen 1990er-Jahren in Deutschland lebende Künstlerin vereint in ihrem malerischen Werk Traditionen der asiatischen Landschaftsmalerei mit einem westlichen Kunstkanon, der von der Abstraktion geprägt ist. Titelgebend für Jongsuk Yoons zweite Einzelausstellung – die im LOGIN um eine in-situ-Wandmalerei erweitert wird – ist Azalea Mountain, eine Bergkette in Südkorea, die im Frühjahr durch die blühenden Azaleen in grellem Pink erstrahlt. YELLOW TO PINK zeigt Yoons neue Arbeiten, die von einer breit gefächerten Farbpalette, einem kräftigen Gestus und präzisen Setzungen bestimmt sind. Struktur und Tiefe erhalten die Bilder durch nebeneinander und übereinander gemalte Formen und Farbschichten, die durch ihre Anordnung Narrationen erzeugen und Spuren von angedeuteten Landschaftselementen erahnen lassen.

artist

Jongsuk Yoon 
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posted 12. Jun 2022

Paweł Althamer. Lovis-Corinth-Preis 2022

03. Jun 202211. Sep 2022
opening: 02. Jun 2022 07:00 pm
3. Juni bis 11. September 2022 Vernissage mit Preisverleihung: Donnerstag, 2. Juni 2022, 19 Uhr **Paweł Althamer Lovis-Corinth-Preis 2022** Kuratorin: Dr. Agnes Tieze Paweł Althamer ist Träger des Lovis-Corinth-Preises 2022. Im Jahr 1967 in Warschau geboren, wurde Althamer in den 1990er Jahren einer der zentralen Vertreter der polnischen Gegenwartskunst. Heute zieht seine Kunst international Aufmerksamkeit auf sich. Die Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie gibt einen Einblick in Althamers bisherige Projekte sowie aktuelle Arbeiten. Für Paweł Althamer ist der Entstehungsprozess genauso wichtig, wie das daraus resultierende Kunstwerk. In den kreativen Vorgang bindet er aktiv andere ein. Seine KollaborateurInnen – z. B. MuseumsbesucherInnen – sieht er dabei als Gleichberechtigte an. Althamer arbeitet regelmäßig mit bestimmten Gruppen zusammen, u.a. mit seiner Familie, seinen NachbarInnen, FreundInnen oder anderen KünstlerInnen. Den partizipativen Ansatz nutzt Althamer bei seinen sozialen Projekten – aus seiner Position als Künstler engagiert er sich für Benachteiligte und bricht sozial belastete Strukturen auf. So gibt er in Warschau seit Jahren einen Workshop für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Er entwickelt spezielle Projekte mit sozialen Randgruppen, etwa mit Strafgefangenen in „Seitesmän vankia“ (2019-2021). Die BewohnerInnen der sozial schwachen Plattenbausiedlung Bródno am Stadtrand von Warschau, in welcher Althamer selbst auch wohnt, motivierte er, gemeinsam eine temporäre Lichtskulptur zu erschaffen. Das Projekt mit dem Titel „Bródno 2000“ wurde ein großer Erfolg. Im Rahmen seiner bisher größten Performance „Common Task“ (2009-fortlaufend) hat Althamer wiederholt bis zu 150 Menschen auf Reisen eingeladen. An verschiedenen Orten – in Belgien, Brasilien, Deutschland, Mali oder Weißrussland – tauchte der Künstler mit seiner ganz in Gold gekleideten Gefolgschaft auf und inszenierte, angeregt vom Glauben der Dogon aus Mali, einen Besuch von Außerirdischen. Auch Althamers skulpturales Werk befasst sich überwiegend mit der menschlichen Figur, wobei seine Techniken von Assemblage über Keramik bis zu Bronzeguss reichen. Immer wieder beschäftigt sich Althamer mit seinem Selbstporträt entweder in einer figürlichen oder in einer performativen Arbeit. Seine Performances sind meditativ bis Bewusstsein erweiternd, er experimentiert mit esoterischen und aufopfernden Grenzüberschreitungen (Kardynal, 1991). Eine spirituelle Dimension ist für Althamers Schaffen charakteristisch, ohne jedoch von einer konkreten religiösen Auffassung geprägt zu sein. Althamer agiert frei, unorthodox und mystisch. So lässt er sich nicht in eine Kategorie, in eine eindeutig geprägte politische Gesellschaft oder in ein religiöses Korsett drängen – mit Blick auf die aktuelle Regierung in Polen nimmt er eine starke, kritische Haltung ein.

