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Eröffnung: 10. März 2016 um 18.30 Uhr
Begrüßung Hemma Schmutz
Zur Ausstellung spricht Andreas Krištof

Für seine erste Einzelausstellung in Kärnten entwirft Siegfried Zaworka (* 1972 in Wolfsberg) ein komplexes Szenarium in drei Teilen bestehend aus Zeichnungen, einer Installation und einem Film. In Maniforme Schwebe ist der Künstler auf der Suche nach einem der Manie ähnlichen Ausnahme- bzw. Schwebezustand, bei dem es vor allem um Fragen des Umschlagens, der Transformation und der Erzeugung bzw. Auslöschung von Bedeutung zwischen Banalem und Substantiellem geht.

Ausgangspunkt für die Zeichnungen und die Installation an der Glasfassade des kunstraum lakeside sind Logos von heimischen Lebensmittelketten, Herrschaftssymbole wie das Adler-Emblem der österreichischen Heeres-Gewerkschaft oder Logos von Großkonzernen. Zaworka klebt hybride Kombinationen von Wappentieren und dem SPAR-Logo als Imitation einer Werbe- und Supermarktästhetik bzw. eines Vogelaufprallschutzes als Intro auf die Glaswände des Kunstraums. So in den Raum geführt, werden die Besucherinnen und Besucher mit einem Block von großformatigen Zeichnungen auf mit Steinmehl und Wachs vorbereitetem Grund konfrontiert, welcher das Thema der Verfremdung, Dynamisierung, Vermischung und Verzerrung von Bestehendem aufnimmt und mit unterschiedlichen Motiven durchspielt. Der Ausgangspunkt als zweckdienliche Symbolbildung verschwimmt, verflüssigt und kopiert sich zu einem Vokabular von Grauabstufungen zu- und abnehmender Intensität.

Die filmische Dokumentation eines performativen Auftrittes von Siegfried Zaworka und Franz Bergmüller in der Kunsthalle Wien aus dem Jahr 2012 wird als drittes Element der Ausstellung einer Wiederverwertung unterzogen. Die für die Ausstellung neu geschnittene Fassung des Dokumentationsmaterials ist eine Großaufnahme von Bewegungsabläufen, welche das Ringen der Form um den Ton visualisiert und das für den Künstler so wichtige Element der Musik in die Ausstellung integriert.

Siegfried Zaworka, geboren 1972 in Wolfsberg, lebt und arbeitet in Wien.

Kuratorin: Hemma Schmutz