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Ioana Păun konzentriert sich in ihren Arbeiten auf das Sichtbarmachen undokumentierter Dienstleitungen von Migrant- Innen, die, oft nicht angemeldet und unterbezahlt, in europäischen Haushalten arbeiten. Bei dem Projekt „Natalia, turn the light on“ wird Mithilfe von Kalorienzählern die bei der meist illegalen Hausarbeit verbrannte Energie gespeichert und im Ausstellungsraum als Licht übertragen. Somit kann die Beleuchtung ausschließlich durch die Arbeitsleistung der MigrantInnen zum Funktionieren gebracht werden, sobald diese mit ihrer Arbeit aufhören, wird es dunkel. Im Rahmen der Ausstellung zeigen wir außerdem Ioana Pa˘uns Film „Romania Enterprise”, der ein dystopisches Szenarium der rumänischen Gesellschaft entwirft, einer Gesellschaft, die nicht mehr als Staat, sondern als privates Unternehmen geführt wird.

Ioana Păuns Beiträge sind Teil des EU-Projekts Performigrations, das vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft mitorganisiert wird und neue Perspektiven auf Migration, Mobilität und Raum durch den Austausch zwischen Wissenschaft und Kunst ermöglicht. In Klagenfurt wird des Weiteren in Kooperation mit dem Verein lend|hauer das performative Kunstprojekt „Close to the skin“ mit MigrantInnen unter der Leitung von Ioana Pa˘un verwirklicht, dass am 26. Juni um 19.00 Uhr im Lendhafen gezeigt wird. Das Symposium der Medien- und Kommunikatonswissenschaft „The Art of Migration:
Media, Performance and Everyday Life“, das u. a. der Frage nachgeht, welche Möglichkeiten Kunst bietet, Migration (anders) sichtbar zu machen, findet am 29. Juni im Kunstraum Lakeside und am 30. Juni im Stiftungssaal der Alpen-Adria- Universität statt.

IOANA PAUN,
geboren /born 1984 in Rumänien,
lebt /lives in Bukarest

Eröffnung/Opening
Mi /Wed 13.5.2015, 18.30 Uhr
Begrüßung / Welcome
Hemma Schmutz
Zur Ausstellung sprechen / The exhibition will be presented by
Nora Leitgeb und / and
Matthias Wieser
Romania Enterprise (2014)

Filmvorführung und Gespräch
mit der Künstlerin / film screening
and artist talk
Do /Thu 18. 6. 2015, 18.30 Uhr

Kuratorinnen: Nora Leitgeb, Hemma Schmutz