curator

Agnes Tieze 
Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg

Dr.-Johann-Maier-Straße 5
93049 Regensburg

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posted 11. Jun 2022

HACKERS, MAKERS, THINKERS

21. May 202210. Jul 2022
Ana Conda am Ufer | Uferstudios, Uferstrasse 23 11 June 2022, 6:30 pm & 8:30 pm **HACKERS, MAKERS, THINKERS Virophilia Performance | Pei-Ying Lin + Soydivision** “Not all viruses are pathogens. New discoveries of beneficial viruses are starting to reveal, some are even crucial for our survival. The amount of viruses surrounding us also vastly outnumber what we have known. To make it short, human and viruses depend on the existence of each other.” -Pei-Ying Lin What if viruses are used in cuisines? The project Virophilia collaborates with Soydivision to present you the most intimate relationship we can have with viruses – by digesting them. This performance is the experiential version of the project Virophilia, which explores the futuristic possibilities of using viruses in culinary experiences. When we no longer think about viruses only on their pathogenic characteristics but also that viruses have other relationships with their hosts, could we open up a whole new relationship with them? By participating in the event, you will be invited to join an experiment of alternative perspectives through eating, drinking, and storytelling. You will be challenged to eat the viruses and their byproducts, use ‘the inner surface of your body’ to experience the changes viruses may bring. It will also be a good place for you to talk about viruses that are not COVID. Let us embrace our ancestral viral partners and enjoy the possibilities they bring. The performance Virophilia takes place in context of the group exhibition Hackers, Makers, Thinkers and the interdisciplinary international conference of the same name.The project has also evolved as an artist book and installation, which can be viewed in the exhibition through 10 July 2022. Pei-Ying Lin (b. 1986) is an artist and designer from Taiwan and currently based in Eindhoven, the Netherlands. She is a PhD Candidate in the department of Industrial Engineering and Innovation Science, and department of Industrial Design at Eindhoven University of Technology. Her work’s main focus is on the combination of science and human society through artistic methods, and is particularly interested in building a common discussion ground for different cultural perspectives regarding elements that constructs our individual perception of the world. Recently she has been focusing on manipulating the boundary of invisible/visible, living/non-living and finding ways to build tools and methods that facilitate such explorations. She has established the Taiwanese BioArt Community with friends from 2012 and is one of the first promoter of BioArt in Taiwan. She has won the Honorary Mention of STARTS Prize 2020, Honorary Mention in Hybrid Arts Category of Ars Electronica 2015, Professional Runner Up in Speculative Concepts of Core 77 Awards 2015, BioArt and Design Award 2016. Her project PSX Consultancy is a permanent collection of Museum of Architecture and Design, Slovenia. Soydivision is a contemporary art collective consist of Indonesians living in Berlin, positioned at the intersection of art and activism. Soydivision curates performances, organized workshops, culinary art activities, film screenings and discussion panels. The strategies focus on fostering socially engaged art creation, in the form of social practice such : cathartic experience, re-questioning, or therapeutic healing, become themes of our artistic output or activities. Their diasporic perspective offers an alternative approach to contemporary issues through art and invites a new kind of dialogue and engagement. Soydivision member Ariel William Orah is a Berlin-based Indonesian artist and community catalysator. His practices and research focus include socially engaged art creation, social and climate injustice, as well as identity, memory, and scarcity 15 EUR / 8 EUR The performance has a very limited capacity, therefore registration is necessary. * 21 May – 10 July 2022 Thu – Sun, 2 – 6 pm (24 June until 9 pm) **HACKERS, MAKERS, THINKERS Collective Experiments in Social Fermenting** Irene Agrivina | Interspecifics | Pei-Ying Lin | Cammack Lindsey | Constanza Piña Pardo | Rice Brewing Sisters Club hmt-pina-pardo.jpg Constanza Piña Pardo: Khipu, 2018, sound installation Following two years of social distancing and isolation Art Laboratory Berlin devotes 2022 to exploring what social possibilities can be thawed and revived. The project Hackers, Makers, Thinkers proposes that Doing it With Others (DIWO) can be a way of rebuilding and re-energizing damaged social relations. After a period when most of us have been reliant on corporate technologies, Open (source) knowledge will form a basis for making and thinking. Above all we are interested in an open culture based on reciprocity, cooperation and exchange on a global level. Combining Berlin-based artists and venues with artists from Latin America and Southeast Asia, this project proposes art-making as a tool for social empowerment, knowledge acquisition, collaboration, and working together. The group exhibition, an interdisciplinary conference, workshops and performances offer ways of ‘social fermenting’. The project Entangled Beauty. A Perfect Marriage by Indonesian artist Irene Agrivina combines traditional farming practices, art and biology. With this installation, which is a power source, a biobattery, the artist also discusses the phenomenon of symbiosis by combining water plants with cyanobacteria. The installation Codex Virtualis by the Mexican collective Interspecifics is an aesthetic journey through an ecosystem of neural networks and algorithms. The work is an Artificial Intelligence art-science research framework for the image synthesis and evolution of an open-ended taxonomic collection of speculative life forms. Taiwanese artist and designer Pei-Ying Lin is interested in viruses, especially those that are beneficial or crucial for human survival. Her project Virophilia has evolved both as an artist book and installation, and also exists as a “Cookbook for the 22nd Century” using foods whose genome has been altered by viruses. The science-fiction musical installation Holobiont: Relics from the Revolution by artist Cammack Lindsey is an imaginary set inside a factory, extracting toxins from cyanobacteria for transformation into profitable products. The performance of the same name discusses the symbiosis between an intersectional working class and toxic cyanobacteria. In her installation Khipu Chilean artist Constanza Piña Pardo recreates an Inca khipu, a prehispanic knotting method for recording information, made of cotton or camelid fiber strings that store data. Copper wires connected to 180 wool strings create an electronic circuit that amplifies and sonifies the electromagnetic changes present at the installation site. TERRESTRIAL-CELESTIAL is a new work by the South-Korean artist collective Rice Brewing Sisters Club (RBSC) realized during their 2022 Berlin residency. Basing their artistic research on social fermentation, they collaborate with local urban gardeners, exploring human-nonhuman companionships, decolonial histories and local belief systems through the intercultural resonance of collective conversations and actions. Curated by Regine Rapp, Tuçe Erel, Christian de Lutz, Tengal Drilon

