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Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Josef Strau ein facettenreiches Werk, das auf dem geschriebenen Wort beruht und von wiederholten Rollenwandeln geprägt ist. Er schrieb über Kunst in Fachzeitschriften, verfasste Pressemitteilungen oder Katalogbeiträge für befreundete Künstler, organisierte Ausstellungen. Als Initiator des berüchtigten Projektraums Galerie Meerrettich in Berlin realisierte er zahlreiche gemeinschaftliche Projekte.

In seinen Arbeiten untersucht Josef Strau verschiedene Konzepte von Textproduktion und ihren unmittelbaren Werkbezug. Frei den Gedankenströmen folgend, bilden seine Texte „narrative Räume“. Auf Plakate gedruckt, kommentieren die biografisch angelegten Erzählungen sowohl Kunstproduktion als auch das Schreiben selbst. Ungeachtet des genutzten Mediums entwickeln sich seine Werke aus den Schriftstücken heraus, als deren Display sie dienen. An diese Methode knüpft der Künstler auch in Bremen an und nutzt das Format der Retrospektive, um anhand einer breiten Auswahl an Textpostern einen Überblick über seine kontinuierliche Textarbeit zu vermitteln. Die Präsentation verknüpft er mit einer zweiten, die neu entstandene und von byzantinischer Ikonenmalerei inspirierte Werke zeigt.

Josef Straus Arbeiten wurden vielfach international ausgestellt u.a. bei der Secession, Wien, The Renaissance Society, Chicago, Arnolfini, Bristol, Stedelijk Docking Station, Amsterdam oder Malmö Konsthall. Invitation Epiphany ist seine erste Einzelpräsentation in einer deutschen Institution.

Die Ausstellung ist kuratiert von Gergana Todorova.

Nächste Veranstaltungen / Upcoming Events:
Donnerstag, 16. Februar 2017, 18 Uhr: Führung mit Gergana Todorova
Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr: Künstlergespräch mit Josef Strau
Sonntag, 23. April 2017, 14 Uhr: Führung mit Fanny Gonella