short biography

Niki de Saint Phalle (geb. 1930 in Neuille-sur-Seine/Frankreich, gest. 2002 in San Diego/California) schuf Skulpturen, Malerei und veranstaltete zahlreiche Happenings und Aktionen.


Pop Art; "Nanas", Nouveaux Réalistes, Tarot Garten

Niki de Saint Phalle wurde 1930 in Neuilly-sur-Seine geboren und wuchs in einer streng katholischen Familie auf. In ihrem autobiografischen Buch „Mein Geheimnis“ schrieb sie über den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater. 
„1961 schoss ich auf Papa, alle Männer, bedeutende Männer, dicke Männer, Männer, meinen Bruder, die Gesellschaft, die Kirche, den Konvent, die Schule, meine Familie, meine Mutter…“. Diese Erklärung gab sie zu den 1961 bis 1962 in Europa und Amerika performten „shooting paintings“ ab, Aktionen, bei denen sie mit einem Gewehr auf weiße Reliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln schoss. Die Farbe der Beutel ergoss sich blut- oder tränenähnlich über das Relief. 1966 installierte sie ihr erstes Großobjekt, die Urmutter der "Nanas", eine riesige Frauenfigur, die durch die Vagina begehbar ist. Die zahlreichen in der Folge entstandenen "Nanas" waren voluminöse, kurvenreiche Skulpturen, die bunt und ornamentartig bemalt waren. Mit ihrem Mann, dem schweizer Bildhauer Jean Tinguely, arbeitete sie an verschiedenen Projekten zusammen, z.B. 1982/83 am Strawinski-Brunnen vor dem Centre Pompidou in Paris. Saint Phalle entwarf die Plastiken und Tinguely entwickelte die technische Konstruktion für deren Beweglichkeit. 1998 wurde ihre monumentalste Arbeit, der Tarot Garden, in der Toskana eröffnet. In diesem Projektgelände produzierte sie über einen Zeitraum von 20 Jahren insgesamt 21 Skulpturen. Niki de Saint Phalle starb 2002 in San Diego.
Mandy Wölke, kunstaspekte 2011

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