artist

Pei-Ying Lin 
Uferstudios Berlin

Uferstr. 23 (Post- und Lieferadresse)
13357 https://www.uferstudios.com

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posted 10. Jun 2022

Ser Serpas. HEAD BANGER BOOGIE

29. Apr 202225. Jun 2022
Ser Serpas HEAD BANGER BOOGIE April 29 – June 25, 2022

artist

Ser Serpas 
Barbara Weiss, Berlin

Kohlfurter Strasse 41/43
10999 Berlin

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posted 09. Jun 2022

Markues. Fragen aus dem Eis

05. May 202226. Jun 2022
opening: 05. May 2022 07:00 pm
05 05 2022 — 26 06 2022 Opening: Thursday, 05 05 2022 7-9 PM **Markues. Fragen aus dem Eis**

artist

Markues  
MÉLANGE, Köln

Eberplatz 23
50668 Köln

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posted 08. Jun 2022

Carmen Herrera, The 1970s: Part 1

04. May 202211. Jun 2022
504 West 24th Street, New York 4 May – 11 June 2022 **Carmen Herrera, The 1970s: Part 1** The 1970s marked an important moment in Carmen Herrera’s evolution, wherein she concluded her widely celebrated Blanco y Verde series, made her triumphant return to sculpture, and opened new forays into her painting practice, notably concluding with her influential and rarely exhibited Days of the Week series. Bringing together more than 20 artworks for an unprecedented presentation that ranges from sketches to paintings to historical Estructuras, this exhibition will demonstrate the breadth of Herrera’s achievements during this transformative decade—all garnered despite her relative obscurity amongst the New York art world. The exhibition in New York is the first of a two-part presentation that focuses on Carmen Herrera’s work from the 1970s. Following this is a special presentation of Herrera’s Days of the Week series – seven paintings that evoke the distinctive character of each day – that will inaugurate Lisson Gallery’s new permanent Los Angeles gallery. * Carmen Herrera Core to Carmen Herrera’s (1915 - 2022) painting is a drive for formal simplicity and a striking sense of colour: “My quest”, she said, “is for the simplest of pictorial resolutions” (2012). A master of crisp lines and contrasting chromatic planes, Herrera created symmetry, asymmetry and an infinite variety of movement, rhythm and spatial tension across the canvas with the most unobtrusive application of paint. As she moved towards pure, geometric abstraction in the post-war years in Paris, she exhibited alongside Theo van Doesburg, Max Bill and Piet Mondrian and a younger generation of Latin American artists, such as members of the Venezuelan Los Disidentes, Brazilian Concretists and the Argentinian Grupo Madi. Her work also chimes with her peers from the U.S. school such as Barnett Newman and Leon Polk Smith. Reflecting on this period, she said, “I began a lifelong process of purification, a process of taking away what isn’t essential” (2005). While allied with Latin American non-representational concrete painting, Herrera’s body of work established, quietly but steadily, a cross-cultural dialogue within the international history of modernist abstraction. Carmen Herrera was born in Havana, Cuba in 1915. She moved frequently between France and Cuba throughout the 1930s and 1940s; having started studying architecture at the Universidad de La Habana, Havana, Cuba (1938–39), she trained at the Art Students League, New York, NY, USA (1942–43), before exhibiting five times at the Salon des Réalités Nouvelles, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, France (1949–53). She settled in New York in 1954, where she lived and worked until her death in 2022. Herrera’s work was the subject of a large-scale survey at the Whitney Museum of American Art in New York (2017), which traveled to the Wexner Center for the Arts in Columbus, Ohio (2017) and Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20) in Düsseldorf, Germany (2017–2018). A selection of Herrera’s recent paintings and Estructuras inaugurated Lisson Gallery New York’s 24th Street exhibition space in May 2016. The last two years were marked by two major mural commissions for the Blanton Museum of Art in Austin, TX and the Publicolor Community Museum for the Manhattan East School of Arts in Harlem, NY. Herrera has also had significant solo exhibitions at the Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Kaiserslautern, Germany (2010); Ikon Gallery, Birmingham, UK (2009); and Museo del Barrio, New York, NY, USA (1998). She has been included in the group shows at Centre Pompidou, Paris, France (2021); Mori Art Museum, Tokyo, Japan (2021); Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, Spain (2019); Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris, France (2018); The Underground Museum, Los Angeles, CA, USA (2017); Haus der Kunst, Munich, Germany (2016); Phoenix Museum of Art, AZ, USA (2013); and Sheldon Museum of Art, NE, USA (2012), among others. Her work was recently featured in the exhibition Epic Abstraction: Pollock to Herrera at The Metropolitan Museum of Art in New York (17 December 2018 – 4 February 2020). In the past year, two major solo presentations were exhibited in Houston, Texas — Carmen Herrera: Structuring Surfaces at The Museum of Fine Arts, Houston (21 October 2020 – 25 April 2021) and Estructuras Monumentales at Buffalo Bayou Park (22 October 2020 – 23 April 2021). Herrera premiered her Estructuras Monuentales, massive aluminium structures largely conceived in the 1960s and 1970s, at City Hall Park in New York City in 2019, organised by the Public Art Fund (11 July – 8 November 2019). Herrera was awarded two fellowships from the Cintas Foundation, New York, NY, USA (1966–68) and a grant by the Creative Artists Public Service, New York, NY, USA (1977). Her work is in numerous public and private collections including the National Gallery of Art, Washington DC, USA; the Museum of Modern Art, New York, NY, USA; the Whitney Museum of American Art, New York, USA; the Metropolitan Museum of Art, New York, NY, USA; El Museo del Barrio, New York, NY, USA; the Hirshhorn Museum, Washington DC, USA; The Smithsonian American Art Museum, Washington DC, USA; the Walker Art Center, Minneapolis, MN, USA; the Pérez Art Museum, Miami, FL, USA; the Museum of Fine Arts Boston, MA, USA; Crystal Bridges Museum of Art, Bentonville, AR, USA; the Tate Collection, London, UK; Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Kaiserslautern, Germany; Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20), Düsseldorf, Germany; and the Guggenheim Abu Dhabi, United Arab Emirates.
Lisson Gallery, New York

