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Anselm Kiefer, geboren 1945, ist einer der bedeutendsten internationalen Künstler unserer Zeit. Im Laufe seiner künstlerischen Produktion schaffte er systematisch seinen eigenen labyrinthischen Kosmos, was ihm bis heute erlaubt, existenziellen Fragen nach den Mythen, der christlichen Religion, der jüdischen Mystik, der Geschichte, der Natur (bis hin zur Atomenergie), der Musik und der Literatur in bildnerischen Strategien höchster ästhetischer Qualität nachzugehen.

Seine epischen Werke faszinieren nicht zuletzt durch ihre ungewöhnliche Materialwahl, die die inhaltliche Aussage unterstützt: Dick aufgetragene Farbschichten, Erde, Blei, Lack, Pflanzen, Kleidung oder Haare lassen die Arbeiten über den zweidimensionalen Bildraum hinausgreifen.

Anselm Kiefer sucht die Geschichte hinter der Geschichte: „Ich mache ein Loch und gehe hindurch.“ Dieser Ansatz impliziert auch das Prozesshafte von Geschichte und Gedächtnis/Erinnerungen – gekoppelt mit der subjektiven Interpretation, dem sehr persönlichen, freien Gebrauch, der individuellen Mythologie und der eigenen künstlerischen Geste.

In dieser Ausstellung werden wichtige Werke von 1978 bis 2012 aus dem Privatbesitz der Familie Grothe gezeigt. Weltweit einmalig ist dieses größte Werkkonvolut in einer privaten Sammlung. Die Auswahl des Sammlers belegt – auch in der Ergänzung um neu erworbene skulpturale Werke – eindrucksvoll die internationale Einzigartigkeit von Anselm Kiefers Werk.

Eine Kooperation mit der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn

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Anselm Kiefer. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe