press release only in german

ERÖFFNUNG:Samstag, den 16. Mai um 20.00 Uhr

SPACE REVISED ist ein Kooperationsprojekt von GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen, Künstlerhaus Bremen, Halle für Kunst Lüneburg und Kunstverein Harburger Bahnhof zum „Raum in der zeitgenössischen Kunst“. Im Raum situiert sich die Kunst. Ohne ihn ist Kunst nicht denkbar. Ob zwei- oder dreidimensional angelegt – Kunst nimmt Raum ein, schafft und definiert Raum. Gleichzeitig wird sie durch den Raum bestimmt, sei er als Umfeld, Kontext oder Verortung formuliert. Um der vielfältigen Verfasstheit des Raumes in der zeitgenössischen Kunstproduktion gerecht zu werden, präsentiert das Ausstellungsprojekt SPACE REVISED in vier Institutionen exempla-rische Beispiele. Raumaneignung, Raumverlust, Raumverschiebung und sozialer Raum sind die vier Blickwinkel, aus denen heraus die Kooperation von GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen, Künstlerhaus Bremen, Halle für Kunst in Lüneburg und Kunstverein Harburger Bahnhof einen aktuellen Zwischenstand in der jüngsten künstlerischen Ausein-andersetzung nachzeichnet. Gleichzeitig nimmt SPACE REVISED das Thema auch konzep-tuell auf, da die Verteilung auf vier Ausstellungshäuser in Norddeutschland die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit vielfältigen Raumauffassungen bietet, während Raum reisend durchquert wird. # 1 von SPACE REVISED, die Gruppenausstellung Friendly Takeovers. Strategien der Raumaneignung in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen, geht von der Überlegung aus, dass eine der grundlegendsten in der Kunst gestellten Fragen der eigenen Verortung und dem Verhältnis zum Umfeld gilt. Dafür heißt es zunächst, sich der eigenen Umgebung bewusst zu werden, diese ins Auge zu fassen und aus verschiedenen Positionen zu untersuchen. Friendly Takeovers präsentiert künstlerische Herangehensweisen, die sich den Raum, in dem sie sich bewegen und den sie erfahren, auf unterschiedliche Weise an-eignen, um zu einer Standortbestimmung zu gelangen. Die verschiedenen Ansätze ver-spannen sich netzartig und formulieren psychologische, architektonische, zeitliche, institu-tionelle wie körperliche Qualitäten des Raumes. So fungiert die New Yorker Choreografin Trisha Brown in diesem Kontext als historische Referenz ebenso wie als interdisziplinäre Verknüpfung, wenn sie vier Tänzer in der Dach-landschaft New Yorks platziert und den Raum über die einstudierten Tanzbewegungen der Protagonist/innen zusammenfasst. Guillaume Leblon nimmt eine architektonische Setzung in den vorgefundenen Räumen der GAK vor, die die ursprünglichen Proportionen und her-kömmlichen Raumwahrnehmungen unterläuft. Daniel Maier-Reimer eignet sich Raum an, indem er ihn wandernd durchmisst und ihm in zurückgenommenen Fotografien sein Geheim-nis belässt. Katrin Mayer verschränkt unterschiedliche Bildcodes zu einer ortsspezifischen Befragung des institutionellen (Raum-)Kontextes, die sie in eben diesen Kontext rückver-netzt. Die Frankfurter Künstlergruppe Peles Empire führen in ihren groß angelegten Inter-ventionen nicht nur Alltag und Kunst zusammen, sondern darüber hinaus auch Gegenwart und Vergangenheit, und schaffen so neue Erfahrungsräume. Rosalind Nashashibi untersucht in ihrem Film Prisoner die psychologischen Atmosphären von Räumen über deren Durch-schreitung und analysiert dabei parallel existierende Realitätsebenen. Christian Haake er-obert sich den Raum, indem er ihn minutiös und aus der Erinnerung im Kleinstformat nachbaut – wobei er sich dem zwangsläufigen Scheitern solcher Kontrollversuche geradezu trotzig bewusst ist. Und Cezary Bodzianowski schließlich fasst die taoistische Philosophie von der harmonischen Einheit aller Bestandteile der Welt als eine Einpassung des eigenen Körpers in einen beengten Raum auf und definiert damit eine Form der Aneignung, die sich als Aufgehen im Raum versteht. Darüber hinaus wird das New Yorker Künstlerduo Bob Braine und Leslie C. Reed mit einer Intervention im öffentlichen Raum den etwa 300 Meter langen Fußweg zwischen GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst und Künstlerhaus Bremen hervorheben und markieren. Eine umfangreiche Katalogpublikation fasst im Anschluss die Präsentationen aller beteiligten Häuser zusammen.

Die Ausstellung wird gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes Bremen Marketing GmbH Senator für Kultur Bremen

only in german

SPACE REVISED #1.
FRIENDLY TAKEOVERS. Strategien der Raumaneignung
Eine Kooperation mit dem Künstlerhaus Bremen, Kunstverein Harburger Bahnhof und der Halle für Kunst Lüneburg
Kuratoren SPACE REVISED: Janneke de Vries, Eva Birkenstock, Stefanie Böttcher, Hannes Loichinger, Britta Peters, Tim Voss

Künstler: Cezary Bodzianowski, Bob Braine & Leslie C. Reed, Trisha Brown, Christian Haake, Guillaume Leblon, Daniel Maier-Reimer, Katrin Mayer, Rosalind Nashashibi, Peles Empire