LISSON GALLERY | 504 West 24th Street
NY 10011 New York

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posted 07. Jun 2022

HITO STEYERL - I WILL SURVIVE

29. Jan 202212. Jun 2022
29 Jan until 12 Jun 2022 **HITO STEYERL - I WILL SURVIVE** The major solo Hito Steyerl. I Will Survive opens at the Stedelijk Museum on January 29, 2022. An artist, cultural critic, filmmaker, writer and professor, Hito Steyerl is one of the most significant and influential figures in contemporary art. She operates on the boundary between film and visual art, working in genres ranging from documentary cinema to innovative multimedia installations. Her rigorously researched and visually stunning installations illuminate some of the most pressing issues of our time. Hito Steyerl (1966, München; lives and works in Berlin) is a master storyteller, utilizing image, sound, essays, performance and architectural environments to shape her narratives. Her recent works develop an entire, completely immersive installation for each video. Steyerl’s Factory of the Sun (2015), which debuted when the artist represented Germany at the 2015 Venice Biennale, takes place in a sci-fi matrix dotted with beach chairs. The video Liquidity Inc. (2014) which addresses global migration and financial inequality, is viewed from a blue wave-like seating area. The exhibition poses untold narratives, connecting disparate threads that Steyerl masterfully unravels, shifting between reality and dream worlds that are unfortunately all too real. The exhibition brings together a group of significant works from each phase of Hito Steyerl’s artistic practice, including early works from the Stedelijk collection. We are honored that Steyerl has worked with us to create this sweeping overview. The Stedelijk presents Steyerl’s largest-ever retrospective exhibition in the Netherlands. - Rein Wolfs, director Stedelijk Museum Internationally, Steyerl is considered one of today’s most influential and politically engaged artists. She uses her position as an artist to expose patterns of control. As well as critiquing strains of capitalism, nationalism, ethnic profiling, digital control, power structures, media and politics in an era of globalization, she also addresses the status of art production, museums and biennials. Steyerl relentlessly asks: Who holds power? Who is abused by that power? Her work is jarring, always deeply affecting, and compels us to think about our own role in the stories she tells. I Will Survive offers an expansive overview of Hito Steyerl's oeuvre, from the early documentary works of the 1990s to architectural video installations of the past 10 years. With twenty loans supplemented by two works that the Stedelijk acquired in 2014 in collaboration with the Van Abbemuseum. Through her work spanning nearly thirty years, Hito Steyerl has become one of the most beloved and recognized artists in the world. The Stedelijk exhibition attests to how her work from the very beginning has always had a clairvoyant and penetrating understanding of society. She is unique in that she uses her well-deserved recognition to disrupt the status quo as the bedrock of her practice. - Karen Archey, Curator of Contemporary Art, Stedelijk Museum Publication A comprehensive catalogue accompanies the exhibition developed by Centre Pompidou and Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21. Edited by Florian Ebner, Susanne Gaensheimer, Doris Krystof and Marcella Lista the volume features a new essay written by Stedelijk curator Karen Archey on Steyerl’s work investigating the expression of power and social structures through architecture and institutions. The exhibition catalogue features additional texts by Nora M. Alter, Teresa Castro, Alexandra Delage, Florian Ebner, Tom Holert, Doris Krystof, Marcella Lista, Vanessa Joan Müller, Florentine Muhry, Mark Terkessidis and Brian Kuan Wood and an interview by Hito Steyerl with Trevor Paglen. Designed by Fabian Bremer and Pascal Storz, published by Spector Books, Leipzig, approximately 360 pages, in English and German available in the museum shop.

artist

Hito Steyerl 

curator

Karen Archey 
Stedelijk Museum, Amsterdam

Museumplein 10
NL-1071 DJ Amsterdam

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posted 06. Jun 2022

PAUL SCHWER & PHILIP GRÖZINGER

07. May 202219. Jun 2022
opening: 07. May 2022 05:00 pm
PAUL SCHWER & PHILIP GRÖZINGER ‘Fractured Memories of Future Now's' 07. Mai – 19. Juni 2022 Eröffnung: Samstag, 07. Mai 2022, ab 17 bis 21 Uhr Einführung: Prof. Dr. Stephan Berg (Director KUNSTMUSEUM BONN) Stephan Berg (Intendant Direktor, KUNSTMUSEUM BONN) TAUMELNDE PERSPEKTIVEN In seiner 1886 erschienenen Analyse der Empfindungen erklärte der Physiker und Philosoph Ernst Mach das „Ich für unrettbar“ und beschrieb damit ein Subjekt, das keine stabile Identität mehr aufweist, sondern, ausgeliefert an sich ständig ändernde Sinneseindrücke permanent in einer brüchigen Zone zwischen Illusion und Realität schwebt und wie ein impressionistisches Gemälde aus einer Unzahl von instabilen Empfindungsflecken besteht. Natürlich ist es kein Zufall, dass diese Analyse an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert erfolgt, dessen wissenschaftliche (man denke nur an die Psychoanalyse) und technologischen Schübe die bisherigen Fundamente der Welt gründlich verschoben und ins Wanken gebracht haben. Ein gutes Jahrhundert später ist die Situation für das Subjekt nicht einfacher geworden. Während wir einerseits in einem erweiterten Selfie-Wahn an der Bebilderung und Optimierung unserer Ich-Erscheinung arbeiten, gehen uns andererseits die objektivierbaren Grundlagen für unsere Selbstmodulierungen immer mehr verloren. In diesen Kontext ordnet sich auch die aktuelle Ausstellung von Philip Grözinger und Paul Schwer in der Galerie Choi & Choi ein. Fractured Memories of Future Now´s entwirft einen Parcours des Taumelns und Schwankens, des Auflösens von Gewissheiten, an deren Stelle fragile, momenthafte Verknüpfungen und dynamische, permanenten Änderungen unterworfene Konstellationen treten. Philip Grözinger, dessen Malerei sich immer wieder auch räumlich-installativ erweitert, konfrontiert uns mit kosmischen Welten, die sich, gespeist aus einem gleichermaßen von neoexpressivem Furor wie Art Brut-Einflüssen geprägten malerischen Duktus, zu komplex orchestrierten mentalen Landschaften verdichten. Angefüllt mit einem Motivvokabular aus dem popkulturellen Raum, aber auch aus der Kunstgeschichte vibrieren sie mit einem energetischen Impuls und einer intensiv-leuchtenden Farbigkeit, die nicht verdecken kann, dass hinter so viel - auf den ersten Blick - affirmativ wirkendem bonbonbuntem Farb- und Motiv-Hedonismus ein gehöriges Maß an Dunkelheit und Melancholie steckt. Wiederkehrende Elemente in dieser gleichzeitig verspielten, dystopischen und planetaren Sonderwelt sind weiße Monster, glotzende Tierfiguren, Cowboys, merkwürdige Apparaturen, die verdächtig an Junggesellenmaschinen in der Tradition von Marcel Duchamp erinnern, Münder, aus denen weitere Gestalten quellen und rote Kabel, die das wuchernde Motivinventar auf eine nicht sehr vertrauenswürdige Art und Weise miteinander verbinden. Sein symbolisch schlüssigstes Fundament findet dieser von einem starken Horror-Vacui geprägte Kosmos im mehrfach verwendeten Bild der Achterbahn. In „Die ewige Wiederkehr (2015) zeigt sie sich als eine gigantische, wimpelgeschmückte weiß-rötliche Schleife, die auf so spinnwebdünnen Beinen ruht, dass man sich um ihre Statik ernsthaft Sorgen machen muss. Auch die kabelbewehrte Apparatur, die möglicherweise die Energieversorgung der Bahn besorgt schafft hier kein Vertrauen, zumal sich ihre Kabel-Kringel und Schleifen eher um sich selbst zu drehen scheinen. Zusammengenommen: Ein Bild einer instabilen Welt, die sich in einem permanenten rasenden Stillstand befindet. Seine surreale Qualität bezieht diese Szene nicht zuletzt aus der Tatsache, dass sich auf dieser Achterbahn, die zugleich das Endloszeichen zitiert, kein einziges Fahrzeug befindet. Da hilft auch Pac-man (Pac, 2020) nicht mehr weiter. Beschienen vom Licht einer müden, etwas in die Knie gegangenen Peitschenlaterne sieht sich dieser Veteran aus den Anfängen der Computerspiele einer Übermacht von kleinen hässlichen Monstern gegenüber, die ihn vermutlich demnächst überwältigen werden. Paul Schwer, der sein ursprünglich rein malerisches Werk seit Anfang der 1990er konsequent in den Raum erweitert hat, geht es in all seinen Installationen nicht zuletzt um eine Auflösung eines verbindlichen Betrachterstandpunktes und um das Erlebnis einer permanenten Dynamisierung und Veränderbarkeit des Gezeigten. Seine aus Farbe, Licht, und Industriematerialien wie Neonröhren, Plexiglas, Folien und Baumaterial bestehenden begehbaren Räume reflektieren die Erfahrung des Künstlers in den Mega-Cities dieser Welt und sind insofern Chiffren einer urbanistischen Realität, die von oft disruptivem Wandel und zudem von synästhetischer Gleichzeitigkeit heterogenster Eindrücke geprägt ist. Auch in diesem Werk ist nichts stabil und alles durchdrungen von der Erfahrung des Passageren, des Wandels, des Übergangs. Das von Schwer vornehmlich verwendete transparente Plexiglas ist für den Künstler denn auch vor allem Ausgangspunkt für eine fortlaufende Verformung. Durch die Erhitzung des Materials wird der feste Kunststoff an den Rand der Verflüssigung gebracht und in verschlungene Raumkörper verwandelt, die mit ihren ausgreifenden Schwüngen und Durchblicken zugleich als malerische wie auch als plastische Gesten interpretiert werden können. Zugleich artikuliert sich in der farbigen Transparenz des Materials eine unauflösliche wechselseitige Durchdringung von Bildraum und Realraum, gewissermaßen eine Verschmelzung von Welt und Bild. Ein bestechendes Beispiel dafür stellt die innen beleuchtete, konisch verjüngte Skulptur im Eingangsbereich der Galerie dar, deren verformte farbige Platten nur lose fixiert ein Stahlgerüst umhüllen. Ihre inhaltliche Aufladung erhalten die Arbeiten Schwers häufig durch Siebdrucke. So finden sich die Kirschblüte und die Beuys ́sche Rose als historischer Verweis auf den Traum einer direkten Demokratie ebenso wie Motive von schmelzenden Gletschern oder einer vom Wind zerstörten isländischen Blockhütte. Allerdings verhindert die Überlagerung der Motive und ihre starke Pixel-Auflösung jede eindeutige Lesart. So wie dieses Werk in seinem plastischen Vokabular immer wieder die Grenzen zwischen Form und Formlosigkeit austestet, argumentiert es auch auf der inhaltlichen Ebene statt mit klaren Botschaften, eher mit Paradoxien und produktiven - Widersprüchlichkeiten. Schwer, der Bildhauer, in dessen Werk immer der Maler erkennbar ist, der er früher ausschließlich war und zu einem gewissen Teil auch noch ist, und Grözinger, dessen Malerei immer wieder auch in den umgebenden Raum drängt, eint - bei aller formalen Unterschiedlichkeit – ein durchaus lustvolles Bekenntnis zur grundsätzlichen Instabilität unserer Wirklichkeit. Was diese Ausstellung mit all ihren zugleich spielerischen, witzigen, aber eben auch melancholischen und düsteren Aspekten insofern in aller Deutlichkeit zeigt, ist nicht nur, dass die Welt nicht mehr auf eine fundamentale Ordnung hin auszurichten ist, sondern auch, dass dieser lang gehegte Glaube in Wahrheit schon immer ein Fantasma war. Stattdessen sollten wir akzeptieren, dass unsere Realität aus einer Vielzahl sich überlagernder, einander widersprechender Perspektiven besteht, die nicht harmonisiert, sondern im Sinne einer produktiven Absurdität ausgehalten und gestaltet werden wollen.

artists & participants

Philip Grözinger,  Paul Schwer 
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